Das Glasmacherdorf Schmidsfelden hat die Saison eröffnet und freut sich auf Gäste und Kunden

Das Glasmacherdorf Schmidsfelden war coronabedingt länger in der Winterpause als sonst. Die Saisoneröffnung ist eigentlich immer an Ostern mit dem Singen am geschmückten Brunnen. Doch nun sind alle bereit, das Dorf hat sich hübsch gemacht und kann wieder Besucher empfangen, bzw. in die Geschäfts- und Ausstellungsräume sowie ins Cafe eintreten lassen. Natürlich gelten die Hygiene- und Abstandsregeln und eine regulierte Besucheranzahl pro Raum.

Ein besonderer Hingucker ist die Agatha-Kapelle, die im Jahr 2020 wunderschön restauriert worden ist. Erbaut wurde sie in den Jahren 1824/25 und man vermutet, dass der Altar und die Figuren schon in Eisenbach, einem Vorläufer-Glasstandort, waren. Sie sind alle aus der Werkstatt des Bildhauers Konrad Hegenauer. Für die Sanierung der Kapelle hat die Heimatpflege Leutkirch eine Geldspende erhalten. So konnte ein Teil der dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen an der Außenfassade sowie die Restaurierung des Wandbaldachins mit Altar und Figuren vorgenommen werden. „Jetzt fehlt noch die Dacheindeckung und der Altar befindet sich mit einem Teil der Figuren noch beim Restaurator, laut der Heimatpflege.

Noch keine Glasmacher-Shows
Die Glashütte von Stefan Michaelis ist wieder in Betrieb, der Ofen heiß und Besucher können ihm auch wieder zuschauen. Ebenso sind das Museum im ersten Stock sowie der Glasladen geöffnet. Es wurde ein Konzept ausgearbeitet, wie der Einkauf, evtl. mit Außenkasse, ablaufen wird. Auf der Homepage ist mehr zu erfahren. „Glasmachervorführungen wird es noch nicht geben, erst wenn auch wieder Gruppenreisen möglich sind“, sagt Stefan Michaelis.

So wie die Glasmanufaktur von Michaelis war auch das Perlenstudio von Gabriele und Charly Hummel seit Monaten auf ihren Online-Shop angewiesen. Inzwischen können wieder zwei Personen gleichzeitig ohne Negativtest das Atelier im Oberhaus besuchen, oder 4 Personen mit Negativtest. In der Werkstatt entstehen in Handarbeit Glasperlen, Glasmurmeln und mundgeblasene Glasobjekte an speziellen Brennern. Das Glas wird bei etwa 1400 bis 1800 Grad zum Schmelzen gebracht und geformt. Zur Herstellung der Glasperlen werden Farbglasstäbe in verschiedenen Farbtönen verwendet. So wie bei den Glaskugeln oder -glocken entstehen nur Unikate. Aus den Perlen fertigt Gabi Hummel auch Schmuck.

Das Cafe des Dorfes ist ebenfalls wieder geöffnet. Familie Ayhan sorgt mit leckeren Kuchen, Snacks und Getränken für das Wohl der Gäste. Am Dorfbrunnen kann man schön draußen sitzen und das Ambiente des historischen Ortes genießen.

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