Dozenten der Sommerakademie geben Meisterkonzert am Montag, 27. Juli 2020

Leutkirch – Zeugen einer Uraufführung werden die Besucher/innen beim Meisterkonzert zur Eröffnung der 17. Sommerakademie Leutkirch am Montag, 27.07.2020, um 18.00 und um 20.30 Uhr in der Festhalle Leutkirch. Bratschist Roland Glassl spielt gemeinsam mit seiner Frau Cornelia erstmals vor Publikum eine neue Komposition seines Freundes und Kollegen Christoph Schickedanz. Das teilt die veranstaltende vhs Leutkirch mit. Der Hamburger Violin-Professor Christoph Schickedanz, Jahrgang 1969, seit dem Gründungsjahr 2004 Dozent bei der Sommerakademie Leutkirch, tritt seit einigen Jahren nicht nur als herausragender Instrumentalpädagoge und Virtuose in Erscheinung, sondern auch als Tonsetzer. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Dozenten der Leutkircher Sommerakademie ein Werk des in Hamburg lehrenden Geigers, ein Klavier-Quartett, aufgeführt. Diesmal gibt es eine Komposition für Bratsche und Klavier: Metamorfosi per Viola e Pianoforte.

Eröffnen werden die Professores Christoph Schickedanz (Hamburg, Violine), Roland Glassl (München, Viola) und Jan Ickert (Frankfurt, Violoncello) das Meisterkonzert mit einem Beitrag zum Beethovenjahr 2020. Die Serenade op. 8 ist ein Jugendwerk Ludwig van Beethovens. Das 1797 erschienene Opus ist ein kleines Wunder an Einfallsreichtum. Kaum ein anderes Werk des jungen Beethoven vereint eine so große Fülle schönster melodischer Eingebungen auf so engem Raum und in so leicht fasslichen Formen.

Robert Schumanns energie- und gefühlsgeladenes, zunächst für F-Horn und Klavier geschriebenes Adagio und Allegro op. 70 spielt Cello-Professor Jan Ickert gemeinsam mit Tomoko Ichinose (Klavier). Das Adagio hieß ursprünglich Romanze und zeigt auffallende Ähnlichkeiten zum Adagio aus Schumanns 2. Sinfonie. Das Allegro ist ein für den Komponisten typischer Gefühlsaufschwung in Triolen, unterbrochen von versonnenen Episoden. Das knappe Stück enthält – einer zeitgenössischen Rezension zufolge – “Stellen innigsten, zartesten Ausdrucks, wie auch andere der feurigsten Leidenschaftlichkeit”.

Der Pariser Komponist Ernest Amédée Chausson (1855 – 1899) ist heute fast nur noch durch sein klangschönes und rhapsodisches „Poème“ für Violine und Klavier op. 25 bekannt, das sich wie die meisten seiner Kompositionen stilistisch zwischen den nachwagnerischen Werken von César Franck, Gabriel Fauré und Claude Debussy einordnen lässt. Christoph Schickdanz spielt dieses Bravourstück des Violin-Repertoires gemeinsam mit der Münsteraner Pianistin Eun-Jung Son, die in diesem Jahr anstelle von Alexei Petrov (Minsk) Klavierbegleiterin der Geigenklasse ist. Petrov konnte vor dem Hintergrund der Corona-Krise sein Heimatland Weißrussland nicht verlassen und musste seine Teilnahme schweren Herzens absagen.

Als stimmungsvollen Abschluss des Meisterkonzerts spielen die drei Streicher gemeinsam mit Tomoko Ichinose „Ständchen und Arabischer Marsch“ für Klavier-Quartett von Richard Strauß.

Regelmäßige Besucher der Leutkircher Konzerte werden die Festhalle Leutkirch bei diesen Konzerten mit Corona-gerechter Sitzordnung und völlig veränderter Atmosphäre erleben. Insgesamt stehen zweimal 99 nummerierte Sitzplätze zur Verfügung. 72 Besucherplätze verteilen sich auf neun Sitzreihen im Parkett der Halle, weitere 27 Stühle stehen mit großem Abstand zu einander auf den vier Erhöhungen im hinteren Bereich der Halle. Die Musiker spielen auf der Bühne. Auf diese Weise erleben die Besucher Kammermusik auf höchstem Niveau gewissermaßen „mit Abstand am besten“.

Karten gibt es bei der Touristinfo Leutkirch (Tel. 07561/87154) und online über den Ticketdienstleister Reservix. Restkarten an der Abendkasse ab 17.15 bzw. 19.45 Uhr.

Volkshochschule Leutkirch e. V. – Pressemitteilung

Das Bild zeigt (von links)  die Instrumentalprofessoren Christoph Schickedanz (Violine), Roland Glassl (Bratsche und künstlerische Leitung) und Jan Ickert (Violoncello).

 

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