Bewegung ist eine Dimension des Lebens: Sich und andere bewegen hieß es beim Begegnungstag der Frauen

Leutkirch – Seit Jahrzehnten findet der Begegnungstag für Frauen aus Stadt und Land im Januar statt, organisiert von Theresia Schupp-Alders mit Team vom katholischen Frauenbund Leutkirch. Rund 70 Frauen lauschten der Referentin Birgit Bronner aus Stuttgart über die vielen Facetten und Bedeutungen des Wortes „Bewegung“. Sich bewegen, bewegt sein, andere bewegen, am Laufen halten, auf die Sprünge helfen, vorankommen usw. sind Worte und Redewendungen, wenn es um Bewegung geht. Zum einen ist ohne Bewegung kein Leben möglich, wie Herz und Lunge beweisen, zum anderen steckt in dem Wort vieles mehr, besonders im übertragenden Sinn. Birgit Bronner, die 45 Minuten ohne Manuskript und sehr eindrücklich sprach, bewegte Herz und Seele der Anwesenden, gab spirituelle Impulse und regte zum Nachdenken an über das Thema „Leben ist Bewegung“.

Sackgassen und Irrwege

„Worte wie die Wende oder Aufbruch kennt man eher aus der Politik und dem Weltgeschehen, auf dem richtigen Weg sein oder in der Sackgasse landen ist jedem von uns ein Begriff“, meint die Referentin und kam auch auf den Sinn von Irr- und Abwegen, die genauso zum Leben gehören dürfen, wie das Eingeschränkt-Sein oder gar Stillstand – Auszeit. „Gehen ist des Menschen beste Medizin“, wusste schon der griechische Arzt Hippokrates (460 v. Chr.) znd Paul Nitsche meinte, dass große Gedanken beim Gehen kommen, hieß es im Vortrag.

Über das Thema Pilgern kam Birgit Bronner zum Christentum, eine Bewegungsreligion. Jesus war mit seinen Jüngern drei Jahre als Wanderprediger unterwegs, zeigte völlig neue Wege und Richtungen auf, bewegte viele Menschen, ließ sich aber auch von ihnen bewegen. Nach seinem Vorbild zu leben, in der Bewegung bleiben, auch mal eine Kurskorrektur oder Umkehr zu wagen, mit diesen Worten schloss der Vortrag. Es entstand eine rege Diskussion, in welche Richtung sich die heutige Kirche bewege.

Nach einer Kaffeepause lud Adelheid Rauch-Mangold im Stuhlkreis um die Mitte mit dem Labyrinth von Chartres, zu einer Wortgottesdienstfeier, musikalisch umrahmt von Monika Heinz, Karin Wäckerle, Maria Sommer und Mechthild Schellhorn. Zur Erinnerung an diesen bewegenden Nachmittag bekam jede Frau einen Tropfen kostbaren Öls auf die Hand.

Infos: Der Katholische Frauenbund Leutkirch lädt am Dienstag, 19. Februar, um 14 Uhr zum Fasnetsnachmittag ins Kath.Gemeindehaus ein.

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Über Carmen Notz

Freie Journalistin für die Beilage "Leutkirch hat was" seit 2008 und der online-Zeitung "Wir in Leutkirch" seit Herbst 2013, beides Produkte der Schwäbischen Zeitung, Lokalverlag Leutkirch.