Der „Neue Chor“ heißt neue Sänger willkommen – Vorübergehend hat Birgitta Roggors-Müller Chorleitung

Leutkirch – Jeder Chor hat eine schwierige Zeit hinter sich, aufgrund der Corona-Maßnahmen, es konnte immer wieder längere Zeit nicht geprobt werden. Der „Neue Chor“, vor zwei Jahren entstanden aus evangelischen Kirchenchor- und neuen Sängern, ist momentan unter der Leitung von Kirchenmusikerin Birgitta Roggors-Müller aus Wangen. Der „Neue Chor“ ist offen für jeden, der gerne singt oder es mal ausprobieren will. Es geht hier nicht um reine Kirchenmusik zur Umrahmung von Gottesdiensten. Gesungen wird hier aus verschiedenen Genres in unterschiedlichen Sprachen. Zu hören ist der Chor am Sonntag, 24. Oktober, bei der Messe um 9.30 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche.

Ein Schwerpunkt sind sicher kirchliche Lieder, spirituelles Liedgut, Gospels. Kürzlich wurden z.B. afrikanische Lieder für die Ausstellungseröffnung „Wer erntet“ eingeübt. Den rund 30 Sängern macht alles Freude, sie sind gerne dabei und schätzen ihre Chorleiterin sehr.

Der „Neue Chor“, der Anfang 2019 von Christina Dürr in Leutkirch gegründet worden ist, fand sofort Anklang und zählte in Leutkirch bald 35 SängerInnen. Durch eine neue berufliche Ausbildung macht Frau Dürr mit der Chorleitung eine längere Pause. Die Stellenanzeige rief Birgitta Roggors-Müller, eine renommierte und engagierte Kirchenmusikerin auf den Plan, obwohl sie im zweiten Beruf Heilpraktikerin für Psychotherapie ist. „Es war mir trotzdem ein großes Anliegen, diese beiden Chöre für die Zeit der Überbrückung zu übernehmen und voran zu bringen“, sagt die hochmotivierte Jungrentnerin, die trotz vielseitigem musikalischem Engagement vom Allgäu bis in die Schweiz nun in Leutkirch für Schwung und Rhythmus sorgt.

Die hochqualifizierte Kirchenmusikerin, Instrumental- und Gesangslehrerin war Jahrzehntelang beruflich in der Schweiz/Appenzell und St. Gallen tätig, hat vieles bewirkt, große Projekte mit Chor- und Orchester dirigiert, Solisten- und Ensemble-Arbeit geleistet, und ist in der Kirchenmusikszene der Region bestens orientiert und vernetzt.

Nach einem kurzen Probenstart im Dezember 2019 bis März 2020, bei dem die Chorleiterin gerade mal ihre SängerInnen kennenlernen konnte, war eine lange Corona-Pause. „Immer nur wenige Sänger konnten in den letzten 18 Monaten als Schola-Gruppe die Gottesdienste und kirchlichen Anlässe begleiten. Mehr war nicht möglich, jedoch eine gute Überbrückung“, sagt Birgitta Roggors-Müller, die auch teilweise beim Organistendienst in der Gemeinde aushilft. Sie freut sich, dass viele Sänger zurückgefunden haben und seit Juni trifft man sich regelmäßig zu den Proben. Im Mittelpunkt stehen derzeit Lieder zum Reformationstag Ende Oktober.

„Ich möchte mit den Sängern und Sängerinnen zusammen eine fröhliche und gute Zeit verbringen, bis Frau Dürr wieder kommt. Die soziale Komponente ist genauso wichtig wie das Singen selbst. Jeder von uns weiß das zu schätzen“, betont die flotte Dirigentin aus Wangen, die auch den Evangelischen Kirchenchor in Isny vorübergehend leitet.

Wer gerne schnuppern möchte, kann in Leutkirch in die Dreifaltigkeitskirche kommen, immer dienstags um 18 Uhr.

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