Die Wetterseite der Galluskapelle muss saniert werden – (Über-) nächstes Projekt ist ein Glockenturm

Leutkirch – Die stark verwitterte Westseite der Autobahnkapelle auf dem Winterberg bei Tautenhofen braucht eine Putzsanierung. „Das wird jetzt unser nächstes größeres Projekt“, sagte der erste Vorsitzende Georg Zimmer bei der Jahreshauptversammlung des 140 Mitglieder zählenden Fördervereins der Galluskapelle auf dem Winterberg. Die Arbeiten sollen noch in diesem Jahr vergeben werden.

Abgeschlossen ist dagegen das Projekt „Rund um den Winterberg“, dessen wichtigster Bestandteile der Bau eines befestigten Parkplatzes und einer Besucher-Toilette am Fuße des Winterbergs gewesen sind. Hier kam der Verein in den Genuss einer Förderung aus EU-Mitteln (Leader). Und auch die Große Kreisstadt Leutkirch erkannte ein öffentliches Interesse an dieser Ergänzung der Infrastruktur rund um die Kapelle und förderte das Projekt.

Mittelfristig fasst man beim Förderverein der Autobahnkirche ein weiteres Bauvorhaben ins Auge: Von der evangelischen Kirchengemeinde hat der Galluskapellenverein schon vor einiger Zeit eine cis-Glocke erhalten, für die im Turm der Dreifaltigkeitskirche nach einer Veränderung des Geläuts kein Platz mehr war. Und diese Glocke, sie ziert derzeit den Eingangsbereich der evangelischen Kirche, soll irgendwann in nicht zu ferner Zukunft vom Winterberg zum Gebet rufen. Georg Zimmer, Architekt der Kapelle und früherer Leutkircher Baubürgermeister, macht sich bereits Gedanken über die Architektur eines freistehenden Glockenturms.

Die finanzielle Situation des Vereins macht es möglich, die zunächst anstehende Außensanierung aus eigener Kraft zu stemmen. Vereinskassier Jürgen Günzler konnte die Rücklagen des Vereins um gut 6000 Euro auf etwa 25.000 Euro aufstocken. Neben Mitgliedsbeiträgen und Spenden hat der Förderverein auch Einnahmen aus der Vermietung des Kapellendachs als Standort für Mobilfunkantennen.
Als „außerordentlich bedauerlich“ bezeichnete es Georg Zimmer, dass das Veranstaltungsprogramm der Galluskapelle wegen der Corona-Pandemie komplett ausgefallen ist. Umso erstaunlicher sei es, so Zimmer, dass „unsere Kapelle weiter eine große Anziehungskraft auf die Menschen in unserer Stadt aber auch auf Reisende ausübt“. Zimmer untermauerte diese Aussage, indem er einige bewegende Einträge aus dem in der Kapelle aufliegenden Anliegenbuch vortrug.

Im Vorstand des Fördervereins gibt es Veränderungen. Für die ausgeschiedenen Beisitzer Hans-Peter Eckert und Rita Netzer wurden von der Hauptversammlung Gerlinde Mast, Kirchengemeinderätin der Pfarrei St. Martin, und der Jugendreferent der katholischen Kirchengemeinde, Dennis Hemer, in den Vorstand gewählt. Georg Zimmer (1. Vorsitzender), Pfarrerin Ulrike Rose (2. Vorsitzende), Monika Heinz (3. Vorsitzende), Jürgen Günzler (Kassier), Bärbel Fischer (Schriftführerin) und Karl-Anton Maucher (Beisitzer) wurden in ihren Vorstandsämtern bestätigt.

Förderverein Galluskapelle auf dem Winterberg e. V. – Pressemitteilung

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