Demokratiefahne erinnert an schicksalsträchtiges Datum

Leutkirch – Diese Woche hängt sie wieder, die Demokratiefahne. Und zwar nicht nur an den Rathäusern der drei Gemeinden Leutkirch, Aichstetten und Aitrach, sondern auch an der Stiftung St Anna, am Hans-Multscher-Gymnasium und an der Geschwister-Scholl-Schule. Anlass ist diesmal das schicksalsträchtige Datum 9. November. Vor 31 Jahren fiel an diesem Tag die Mauer nach einer friedlichen Revolution der DDR-Bürger. Vor 82 Jahren wiederum wurden während der Novemberpogrome auf staatliches Geheiß hin hunderte Mitbürger ermordet – wegen ihres Glaubens.

Die Demokratiefahne wurde von der Berufsschülerin Katja Lackner aus Ravensburg gestaltet. Sie hatte sich in einem Wettbewerb mit ihrem Entwurf durchgesetzt. Ausgerufen hatten den Wettbewerb die Partnerschaften für Demokratie in Ravensburg, Weingarten, im Landkreis Ravensburg und in der Partnerschaft Leutkirch-Aichstetten-Aitrach. Die bunten Silhouetten zeigen, wie vielfältig wir sind – und dabei doch alle nur Menschen.

Alle vier Partnerschaften für Demokratie werden über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert. Ein Teil dieser Fördergelder wird an Vereine und engagierte Personen weitergegeben, die damit Veranstaltungen durchführen. Die Bandbreite reicht dabei von der Podiumsdiskussion bis zum Straßenfest  – alles, was unser Miteinander und damit die Demokratie fördert, ist willkommen. Ein weiterer Teil der Fördergelder steht für Jugendliche bereit, die damit eigene Projekte umsetzen können. Einen Überblick über alle bisher geförderten Projekte gibt es unter www.leutkirch.de/demokratie.

Die Demokratiefahne wird künftig  immer zu bestimmten Anlässen gehisst. Neben dem 9. November sind dies der Tag des Grundgesetzes am 23. Mai und der Tag der Demokratie im September. Institutionen, die ebenfalls Interesse an einer Demokratiefahne haben, können sich unter maria.hoenig@stiftung-st-anna.de melden.

Bildnachweis: Stiftung St. Anna

Die Partnerschaft für Demokratie Leutkirch-Aichstetten-Aitrach wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

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