Städteorchester Württemb. Allgäu: Wechselnde Dirigenten setzen neue Impulse und bringen „guten Geist“ zurück

WANGEN/LEUTKIRCH/ISNY (kam) – Das Städteorchester Württembergisches Allgäu ist nach dem Abschied des langjährigen Dirigenten Michael Weiger zum Jahreswechsel 2014/2015 auf gutem Kurs. „Das Städteorchester hat sich mit den Dirigenten Marcus Hartmann und Helmuth Reichel-Silva hervorragend präsentiert und ist seinem Ruf als kulturelles Aushängeschild unserer drei Städte auf eindrucksvolle Weise gerecht geworden“, sagte Ulrich Mauch, der Wangener Bürgermeister und erste Vorsitzende bei der Jahreshauptversammlung des Trägervereins am vergangenen Dienstag in Wangen. Nach zehn Jahren mit dem Ulmer Dirigenten Michael Weiger am Pult hatte der Vorstand des Städteorchesters 2014 beschlossen, neue Wege zu gehen und die Zusammenarbeit mit Michael Weiger zu beenden.

 

Marcus Hartmann, Geigenlehrer an der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu und Dirigent, übernahm das Orchestermanagement und als „Studienleiter“ die Vorbereitung der Streicher auf die großen Konzerte des gemeinsamen Sinfonieorchesters der Städte Wangen, Leutkirch und Isny. Weil Michael Weiger bereits beim Frühjahrskonzert 2015 nicht mehr zur Verfügung stand, dirigierte Marcus Hartmann das aus Musiklehrern, ambitionierten Amateurmusikern und fortgeschrittenen Instrumentalschülern bestehende Orchester. Schon im Frühjahr mit Marcus Hartmann und erst recht bei den umjubelten Herbstkonzerten habe das Städteorchester gezeigt, dass die Umstellung auf wechselnde Dirigenten „ genau das bewirkt hat, was wir uns davon erhofft haben. Das waren mit die besten Konzerte, die ich seit vielen Jahren vom Städteorchester gehört habe“, sagte Mauch, „der gute Geist ist zurückgekehrt“. Und Dr. Hans Wagner, Leiter der Jugendmusikschule und verantwortlich für die Auswahl der Dirigenten pflichte bei: „Die Rückmeldungen aus dem Orchester und aus dem Publikum waren sehr positiv.

Und das Ergebnis der Arbeitsphasen mit Marcus Hartmann und Helmuth Reichel-Silva ist wirklich phänomenal gewesen.“ Dr. Hans Wagner zeigte sich „erleichtert, dankbar und froh, dass eigentlich genau so geklappt hat, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Auch aus dem Orchester gab es durchweg positive Rückmeldungen. Mit beiden Dirigenten habe man sehr konzentriert und ergiebig gearbeitet, berichtete Friedlind Assenbaum, Geigerin im Städteorchester, die sich insbesondere begeistert zeigte von der Probenarbeit des Deutsch-Chilenen Reichel-Silva: „Fein, genau, differenziert und fordernd“ sei dessen Probenarbeit gewesen. Und die Stimmung im Orchester sei nun „um Welten besser als früher“, es gebe „ein gutes Miteinander“ von Profis und Amateur-Musikern.

Nächstes Projekt des Städteorchesters ist im April 2016 ein Familienkonzert. Das Orchester wird dann Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ spielen – mit szenischen Elementen, in denen auch ein Schauspielern auftreten wird. Dirigent wird Hannes Reich sein. Reich war vor einigen Jahren Cellolehrer an der Jugendmusikschule und tritt nun immer häufiger auch als Dirigent in Erscheinung. Das Silvesterkontert 2016 wird voraussichtlich geleitet von Benjamin Lack, Domkapellmeister aus Feldkirch.

 

Vorstandswahlen und Finanzen

Der Trägerverein des Städteorchesters geht mit unveränderter Vorstandschaft in die nächsten drei Jahre. Das ergaben die Vorstandswahlen. Erster Vorsitzender ist weiterhin Ulrich Mauch, Bürgermeister der Stadt Wangen. Der Leutkircher Bürgermeister Martin Bendel und sein Isnyer Kollege Rainer Magenreuter bekleiden die Funktionen des zweiten und dritten Vorsitzenden. Den Programmausschuss leitet JMS-Leiter Dr. Hans Wagner, Kassier ist der JMS-Verwaltungsleiter Gerolf Stitzenberger, Schriftführer Karl-Anton Maucher, vhs-Leiter und Fachbereichsleiter Kultur und Tourismus in Leutkirch. Als Kassenprüfer fungiert Paul Rupf-Bolz aus Isny. Das Städteorchester erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 bei einem Gesamtetat von 41000 Euro einen kleinen Überschuss von etwa 2300 Euro. Die Zuschüsse der Städte Wangen (5592 Euro), Leutkirch (4292 Euro) und Isny (3042 Euro) tragen das gemeinsame Orchester. Gemeinsam mit den anderen Partnergemeinden der Verbandsmusikschule brachten die Städte über den Etat der Jugendmusikschule weitere 13.005 Euro ein. Mitgliedsbeiträge, Sponsoring und Eintrittserlöse decken beim Städteorchester knapp 30 Prozent der Gesamtkosten.

Städteorchester Württembergisches Allgäu e. V. – Pressemitteilung

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