Alle Artikel von Christine King (Schwäbische Zeitung)

Kirchenmusik St. Martin: Die Orgelmatinéen starten mit Geigerin Antonia Dauer und Regionalkantor Franz Günthner

Leutkirch – „Es ist ein tolles Werk und ein großes Stück organistischer Arbeit “, sagt Kirchenmusiker Franz Günthner über Georg Schneiders selten gehörtes Werk „Introduktion und Fuge über den Namen B-A-C-H“. Zum 60. Todestag des Leutkircher Komponisten wird er es zur ersten Orgelmatinée in diesem Jahr am 5. Mai auf der Orgel spielen. Eine liebgewordene Gewohnheit ist es in den letzten Jahren für den Kirchenmusiker und Organisten geworden, sich zu den jährlichen Auftaktkonzerten gerne „heimische Größen“ zu holen. Dieses Mal wird er von der Geigerin Aloisia Dauer begleitet, die international mit namhaften Orchestern unterwegs und auch hierzulande nicht unbekannt ist, da sie seit letztem Jahr an der JMS Geigenunterricht erteilt.

Aktionstag „interkulturelle Begegnung Blaulicht“: Das Wir-Gefühl und die große Gemeinschaft

Leutkirch – Berührungsängste, so war bei der Stadt im Vorfeld zu hören, sollten abgebaut werden. Insbesondere Migranten wolle man für die Arbeit und den Beitritt zu einem Leutkircher Verein neugierig machen. Der Start zur interkulturellen Woche hätte sich kein besseres Plätzchen und auch kein besseres Wetter wünschen können. Allerdings ließ der Besucherandrang zu wünschen übrig. Unter dem Motto „Kultur trifft Verantwortung“ haben sich bei strahlend blauem Himmel rund um den Cubus alle Leutkircher „Blaulicht-Organisationen“ sowie andere Einrichtungen wie zum Beispiel das Jugendhaus oder die Leutkircher Moschee präsentiert. Es gab afrikanisches, thailändisches und syrisches Essen, es gab Tee und Kuchen, eine Hüpfburg und Tattoo-Malen, es gab Feuerwehrautos, Kunstperformances, Vorträge und einen Auftritt der Band „Noir Blanc“, bei der auch Aichstettens Bürgermeister  Dietmar Lohmiller dabei war.

Rud. Roth ist Vergangenheit: Nach 130 Jahren zieht in Kürze die Physiopraxis Mulder ein

Leutkirch – Günther Falter kratzt die letzten Reste von der Tafel am Eingang der Poststraße 22. „Rud. Roth Grafik Satz Druck“ verschwindet. Die Druckerei im Erdgeschoss ist bereits Vergangenheit, rechts unten klebt ein provisorischer Zettel. „Thorsten Mulder“ steht drauf. Nach fast 130 Jahren geht eine Ära in Leutkirch zu Ende. 1888 war die Druckerei gegründet worden, 1972 begann Günther Falter hier seine Lehre zum Schriftsetzer und 2001 hat er die Druckerei übernommen. Ende November letzten Jahres musste er aus gesundheitlichen Gründen schließen. Die alten Druckeiräume im Erdgeschoss haben nicht nur neue Böden, Wände und Wandfarben erhalten, sondern auch eine neue Bestimmung: Am 21. Und 22. April ist Tag der öffenen Tür bei der Therapiepraxis „PhysioPlus“, die sich jetzt auf fast 400 Quadratmeter ausbreiten kann.

Christsein mit Profil: Die 2. Fastenpredigt in St. Martin hält der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff aus Freiburg

Leutkirch – Es war der erste Frühlingstag nach vielen Wochen Kälte und doch konnte Patoralreferent Benjamin Sigg eine stattliche Zahl von Menschen am Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche begrüßen. Sie waren gekommen, um zu hören, was der Priester und Moraltheologe Eberhard Schockenhoff zum Thema „Christ sein mit Profil“ zu sagen hatte. Und um der Orgelklängen von Manuel Menig zu lauschen. Die zugrunde liegende Frage war, wie sich „Christen mit Profil“ in der Bibel und im heutigen Leben erkennen lassen? „Immer dort“, begann Schockenhoff, „wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, zeigt sich das Profil eines Christen.“ Ohne Jesus als zentrale Figur sei Profilfindung eines Christen für ihn nicht vorstellbar.

Viel Applaus fürs Schultheater „Konferenz der Tiere“ der Gemeinschaftsschule

Leutkirch – Nach dem Schlussapplaus gab’s Blumen für die Initiatorin Steffi Wimmer, die als Theaterpädagogin wieder ein Mammutprojekt auf die Füße gestellt hat. „Neu war dieses Mal, dass wir Schüler und Schülerinnen von der dritten bis zur achten Klasse dabei hatten“, erzählt sie, „da muss man schon gut koordinieren, dass alles zusammenpasst.“  21 Schüler und Schülerinnen haben das ganze Schuljahr über einmal wöchentlich den „Talente-Nachmittag“ besucht und unter ihrer Leitung Theater gespielt. Eine Woche lang gab es vor den Auftritten dann noch Unterricht-frei, von 8 bis 16 Uhr haben sich die Schüler stattdessen zum Üben im Bocksaal getroffen.

Sicherer Rahmen: Der Kindergarten St. Anna in Leutkirch unterstützt Kinder mit Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich aus dem gesamten Altkreis Wangen

Leutkirch – Mark ist angespannt, er soll ein Kärtchen mit einem Mann im Supermarkt vom Boden hochheben. Er reagiert nicht, sitzt ruhig auf seinem Stuhl, blickt nach unten, schaut mürrisch und verschränkt die Arme. Er will nicht mitmachen. Für Gerlinde Mast ist das „schon in Ordnung“, wie sie sagt. Marks jüngerer Bruder Jonas übernimmt die Aufgabe. Er greift zum falschen Kärtchen und auch das versteht die Leiterin vom Schulkindergarten St. Anna in Leutkirch. „Er ist jung, noch keine drei Jahre alt. Wir haben ihn aufgenommen, weil er die Förderung hier ganz dringend braucht.“ Sieben Kinder sitzen im Kreis, alles Jungs, schauen auf die Kärtchen und sind hochkonzentriert. Meistens jedenfalls, zuweilen eskaliert es auch. Nicht alle warten, bis sie dran sind, nicht alle akzeptieren ein „Du nicht“ und ab und zu geht das Temperament mit ihnen durch.

Feinschliff mit Profis: Für das zweite Konzert des Sinfonischen Blasorchesters Leutkirch (SBLA) am 6. und 7.1. wird intensiv geprobt

Leutkirch – Es ist Ferienzeit. Vor der Realschule parken viele Autos und aus verschiedenen Klassenzimmern dringt Blasmusik. Flötentöne aus dem Zimmer der 8b mischen sich mit Tubaklängen aus der 9b. Von ganz hinten hört man noch ein paar Hörner. In der Aula liegen leere Pizzakartons, das Mittagessen ist gerade vorbei.  „Wir haben heute den ganzen Tag Registerproben“, erklärt Thomas Wolf „und ich habe eigentlich gar nichts zu tun.“ Er untertreibt, denn „Organisationskram fällt noch jede Menge an, den ich und mein Vorstand Luis Lau noch erledigen müssen.“ Wolf ist Dirigent des Sinfonischen Blasorchesters Leutkirch im Allgäu, das sich gerade intensiv auf die beiden Konzerte am 6. Und 7. Januar in der Festhalle vorbereitet.

90 Päckchen: Eltern und Kinder der DRK-Kindergärten packen Weihnachtsgeschenke für die Kunden vom Tafelladen

Leutkirch – „Unsere Eltern haben die Päckchen alleine gepackt“ erzählen die beiden Leiterinnen der DRK-Kindergärten Piepmatz und Firlefanz. Und verziert und beschriftet. Insgesamt konnten am Dienstag Vormittag – kurz vor dem großen Ansturm am Nachmittag – 90 Päckchen an Ursula Maucher vom Tafelladen überreicht werden. Genau so viele, wie sie bestellt hatte. „Für eine Familie mit zwei Vorschulkindern“ steht auf einem Paket, auf einem anderen „Für eine Familie mit kleinen Jungs“. Die Kindergarteneltern hätten vorab Infos bekommen und durften sich natürlich aussuchen, was in die Päckchen hineinkommen soll. Spiele sind drin, Süßigkeiten und auch mal ein Fußball. Bei der Aktion der beiden DRK-Kindergärten haben viele Eltern mitgemacht.

Geniales Rotkäppchen: Altenpflegeschüler begeistern mit großer Spielfreude beim Weihnachtstheater in der Geschwister-Scholl-Schule

Leutkirch – Ja, der böse Wolf war auch dabei, aber er kam mit seinem an Blumen und Philosophie interessierten, veganen Neffen. „Der Unaussprechliche“, wie er in der ganzen „perfekten Stadt“ genannt wird, fraß am Ende zwar auch die Großmutter samt Rotkäppchen, kam aber insgesamt weit weniger blutrünstig und böse daher, wie man es aus dem Grimm’schen Märchen kennt. Caterina Dreizehnter, zum 23. Mal die Regisseurin beim Altenpflegetheater an der Geschwister-Scholl-Schule und fast schon so etwas wie ein Theaterprofi, hat ein glückliches Händchen bewiesen mit dieser ganz neuen Adaption von Rotkäppchen. Der Märchenklassiker um das Mädchen mit dem roten Käppchen wird hier um eine Stadt erweitert, in der die Bürgermeisterin ein strenges Regiment führt und in der sich allerhand schräge Gestalten tummeln. „Perfekt für unsere große Truppe“, so Dreizehnter.

Mehr als 1.100 € für krebskranke Kinder: Elisa Ibele überreicht das Geld von ihrer Glatzen-Aktion

Leutkirch – Es ist schon ein paar Wochen her und die Haare sind wieder gewachsen. Die Glatze ist Vergangenheit, eine colle Kurzhaarfrisur ist entstanden. Elisa Ibele weiß das zu schätzen. Und sie weiß auch, dass die Glatze und der Verlust sämtlicher Körperhaare bei vielen Krebskranken Normalität ist. „Diese Veränderung ist für die meisten Betroffenen sehr schwer zu ertragen, da unsere Gesellschaft uns ein anderes Schönheitsbild vorgibt“, sagt die 41-Jährige, die in Leutkirch einen Hundesalon betreibt. Am Gallusmarktsonntag hat sich Elisa Ibele aus Solidarität eine Glatze schneiden lassen und zu einer großen Spendenaktion zugunsten des Förderkreises für tumor- und leukämiekranke Kinder aufgerufen. Unterstützer fand sie viele. So spendete die Belegschaft von Friseur Fessler ihre gesamten Tageseinnahmen, das Team vom Eiscafé Venezia verkaufte Waffeln und das Team vom Restaurant „Stadtwirt“ bot Fingerfood für diesen guten Zweck an.

Beim letzten Adventsnachmittag der Kontaktgruppe: Einmalig hoher Spendenbetrag von 16.000 Euro

Für die große Unterstützung ihrer Mitstreiterinnen, „ein Gemeinschaftswerk von Vielen“, für die Treue und große Spendenbereitschaft der Leutkircher, für die Unterstützung der Grünen Hexen und auch für die stets offenen Türen bei der Stadt  bedankte sich Marlies Schindler bei ihrer letzten Rede als Vorsitzende der Leutkircher Kontaktgruppe. Der Adventsnachmittag für tumor- und leukämiekranke Kinder gehöre seit vielen Jahren zum festen Vorweihnachtsprogramm der Leutkircher. Dass dies eine Tatsache ist, konnte jeder Besucher sehen: An der vollen Festhalle, an den gut besuchten Socken- und Nähständen im Untergeschoss, den Bastel- und Dekoständen im Foyer und daran, dass es bereits um halb drei nur noch einen einzigen Adventskranz zu kaufen gab. Am nächsten Tag war dann auch das Ergebnis bekannt: Insgesamt 16.000 Euro – laut Marlies Schindler „soviel wie noch gar nie“, sind zusammengekommen.

DRK-Ortsverein hat jetzt eine mobile San-Station

Leutkirch – „Jetzt ist es viel schöner, Dienst zu machen“. Die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Stefanie Vergens und Sebastian Boos, Bereitschaftsleiter beim Ortsverein Leutkirch sind sich einig. „Es ist hell, warm, trocken und viel gemütlicher als in einem Zelt.“ Zwei Räume gibt es innen, einen für Patienten und einen für die diensthabenden Rot-Kreuz-Helfer. Mit ihren sechseinhalb Metern Länge und mehr als zwei Metern Breite ist die mobile San-Station ein großer Gewinn für den Ortsverein. Die Station gab es bisher auch schon, sie wurde aber – „und das nur bei Großveranstaltungen wie unserem Kinderfest“ – beim Ortsverein Laupheim ausgeliehen. Als Laupheim den Wagen dann verkaufen wollte, wurden Nägel mit Köpfen gemacht.

Höhepunkt des Jahres: Volle Festhalle beim Gemeinschaftskonzert Musikkapelle Schloss Zeil und Musikverein Rot an der Rot

„An der Bar bei der Fasnet 2016 hat es angefangen“, erzählt Bernd Weitgasser, der 1. Vorsitzende der Musikkapelle Schloß Zeil, zu Beginn. Damals sei die Idee geboren worden für ein Gemeinschaftskonzert der beiden Musikvereine. Viele Gespräche, viel Organisation und letztendlich auch viele Probestunden und viel Überei habe es gekostet dieses Gemeinschaftskonzert, das „etwas ganz Besonderes und so etwas wie ein Höhepunkt im Jahr ist“ und das am Samstagabend die Festhalle gefüllt hat. Die neue Ortsvorsteherin von Reichenhofen, Renate Falter, dankte in ihrem Grußwort allen Akteuren des Abends und „Allen, die seit Generationen dafür sorgen, dass unsere Musikkapellen so einen Zuspruch erleben“. Und in der Tat: Wer gekommen war, wurde belohnt. Mit den unterschiedlichsten Stücken, mit Blasmusik vom Feinsten, mit Rock- und Poparrangements und mit viel guter Laune. Ein schöner Beweis, dass Blasmusik hochaktuell und keinesfalls von gestern ist.

Die Stangenbohnen Partei begeistert im Bocksaal

Es war eine gute Idee, die Egbert Dreher da im Sommer hatte. Er fragte bei Larifari nach, ob die Stangenbohnen Partei, die längst ein Highlight der „offenen Bühne“ geworden war, nicht mal einen Konzertabend geben könnte. Und so konnten Jared Rust und Serena Engel vor rund 70 am Freitagabend ihre Bandbreite an Musikalität, Humor und einer gewissen Portion Frechheit beweisen. Rust, der aus den USA stammt, und die Australierin Engel spielten auf Gitarre, Cello, Ukulele und Mundharmonika alles, was Volksmusik, Jazz, Blues und Westernmusik so hergeben. Dass beide noch geniale Stimmen haben, kommt noch dazu. Das Publikum war begeistert, klatschte manchmal mit oder stampfte mit den Füßen. Als Ehrengast wurde „die liebe, schöne Freundin Nadja“ vorgestellt. Die beiden hatten die Darmstädterin bei einem Picknick in Taiwan kennengelernt und sie mit ihrer Querflöte zum Leutkircher Konzert eingeladen.

Neues Schulprojekt „Marabu“ startet an der Gemeinschaftsschule am Adenauerplatz

Leutkirch – „Wer von Euch hat ein Handy?“ Ein paar Viertklässler-Finger gehen hoch. „Jetzt mal ehrlich!“ Zwei, drei Finger kommen dazu. „Und wer weiß, was Cybermobbing ist?“ Keiner meldet sich, aber so mancher hat schon mal davon gehört. Vor der vierten Klasse der Gemeinschaftsschule am Adenauerplatz stehen keine Profis, keine Lehrer und schon gar keine Sozialarbeiter.  Es sind Schüler der neunten Klasse, die hier bereitwillig Auskunft geben. Laura, Paul und Endrit haben sich als sogenannte Schülermedienmentoren ausbilden lassen und stehen jetzt als Ratgeber und Gesprächspartner zur Verfügung. Die Viertklässler passen auf, stellen Fragen und fühlen sich verstanden.

Christian Segmehl und Ludwig Kibler begeistern in der Dreifaltigkeitskirche

Leutkirch – Seit 20 Jahren musizieren sie gemeinsam, sind ein eingespieltes Team und harmonieren vermutlich nicht nur musikalisch – ihre gemeinsamen Silvesterkonzerte in Hofs sind jedenfalls längst Tradition. Dass das Dreamteam Christian Segmehl und Ludwig Kibler auch für andere Jahreszeiten gut ist, merkten die vielen Zuschauer am Sonntagabend gleich zu Beginn des Konzertes. Mit der Sonate in Es-Dur, die Bach eigentlich für Flöte und Basso Continuo komponiert hatte – das Saxophon war zu Bachs Zeiten nämlich noch gar nicht erfunden – ließ den beiden Musikern keine Verschnaufpause und verlangte ihnen einiges ab. Schnelle Läufe, auf dem Klavier wie auf dem Sopransaxophon, wurden virtuos gemeistert und die ruhigen Passagen, vor allem im zweiten Satz, gefühlvoll und gesanglich vorgetragen.

Die Polizei ist zum Schulbeginn an allen Schulen präsent

Leutkirch – Jetzt ist Schulbeginn. Morgens, oft schon vor sieben Uhr geht es los, egal ob an den Schulen in Gebrazhofen oder Aichstetten, am Oberen Graben in Leutkirch oder am Salvatorkolleg in Wurzach. Hunderte von Schülern werden an sämtlichen Schulen mit Schulbussen ankommen, mit Fahrrädern, zu Fuß oder mit dem Eltern-Taxi. Die Dunkelheit kommt im Herbst dann bald dazu. Und gerade für die Allerkleinsten, die Erstklässler ist der sichere Schulweg besonders wichtig. Die Leutkircherin Tamara Hellmann hat ihren Großen, der jetzt in die dritte Klasse am Oberen Graben geht, anfangs noch begleitet. „Zu Fuß gehen ist immer noch am Sichersten“, sagt sie, „bei der Fußgängerampel am Hexenbuckel darf er allerdings bei Grün auch heute nur drüber gehen, wenn er vorher rechts und links geschaut hat.“ Oft sehe sie hier Fahrzeuge, die bei Rot weiterfahren oder, von der Isnyer Straße Richtung Stadtweiher kommend, die Ampel gar nicht wahrnehmen.

40 Interessierte kommen zum Vortrag vom Netzwerk Demenz in den Bocksaal

Drei Männer und 37 Frauen sitzen nachmittags drei Stunden im Bocksaal und lauschen dem Vortrag zum Thema Demenz von Bildungsreferentin Brigitte Restle vom Netzwerk Demenz, das vom Landkreis Ravensburg gefördert wird. Er übernimmt auch die Kosten für die Teilnehmer. Träger sind das Landratsamt Ravensburg und die „Akademie Südwest“ am Zentrum für Psychatrie (ZfP) Weissenau. Neun Module sind insgesamt angesetzt, am ersten Tag stehen das Krankheitsbild, wie man Demenz erkennt und wie man sie behandeln kann auf dem Programm. Vor allem Ehrenamtliche sind gekommen, auch pflegende Angehörige und Betreuende, wie die Frauen von der evangelischen Nachbarschaftshilfe in Leutkirch. Ihre Leiterin, Claudia Roth-Neubauer, ist mit der Hälfte ihrer 20 Mitarbeiter – „fast alles Frauen“ – vertreten, „die bei uns ehrenamtlich helfen“. Jährlich müssen sie sich fortbilden. „Da sind solche Seminare ideal, sie sind kostenfrei und stecken einen ganz breiten Rahmen für uns ab.“

Hans Hellmann ist seit Kurzem stolzer Besitzer eines Cargo-E-Bikes mit drei Rädern

Leutkirch – „Ich habe lange gesucht, fast zwei Jahre“, erzählt Hans Hellmann, „und es erst mit Liegerädern und normalen Dreirädern für Erwachsene probiert, aber das richtige habe ich erst jetzt gefunden.“ Er steht stolz neben seinem E-Bike-Dreirad „CD1 Cargo“ der Berliner Firma HNF Heisenberg und ist sofort bereit, in die funktionalen Details einzusteigen. „Drei Scheibenbremsen,  keine herkömmliche Kette, sondern Zahnriemenantrieb, automatische Schaltung, eine super Beleuchtung fast wie beim Auto, super Bremsen und ein Motor, der für 100 Kilometer locker reicht.“ Das Beste sagt der pensionierte Schulrektor aus Leutkirch, sei aber die Neigetechnik und natürlich die Tatsache, „dass ich 100 Kilo draufpacken kann.“ Vier Sprudelkisten zu transportieren sei überhaupt kein Problem. „Ich merke das Zusatzgewicht beim Fahren gar nicht.“

Acht Kinder führen zum Abschluss des Theaterworkshops beim Kinderferienprogramm ihr eigenes Stück auf

Leutkirch – Keine Viertelstunde hat das Ganze gedauert und Theaterleiterin Steffi Wimmer ist sich hinterher sicher: „So einen schnellen Durchlauf hatten wir noch nie.“ Die Geschwindigkeit war bestimmt der Nervosität geschuldet, aber dem Verständnis und der Spielfreude tat das keinen Abbruch. Langeweile konnte so erst gar nicht aufkommen. Ganz im Gegenteil. Bereits zum 14. Mal kam der vom Jugendhaus organisierte und unterstützte Theaterworkshop im Rahmen des Kinderferienprogramms zustande. Eine gewisse Professionalität ist inzwischen deutlich spürbar.