Also-Verein: Joy of Voice bietet atemberaubende Musicalshow als Sommerfestival-Abschluss am Kornhausplatz

Leutkirch – Mit der Verschiebung der Musical-Show auf den Samstagabend hatte der Also-Verein mit Vorstand Tezer Leblebici einen Volltreffer gelandet: Ein lauer Sommerabend lockte zahlreiche Besucher zum Kornhausplatz. Eine bunte, spektakuläre und musikalisch hochkarätige Show quer durch die Welt der Musicals hat das Ensemble Joy of Voice der Gesangs- und Bühnenschule von Angelika Maier aus Aitrach in nur zwei Wochen einstudiert. Das allein beweist schon die hohen Ansprüche jedes Mitglieds, die durch musikalische Qualität, gute Bühnenpräsenz und manch außergewöhnlichen Stimme zu einem sehr gelungenen Showabend beitrugen.

Der Corona-Abstand wurde nicht nur von den Gästen, sondern auch vom Showensemble eingehalten, nicht ohne jedoch das schwäbische „Maultäschle“ (Gesichtsmaske) auf die Schippe zu nehmen. Einem Udo-Jürgens-Medly zwischen 17 Jahr, blondes Haar und was will DIE von mir, bis zum flotten 66-er Sänger, der über die Bühne rockte, folgte zart-feinfühliger Gesang mit Liebesschwur und Herzschmerz, als Solo- oder Duo-Performance, immer mit einem Hauch von Professionalität. Die Ensemble-Mitglieder sind hauptsächlich Hobbysänger- und -sängerinnen, die teils seit mehr als zehn Jahren Musicalsshows machen, teils sind es „neue junge Stimmen“, die wortwörtlich aufhören lassen.

Glitzer und Glamour

Mit glitzernden und aufwendigen Kostümen und Kleidern brachten die Sängerinnen viel Glamour und weltbekannte Songs auf die Leutkircher Also-Bühne, animierten die Besucher zum Mitklatschen und ein dunkelhäutiger Solotänzer, der als Gast auftrat, überraschte immer wieder mit ästetisch-kunstvollen Einlagen. Beeindruckend war der flotte Wechsel der Szenerie, die kreativen Choreografien und sogar manch amüsante Parodie wie beim Hit von Peter Maffay: „Ich war 16 und sie 31“, das zwei Männer darboten.

„Sommer in der Stadt“ von Spider Murphy passte prima, auch auf schwäbisch und dass man gar nicht nach „Mincha muaß“, um was zu erleben – wie wahr fürs Leutkircher Publikum. Höhepunkt für weibliche Gäste war im ersten Teil die „Raining Men“, als etliche Regenschirmbewaffnete, halbnackte, gutgebaute Männer durchs Publikum rasten. Auch Elvis durfte nicht fehlen und der sportliche Interpret verbog seinen Körper kaum schlechter, als der echte „King of Rockn’Roll.

Große Bühne und weltbekannte Hits

Einen Teil der Hollywood-, Las Vegas-, Hamburg- und Stuttgart mit ihren Musicalbühnen konnte man in Leutkirch mit Joy of Voice erleben, die nicht nur viel Spaß bei ihren Darbietungen zeigten, sondern auch eine perfekte Licht- und Tontechnik dabei hatten. Ausdrucksstark war das Phantom der Oper mit grandioser Stimmqualität, ein bisschen Orient brachten Stücke aus Alladin und bei „Heiße Nächte in Palermo“ brachte der Wirt vom Blauen Affen sogar eine duftende Pizza zur Bühne. Nochmals ein Augenschmaus: Die Cäsarin von Rom mit ihrem toll gestylten Gefolge, der die Herrschaften des alten Rom jede Nacht in „ihrem Schoss“ hatte. Zum Schluss berauschte „Simply the best“ mit Vorstellung der einzelnen Sänger und Tänzer sowie Angelika Maier als Gesamtleiterin des Show-Abends. Natürlich war der Applaus groß und eine Zugabe selbstverständlich. Das rockige „Eye of the tiger“ und ein beglückendes ABBA-Medly setzte die Schlußakkorde mit dem Dank an alle Mitwirkenden und ans Publikum „Thank you for the music“.

Dank an alle Helfer und Sponsoren

Tezer Leblebici sprach großes Lob an das ganze Also-Team aus, besonders an seinen Stellvertreter Andy Brodbeck und an alle, die zehn Tage lang nun ehrenamtlich im Einsatz waren sowie an alle nachträglichen freiwilligen Sponsoren, da der Also-Verein, bzw. das Also nicht wie gewohnt stattfinden konnte, und man daher nicht auf evtl. Sponsoren zugegangen war.

Bilder von der Show und vom Also-Verein mit Helfern und Gesamtleitung Angelika Maier mit Tezer Leblebici

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