41 Musiker/innen bei der 17. Sommerakademie in Leutkirch – Eröffnungs- und Abschlusskonzert gibt es im Doppelpack

Leutkirch – Die Meisterkurse der 17. Sommerakademie Leutkirch finden vom 27. Juli bis 6. August wie geplant statt – und die Resonanz ist so groß wie seit Jahren nicht mehr: 41 junge Musiker/innen haben sich für die Kurse in den Fächern Violine, Viola und Violoncello angemeldet. Das geht aus einer Pressemitteilung der veranstaltenden Volkshochschule Leutkirch hervor. Die Sommerakademie Leutkirch wird eröffnet mit einem Meister-Konzert der Dozent/innen und Klavierbegleiter/innen am Montag, 27. Juli. Es wird das erste Klassik-Event in Corona-Zeiten in der Festhalle sein – und es wird in völlig neuer Form stattfinden. Für die Festhalle sind nur 99 Besucher zugelassen, deshalb wird es das Konzert zweimal geben: um 18 Uhr und um 20.30 Uhr.  Die Professoren Christoph Schickedanz (Hamburg, Violine), Roland Glassl (München, Viola) und Jan Ickert (Frankfurt/Main, Violoncello) werden gemeinsam mit den Klavierbegleiterinnen Eun-Jung Son (Violinklasse), Cornelia Glassl (Viola-Klasse) Tomoko Ichinose (Violoncello-Klasse) ein etwa 70-minütiges Programm ohne Pause spielen.

Es erklingen die Serenade op.  8 von Ludwig van Beethoven für Violine, Viola und Violoncello, das die drei Meister gemeinsam vortragen werden – endlich ein Beitrag zum Beethoven-Jahr, der nicht abgesagt werden muss.  Jan Ickert spielt Adagio und Allegro op. 70 von Robert Schumann für Violoncello und Klavier. Roland Glassl wird Leutkirch mit einer Uraufführung beschenken. Er spielt gemeinsam mit seiner Frau Cornelia die „Metamorfosi“ für Viola und Klavier, die sein Freund und Kollege Christoph Schickedanz komponiert hat. Schickedanz selbst wird das „Poeme“ von Ernest Chuasson op. 25 für Violine und Klavier spielen.

Die Besucher werden gebeten, beim Kartenkauf ihre Adresse und Telefon-Nummer anzugeben und ihre Karten möglichst im Vorverkauf zu erwerben. Auch werden in der Halle Sicherheitsmaßnahmen gelten, etwa eine Maskenpflicht auf dem Weg zum und vom Sitzplatz. Die Sitzordnung wird ungewohnt luftig sein, die Musiker spielen – anders als üblicherweise bei der „Leutkircher Klassik“ – nicht vor der Bühne sondern auf der Bühne. Auch das Abschlusskonzert der Meisterkurse mit ausgewählten Kursteilnehmern wird es zweimal geben, und zwar am Donnerstag, 6. August, ebenfalls um 18.00 Uhr und um 20.30 Uhr.

„Wir sind sicher, dass wir dennoch eine schöne Konzertatmosphäre haben werden. Die Musik wird uns vergessen lassen, dass das gemeinschaftliche Kulturerlebnis luftiger ausfällt, als wir das vielleicht gewohnt sind“, sagt vhs-Leiter Karl-Anton Maucher. Und er hofft, „dass die Menschen in Leutkirch nach den Monaten des Verzichts Lust und Hunger auf klassische Musik haben und zahlreich zu unseren Konzerten kommen.“

Die Sommerakademie Leutkirch gibt es seit 2004. Unter der künstlerischen Leitung des Münchner Bratschen-Professors Roland Glassl gehört es eigentlich zum Konzept der Kurse, dass die jungen angehenden Berufsmusiker*innen bei zahlreichen Akademie-Konzerten Gelegenheit bekommen, die einstudierten Werke auf der Bühne und vor Publikum zu präsentieren. Für 2020 waren Konzerte in Lindenberg, Isny, Kempten und Bad Buchau, außerdem eine „Musik zur Nacht“ mit Streicher-Solowerken in der Galluskapelle geplant. Alle diese Konzerte in kleinen Sälen müssen in diesem Jahr ausfallen. Einziges „Auswärtsspiel“ der Sommerakademie wird eine Matinee für Streicher solo in Kreuzthal sein. Bettina Kahl und Franz Renner vom dortigen „Haus Tanne“ haben die eigentlich für das „Saalettl“ im Garten des Glasmacherhauses vorgesehene Konzert in die gegenüber gelegene Kirche St. Martin verlegt. Dort wird am Sonntag, 2. August, um 11.00 Uhr Platz für 70 Besucher*innen sein.

Karten für das Konzert in der Kirche St. Martin in Kreuzthal kann man beim Haus Tanne unter Telefon 07569 930044 bestellen. Karten für die beiden Akademie-Konzerte in der Festhalle Leutkirch gibt ab sofort im Direktverkauf bei der Touristinfo Leutkirch und online beim Ticketdienstleister Reservix.

Bilder: Roland Glassl und seine Frau Cornelia Glassl. Es ist von Bernd Guido Weber. Das andere zeigt von links nach rechts die Dozenten Christoph Schickedanz (Violine), Roland Glassl (Viola und künstlerische Leitung) und Jan Ickert (Violoncello).

Volkshochschule Leutkirch e. V. – Pressemitteilung

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top