Die Langlaufjugend der TSG Skiläuferzunft befindet sich in erschwertem Trainings-Modus

Leutkirch – Die Kinder und Jugendlichen der „Nordischen“ in der TSG-Skiläuferzunft, wie die Langläufer genannt werden, sind das ganze Jahr über im Training, wie auch die Aktiven. Die beiden Trainer, das Ehepaar Roland und Annette Ammann, selber leidenschaftliche Langläufer, stellen den Trainingsplan auf. Das „Corona-Jahr“ 2020 hat jedoch einiges vereitelt. Im schneearmen Winter 2019/2020 konnten nur wenige Wettkämpfe stattfinden, ab Mitte März war Lockdown und damit auch Trainings- und Wettkampf-ende. Das traditionelle Radeln in den Pfingstferien in Südfrankreich musste ausfallen. „Den einwöchigen Gebirgstrainingskurs konnten wir am Anfang der Sommerferien in Stoffels bei Niedersonthofen durchführen. Die Übernachtung war im Allgäu-Schullandheim und täglich ging es hinaus zum Lauf-Training in der hügeligen Landschaft“, erzählt Roland Ammann, der seit 50 Jahren die Langlaufjugend und deren Wettkämpfe betreut und sehr viel Erfahrung hat. Im SSV gibt es wohl sonst keinen Trainer, der so lange und gern „im Dienst“ ist, wie er.

Herbstkurs als Tagesprogramm

Der Herbstkurs mit der Langlaufjugend des Bezirks, der ursprünglich immer auf der Alpe Wenger Egg stattfindet, wurde gleich nach Stoffels verlegt, um die 26 Teilnehmer mit Abstand gut unterzubringen. Aufgrund der Corona-Lage wurde dieser Kurs jedoch in einen „Heimschläferkurs” umgewandelt. Die Eltern brachten die Kinder und Jugendlichen immer zu den vereinbarten Treffpunkten (Leutkirch, Ratzenried, Bolsterlang) und dort fanden die Trainingseinheiten statt. u.a. Berglauf, Skiroller, Radtour, Kraft und Koordination, Schnelligkeit. Vom 25. bis 28. Oktober wurde in coronagerechten Gruppen trainiert, die letzten zwei Tage nur noch in Kleinstgruppen, da vom Verband schon eine Coronawarnung vorlag.

Die Eltern leisten viele Fahrdienste

„Ähnlich wird wohl auch der geplante Weihnachtskurs aussehen. Statt fünf Tage auf dem Wenger Egg wird es vermutlich nur ein Tagestraining geben, nochmals mit Bring- und Holdienste durch die Eltern. Dafür sind wir sehr dankbar, aber anders geht es wohl kaum. Wir dürfen die Kinder nicht im Vereinsbus der Skiläuferzunft fahren“, erklären Roland und Annette Ammann.

Die zwei Trainingswochen bei Beitestölen in Norwegen, die seit 25 Jahren im November fest im Programm sind, konnten dieses Jahr nicht gebucht werden, denn: Wer nach Norwegen reist, muss erst mal 10 Tage in Quarantäne.

Das wöchentliche Vereinstraining findet jeden Dienstag von 17.30-19 Uhr, Donnerstag von 17.30-19.15 Uhr und Samstag von 10-12 Uhr statt. Leider ist dies zur Zeit nicht erlaubt, obwohl die Wintersportler selten in der Halle sind, sondern im Freien, mit Skirollern oder auf der Loipe auf der Wilhelmshöhe, sobald Schnee liegt. „Wir haben nun Trainingspläne erstellt, die jeder für sich selbständig erfüllen sollte. Einmal pro Woche gibt es von uns ein Video-Online-Training nach Ansage für ca. 1 1/4 Stunden”, so die Ammanns, die auch die Langlaufrennen mitorganisieren.

Sie hoffen nicht nur auf ausreichend Schnee im kommenden Winter, sondern auch, dass die Bedingungen für ein gemeinsames Training bald wieder gegeben sind. Geplante Langlaufrennen sind: SSV-Cup am 20. Dezember (Ausweichtermin 10. Januar 2021), Skitty-Cup am 31. Januar und der VR-Tag des Talents mit Schüler-skitag Anfang Februar. Alles ist jedoch mit einem großem Fragezeichen und wenn, dann nach strengen Coronaregeln, wobei z.B. auch Siegerehrungen entfallen, zum Leidwesen der jungen Sportler. Carmen Notz Bei der Langlaufjugend sind Sportler zwischen 9 und 17 Jahren.

Wer Interesse hat, kann sich bei den Trainern melden. Tel. 07561/3259. Infos: www.skilaeuferzunft.de

Bilder vom Langlauf, bzw. Skiroller-Training auf der Wilhelmshöhe, später im Jahr hoffentlich auf der Loipe dort, mit Flutlicht ab 18 Uhr.

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