Alle Artikel von Christine King (Schwäbische Zeitung)

Missio-Truck bringt vor allem Schülern das Thema Flucht nahe

Leutkirch – Veronika steht vor „ihrem“ Truck. Und erzählt vom Marktleben im Kongo. Obwohl sie noch nie dort war, weiß sie gut Bescheid. Über Nahrungsmittel, ihre Zubereitungsarten und alles, was es dort zu kaufen gibt. In ihrem normalen Leben studiert sie Soziale Arbeit in Freiburg. In Leutkirch war sie vorher noch nie, hier ist sie für eine Woche „Mulitplikatorin“ und von der Diözese Rottenburg-Stuttgart als Springerin für den missio-Truck angefordert worden. Wenn der Truck, der jahrelang deutschlandweit unterwegs ist, in ihrer Nähe Station macht, wird sie angefragt. Dann führt sie für eine Aufwandsentschädigung zusammen mit einem weiteren Multiplikator und dem pädagogischen Begleiter Tété Schüler und interessierte Menschen durch die multimediale Ausstellung.

Ab Montag wird der missio-Truck für fünf Tage vor der Festhalle stehen

Leutkirch – Es war gar nicht so einfach, ihn zu bekommen. Als Silke Saile, die Dekanatsbeauftragte Kirche und Schule, Anfang des Jahres für Termine nachgefragt hat, waren nur noch zwei Wochen frei. Damals hat sie für Ende November gebucht. Am Montag kommt der missio-Truck also für eine Woche nach Leutkirch und wird vor der Festhalle stehen. Die mobile Ausstellung, die in seinem Inneren präsentiert wird, hat das Thema „Menschen auf der Flucht“. Daui eingeladen sind alle Leutkircher, kommen werden aber auf jeden Fall etwa 400 bis 500 Schüler.„Wir waren gleich von diesem Projekt begeistert“, sagt Patoralreferent Benjamin Sigg von der katholischen Kirche, „damit zeigen wir, dass Kirche nicht nur Gottesdienst ist, sondern auch in Schulen und auf der Straße stattfindet.“

Raum im Raum: Katholische Kirche soll 2019 einen „Denk-Raum“ erhalten

Leutkirch – Für Pfarrer Karl Erzberger ist klar, „dass Kirche immer offen sein muss und auf dem Weg“ – wie er bei der Begrüßung der rund 50 Interessierten bei der Gemeinde- versammlung  im Gemeindehaus am Oberen Graben sagte. Eingeladen war die ganze Gemeinde, um sich über Neugestaltungen im Innenraum der Kirche zu informieren. Denn 500 Jahre Kirche St. Martin, was 2019 gefeiert werden soll, war für die Kirchengemeinde Grund, sich über den Kircheninnenraum Gedanken zu machen. Eine kleine Kirche in der großen war als Idee vor Längerem geboren und so auch bereits vom KGR beschlossen worden. Wie genau der „Raum im Raum“ allerdings aussehen soll, steht noch nicht recht fest. Einen konkreten Vorschlag des Kirchengemeinderats gibt es allerdings, der am Samstag zur Diskussion stand.

Ganz großes Kino beim Clipcontest der elobau-Stiftung: Cenk Yagkan gewinnt den Hauptpreis

Leutkirch – Elobau Stiftung überreicht bei der Clip-Award-Night Preisgelder im Wert von 5000 Euro und NEIN, es waren keine Profifilme, die da zu sehen waren, aber so mancher Videoclip war nicht weit davon entfernt. Schüler – und auch ein paar Studenten – hatten insgesamt fast 50 Clips beim zweiten Filmwettbewerb der Elobau-Stiftung eingereicht, die ihn zusammen mit dem Jugendhaus Leutkirch initiiert hatte – wie bereits im letzten Jahr, als „Heimat“ das Thema war. In diesem Jahr sollten 100 Sekunden lange Clips zu „Typisch Mensch, typisch Leben, typisch Missverständnis“ eingesendet werden. Die Gewinner der Preise im Gesamtwert von 5000 Euro waren im Vorfeld von einer Jury festgelegt worden und wurden am Freitagabend bei der Clip-Award-Night in der Festhalle überreicht.

Radreiseregion nimmt Form an: Rund 1000 Kilometer umfasst das neue Netz

Leutkirch – „Naturschatzkammern“ soll sie heißen, die neue Radreiseregion Allgäu. Um diesen Titel tragen zu dürfen, muss man vom ADFC dafür ausgezeichnet werden. Es gibt ihn nur für „Regionen, die nachhaltig die Planung ihrer Radwege und eines darauf abgestimmten touristischen Angebots über Jahre vorangetrieben haben“, wie der ADFC betont. Das sind deutschlandweit nur ein paar. Eine Radreiseregion soll von Gästen und Einheimsichen von einem festen Standpunkt aus „erfahren“ werden können. Das württembergische Allgäu, in dem Leutkirch liegt, will künftig dazugehören. Belinda Unger, Wangener Gästeamtsleiterin und Geschäftsführerin des Zweckverbandes „Ferienregion Allgäu-Bodensee“, war einer Einladung des Leutkircher VCD, der sich auch um ADFC-Angelegenheiten kümmert, gefolgt. Sie stellte das Großprojekt am Montagabend im Hotel Post der Öffentlichkeit vor.

Nick Woodland und seine Band begeistern im Bocksaal

Leutkirch – Da steht er, fast unbeweglich, mit schwarzem Zylinder und raunt seinen Song ins Mikro während seine Finger mühelos über den Gitarrenhals sausen. Nick Woodland ist ein Unikum, seine Band folgt ihm blind und seinem Ruf als „lässigster, bester und vielseitigster Rhythm’n Blues-Gitarrist“, wie vorab zu lesen und zu hören war, wird er mehr als gerecht. Cool ist er mit seinen 67 Jahren, trotz beiger Strickjacke, schnell ist er und singen kann der in München lebende Brite auch. Die Zuhörer im gut gefüllten Bocksaal genießen den Abend und kommen mit der Nick Woodland Band voll auf ihre Kosten. „Ich habe damals als er in Ravensburg aufgetreten ist, erfahren, dass er in München lebt. Da habe ich mir gedacht, dann bekomme ich ihn bestimmt auch hierher“, sagt Larifari-Chef Ralf Manthei. Jetzt spielen sie bereits zum dritten Mal hier und „dass es hier immer wieder Spaß macht“, glaubt man Woodland aufs Wort.

Rotary Club verkauft Lose auf dem Gallusmarkt und spendet fast 2.500 Euro

Leutkirch – Karl-Heinz Weiler, Past-Präsident des Rotary Clubs Wangen-Isny-Leutkirch und Hauptorganisator der Tombola verkaufte mit einem engagierten Team an Rotariern kräftig Lose auf dem Leutkircher Gallusmarkt. Das hat sich gelohnt. Fast 1000 davon konnten unter die Marktbesucher gebracht werden, der Erfolg lässt sich sehen. 2487,92 Euro können jetzt an die Organisation PolioPlus gespendet werden. Es handelt sich hierbei um das größte Projekt, das Rotary International in seiner 113-jährigen Geschichte je angepackt hat: Der Kampf gegen die Kinderlähmung.

Vorstellung beim Roten Kreuz: Vier neue sogenannte Helfer vor Ort haben ihren Dienst angetreten

Leutkirch – Sie tun das ehrenamtlich, sie sind alle bereits aktiv beim Roten Kreuz in Leutkirch und sie sehen sich als Bindeglied zwischen Laienhelfern und professionellen Rettungskräften. Vier neue sogenannte „Helfer vor Ort“ konnten in den letzten Wochen ihren Dienst beginnen. Und es gab bereits Einsätze für sie, wie die vier erzählen. Der Sinn von Helfern vor Ort ist einleuchtend: Bis der Rettungswagen kommt, kann es manchmal dauern. Sei es, weil die Kollegen bereits mit allen Fahrzeugen unterwegs sind, weil der Einsatzort abseits liegt, weil Stau ist oder die Straßen voller Schnee und Matsch.

Firma Gruschwitz spendet 1.000 Euro für das Kinderhospiz in Bad Grönenbach

Leutkirch – Bei der Spendenübergabe von 1000 Euro an das Kinderhospiz in Bad Grönenbach sprach Gruschwitz-Geschäftsführer Ditmar Schultschik angesichts der dort benötigten 700 000 bis 1 Million Euro pro Jahr von einem „Tropfen auf den heißen Stein“, was Brigitte Waltl-Jensen vom Förderverein des Hospizes sofort dementierte. „Wir sind froh, dass es viele, viele kleine Spenden sind, die bei uns eingehen.“ Für den laufenden Betrieb würde die gespendete Summe hergenommen, etwa für Reit-, Mal- und Hundetherapie oder auch für die regionale Hauswirtschaft. Bis zu acht Familien können gemeinsam mit Eltern und Geschwistern im Kinderhospiz ein todkrankes Kind begleiten. Durchaus mehrere Wochen und immer wieder kurzfristig.

Konzert nach fünfjähriger Chorarbeit: Das Ensemble Vocal zeigt „the best of“

So erlebt man das katholische Gemeindehaus nicht alle Tage. Es war am Sonntag Nachmittag beim Konzert „Like a rainbow“ des Ensembles Vocal bis auf den letzten Platz gefüllt, fast 200 Leute wollten die zwölf jungen Frauen und den Saxophonisten Christian Segmehl hören und ein paar sind enttäuscht wieder gegangen. Sogar im Foyer standen noch Zuhörer und immer wieder war von der Kirche als besserem Veranstaltungsort, dem Bocksaal oder dem Cubus bzw. sogar der Festhalle die Rede. „Mit unseren größtenteils sehr weltlichen Lieder“, so Chorleiter und Regionalkantor Franz Günthner, der den 12-köpfigen Frauenchor am Flügel begleitet hat, „wollten wir aber nicht ins Gotteshaus.“ Dass das Gemeindehaus künftig zu klein sein wird, ist aber unbestritten. Zumal der Beifall und die Begeisterung der Zuhörer allen Anlass dafür geben, dass es solche Auftritte wieder geben wird.

Theaterworkshop Ferienprogramm: Acht Kinder spielen unter der Leitung von Profis ihr eigenes Stück

Leutkirch – Nach zwanzig Minuten ist Schluss. Die Zuschauer sind begeistert. Nach dem viertägigen Theaterworkshop ist Theaterleiterin Steffi Wimmer voll des Lobes: „Es war wieder schön, spannend und auch wenn wir dieses Jahr keinen Techniker hatten, war es inhaltlich und als Gemeinschaft wieder ein Hammer, was die Kinder da zustande gebracht haben.“ In der Tat, Langeweile ist beim schnellen Schlussdurchlauf jedenfalls nicht aufgekommen. Ganz im Gegenteil. Bereits zum 15. Mal kam der vom Jugendhaus organisierte und unterstützte Theaterworkshop im Rahmen des Kinderferienprogramms zustande. Eine gewisse Professionalität ist inzwischen deutlich spürbar.

Buntes Leutkirch: ALSO und Bürgerbahnhof feiern beim 2. Bahnhof der Nationen ihre Stadt

Leutkirch – „Vor genau 70 Jahren am 10.8.1948 war es genauso heiß“, sagt Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle bei seinem Grußwort zum Bahnhof der Nationen, „damals, als das Grundgesetz verabschiedet wurde, das für uns alle heute gültig ist und in dem alles Wichtige drinsteht.“ Noch nicht allzu viele Menschen hatten zum nachmittäglichen Beginn zum Bahnhof der Nationen den Weg auf den Bahnhofsvorplatz gefunden. Zahlreiche Bierbänke waren noch leer, das Grußwort erreichte deshalb nur wenige. „Genau hier, am Bahnhof, wo täglich Menschen zusammenkommen und sich viele Wege kreuzen, feiern wir heute, dass in unserer Stadt 86 Nationen zusammenleben.“ Menschen von A wie Angola bis Z wie Zentralafrika hätten in Leutkirch eine Heimat gefunden, fast das ganze Alphabet könne man in Leutkirch bilden, nur zwei Buchstaben würden fehlen.

Kirchenmusik St. Martin: Die Orgelmatinéen starten mit Geigerin Antonia Dauer und Regionalkantor Franz Günthner

Leutkirch – „Es ist ein tolles Werk und ein großes Stück organistischer Arbeit “, sagt Kirchenmusiker Franz Günthner über Georg Schneiders selten gehörtes Werk „Introduktion und Fuge über den Namen B-A-C-H“. Zum 60. Todestag des Leutkircher Komponisten wird er es zur ersten Orgelmatinée in diesem Jahr am 5. Mai auf der Orgel spielen. Eine liebgewordene Gewohnheit ist es in den letzten Jahren für den Kirchenmusiker und Organisten geworden, sich zu den jährlichen Auftaktkonzerten gerne „heimische Größen“ zu holen. Dieses Mal wird er von der Geigerin Aloisia Dauer begleitet, die international mit namhaften Orchestern unterwegs und auch hierzulande nicht unbekannt ist, da sie seit letztem Jahr an der JMS Geigenunterricht erteilt.

Aktionstag „interkulturelle Begegnung Blaulicht“: Das Wir-Gefühl und die große Gemeinschaft

Leutkirch – Berührungsängste, so war bei der Stadt im Vorfeld zu hören, sollten abgebaut werden. Insbesondere Migranten wolle man für die Arbeit und den Beitritt zu einem Leutkircher Verein neugierig machen. Der Start zur interkulturellen Woche hätte sich kein besseres Plätzchen und auch kein besseres Wetter wünschen können. Allerdings ließ der Besucherandrang zu wünschen übrig. Unter dem Motto „Kultur trifft Verantwortung“ haben sich bei strahlend blauem Himmel rund um den Cubus alle Leutkircher „Blaulicht-Organisationen“ sowie andere Einrichtungen wie zum Beispiel das Jugendhaus oder die Leutkircher Moschee präsentiert. Es gab afrikanisches, thailändisches und syrisches Essen, es gab Tee und Kuchen, eine Hüpfburg und Tattoo-Malen, es gab Feuerwehrautos, Kunstperformances, Vorträge und einen Auftritt der Band „Noir Blanc“, bei der auch Aichstettens Bürgermeister  Dietmar Lohmiller dabei war.

Rud. Roth ist Vergangenheit: Nach 130 Jahren zieht in Kürze die Physiopraxis Mulder ein

Leutkirch – Günther Falter kratzt die letzten Reste von der Tafel am Eingang der Poststraße 22. „Rud. Roth Grafik Satz Druck“ verschwindet. Die Druckerei im Erdgeschoss ist bereits Vergangenheit, rechts unten klebt ein provisorischer Zettel. „Thorsten Mulder“ steht drauf. Nach fast 130 Jahren geht eine Ära in Leutkirch zu Ende. 1888 war die Druckerei gegründet worden, 1972 begann Günther Falter hier seine Lehre zum Schriftsetzer und 2001 hat er die Druckerei übernommen. Ende November letzten Jahres musste er aus gesundheitlichen Gründen schließen. Die alten Druckeiräume im Erdgeschoss haben nicht nur neue Böden, Wände und Wandfarben erhalten, sondern auch eine neue Bestimmung: Am 21. Und 22. April ist Tag der öffenen Tür bei der Therapiepraxis „PhysioPlus“, die sich jetzt auf fast 400 Quadratmeter ausbreiten kann.

Christsein mit Profil: Die 2. Fastenpredigt in St. Martin hält der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff aus Freiburg

Leutkirch – Es war der erste Frühlingstag nach vielen Wochen Kälte und doch konnte Patoralreferent Benjamin Sigg eine stattliche Zahl von Menschen am Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche begrüßen. Sie waren gekommen, um zu hören, was der Priester und Moraltheologe Eberhard Schockenhoff zum Thema „Christ sein mit Profil“ zu sagen hatte. Und um der Orgelklängen von Manuel Menig zu lauschen. Die zugrunde liegende Frage war, wie sich „Christen mit Profil“ in der Bibel und im heutigen Leben erkennen lassen? „Immer dort“, begann Schockenhoff, „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, zeigt sich das Profil eines Christen.“ Ohne Jesus als zentrale Figur sei Profilfindung eines Christen für ihn nicht vorstellbar.

Viel Applaus fürs Schultheater „Konferenz der Tiere“ der Gemeinschaftsschule

Leutkirch – Nach dem Schlussapplaus gab’s Blumen für die Initiatorin Steffi Wimmer, die als Theaterpädagogin wieder ein Mammutprojekt auf die Füße gestellt hat. „Neu war dieses Mal, dass wir Schüler und Schülerinnen von der dritten bis zur achten Klasse dabei hatten“, erzählt sie, „da muss man schon gut koordinieren, dass alles zusammenpasst.“  21 Schüler und Schülerinnen haben das ganze Schuljahr über einmal wöchentlich den „Talente-Nachmittag“ besucht und unter ihrer Leitung Theater gespielt. Eine Woche lang gab es vor den Auftritten dann noch Unterricht-frei, von 8 bis 16 Uhr haben sich die Schüler stattdessen zum Üben im Bocksaal getroffen.

Sicherer Rahmen: Der Kindergarten St. Anna in Leutkirch unterstützt Kinder mit Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich aus dem gesamten Altkreis Wangen

Leutkirch – Mark ist angespannt, er soll ein Kärtchen mit einem Mann im Supermarkt vom Boden hochheben. Er reagiert nicht, sitzt ruhig auf seinem Stuhl, blickt nach unten, schaut mürrisch und verschränkt die Arme. Er will nicht mitmachen. Für Gerlinde Mast ist das „schon in Ordnung“, wie sie sagt. Marks jüngerer Bruder Jonas übernimmt die Aufgabe. Er greift zum falschen Kärtchen und auch das versteht die Leiterin vom Schulkindergarten St. Anna in Leutkirch. „Er ist jung, noch keine drei Jahre alt. Wir haben ihn aufgenommen, weil er die Förderung hier ganz dringend braucht.“ Sieben Kinder sitzen im Kreis, alles Jungs, schauen auf die Kärtchen und sind hochkonzentriert. Meistens jedenfalls, zuweilen eskaliert es auch. Nicht alle warten, bis sie dran sind, nicht alle akzeptieren ein „Du nicht“ und ab und zu geht das Temperament mit ihnen durch.

Feinschliff mit Profis: Für das zweite Konzert des Sinfonischen Blasorchesters Leutkirch (SBLA) am 6. und 7.1. wird intensiv geprobt

Leutkirch – Es ist Ferienzeit. Vor der Realschule parken viele Autos und aus verschiedenen Klassenzimmern dringt Blasmusik. Flötentöne aus dem Zimmer der 8b mischen sich mit Tubaklängen aus der 9b. Von ganz hinten hört man noch ein paar Hörner. In der Aula liegen leere Pizzakartons, das Mittagessen ist gerade vorbei.  „Wir haben heute den ganzen Tag Registerproben“, erklärt Thomas Wolf „und ich habe eigentlich gar nichts zu tun.“ Er untertreibt, denn „Organisationskram fällt noch jede Menge an, den ich und mein Vorstand Luis Lau noch erledigen müssen.“ Wolf ist Dirigent des Sinfonischen Blasorchesters Leutkirch im Allgäu, das sich gerade intensiv auf die beiden Konzerte am 6. Und 7. Januar in der Festhalle vorbereitet.

90 Päckchen: Eltern und Kinder der DRK-Kindergärten packen Weihnachtsgeschenke für die Kunden vom Tafelladen

Leutkirch – „Unsere Eltern haben die Päckchen alleine gepackt“ erzählen die beiden Leiterinnen der DRK-Kindergärten Piepmatz und Firlefanz. Und verziert und beschriftet. Insgesamt konnten am Dienstag Vormittag – kurz vor dem großen Ansturm am Nachmittag – 90 Päckchen an Ursula Maucher vom Tafelladen überreicht werden. Genau so viele, wie sie bestellt hatte. „Für eine Familie mit zwei Vorschulkindern“ steht auf einem Paket, auf einem anderen „Für eine Familie mit kleinen Jungs“. Die Kindergarteneltern hätten vorab Infos bekommen und durften sich natürlich aussuchen, was in die Päckchen hineinkommen soll. Spiele sind drin, Süßigkeiten und auch mal ein Fußball. Bei der Aktion der beiden DRK-Kindergärten haben viele Eltern mitgemacht.