Cafe im ehemaligen OSK Gebäude bis Ende September geschlossen

Leutkirch – Als Bianca Loos und Jörg Neumann im Herbst 2019 das kleine Cafe im ehemaligen OSK-Gebäude eröffneten, nannten sie es „Zeitvertreib“ und hatten sehr guten Zulauf. Angestellte des Hauses, Gäste von außen, Patienten oder Angehörige mit Wartezeiten kamen ins Cafe und genossen Kulinarisches aus der abwechslungsreichen Karte. Das Cafe bot alles fürs Frühstück, ebenso Snacks, warme Mahlzeiten und sogar selbstgebackenen Kuchen von Bianca. „Wir hatten auf Anmeldung sogar größere Gruppen hier, z.B. 40 Wanderer vom Schwäbischen Albverein. Unsere heißen Seelen waren der Renner. Ich habe die Seelen immer extra in Wangen geholt“, berichtet Bianca Loos. Bei gutem Wetter konnte man auf der Terrasse sitzen mit herrlichem Blick ins Grüne und zur Wilhelmshöhe. Außer am Wochenende war täglich von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Dann kam Corona – Shutdown ab Mitte März bis Ende Juni. In dieser Zeit wurde im EG nebenan die Schwerpunkt-Praxis für Coronafälle in der Region Leutkirch eingerichtet. Seit der Wiedereröffnung des Cafes Anfang Juli kam kaum mehr jemand zum einkehren oder etwas kaufen. Geplant war, nach dem Shutdown eine Außenbestuhlung mit Schirmen von der Brauerei Härle aufzustellen. Auch Eis, Bier, Sekt und Wein wollten die Betreiber anbieten und hätten die Schank-Lizenz dafür beantragt. Bianca und Jörg warteten auf Gäste, doch es ging fast nichts mehr. Warum, wissen sie nicht und der Umsatz blieb weit unter den Fixkosten.

Besprechung mit dem Landratsamt Ravensburg

„Wir hatten alles da wie zuvor, doch die Gäste blieben aus, weder die Mitarbeiter im Haus, noch Besucher von außen“, erzählen Bianca und Jörg und besprachen sich kürzlich mit dem Landratsamt, die die Nebenkosten seit dem Shutdown erlassen hatten. Man beschloss übereinstimmend, das Cafe in der Ferienzeit, bzw. bis Ende September zu schließen. Dann wird gemeinsam überlegt, wie es weitergehen könnte“, sagen die beiden Cafe-Betreiber, die in Leutkirch wohnen und bei der Firma GS-Transport GmbH des Lebenspartners von Bianca Loos ihre Hauptbeschäftigung haben.

Sie würden ihr Cafe „Zeitvertreib“ sehr gerne weitermachen, das sie im Herbst so ganz spontan übernommen hatten. Bianca Loos erzählt: „Ich hatte einen Termin im Haus, musste warten und wollte hier einen Kaffee trinken, aber das Cafe war geschlossen. Da kam die Reinemachefrau Edith Bodenmüller (2. foto, rechts) und fragte mich: Hätten Sie nicht Lust, das Cafe zu übernehmen?“ Bianca fand den Gedanken gar nicht so abwegig, wollte aber wissen, was hier gewünscht ist. Daraufhin hat das Landratsamt im Sommer 2019 eine Umfrage bei den Mitarbeitern und Einrichtungen gestartet mit mehr als 100 Teilnehmern. Die meisten legten viel Wert auf ein Cafe im Foyer und nannten ihre Wünsche. Damit hatten Bianca und Jörg eine gute Maßgabe, bestückten das Cafe entsprechend und hatten täglich ein abwechslungsreiches Sortiment zu bieten, das viele nutzten und schätzten. Ob es jemals wieder soweit kommt, wird die Zukunft zeigen.

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