DRK-Ortsverein Leutkirch freut sich trotz Corona über 526 Freiwillige

Leutkirch (gs) – In Zeiten der Corona-Krise ist alles anders. Diese Tatsache zeigte sich auch bei der Blutspende-Aktion des DRK-Ortsvereins Leutkirch, die von Mittwoch bis Samstag in der Leutkircher Festhalle stattfand. Gespendet wurde in Etappen und nach Anmeldung sowie unter Einhaltung schärfster Hygienevorschriften sowie Abstandsregelungen. Wer spenden wollte, musste sich im Vorfeld anmelden. Im Viertelstundentakt wurden jeweils nur bei sieben Personen Blut entnommen. Ein Umstand, der gegenüber Blutspende-Aktionen in Zeiten vor Corona keine Wartezeiten hinter sich herzog.

So mussten die Freiwilligen, angefangen mit dem Abgleich der Terminliste, der üblichen Registrierung, zum Gang ins Labor und zum Arzt sowie mit der Blutabnahme einen Zeitraum von oftmals nur eine halben Stunde, ihrer Freizeit in die Aktion investieren. Das beliebte Vesper aus der hauseigenen DRK-Küche musste allerdings hinsichtlich der aktuellen Situation entfallen. Dafür gab es für jeden Spender zur Belohnung sowie um wieder krafttanken zu können, neben Getränken, Bananen, Gummibärchen oder Schokolade. Insgesamt haben sich an der viertägigen Aktion 526 Personen nicht nur aus dem Kerngebiet Leutkirch, sondern auch aus der gesamten Region angemeldet. Darunter befanden sich 38 Erstspender. Glücklicherweise musste nur 13 Freiwilligen aus verschiedenen Gründen von einer Teilnahme abgeraten werden. Unter den Freiwilligen befand sich auch Huy Pham aus Wangen, der bereits zum neunten Mal sein Blut spendete. „Es ist mir einfach wichtig, insbesondere in Zeiten von Corona helfen zu können“.

Auf die Frage, ob der Pikser weh getan habe, antwortete er: „Nein natürlich nicht“. Stefan Sigg aus Aitrach, der immerhin am Samstag seine 56 Blutspende hinter sich brachte, erklärte: „Corona-Krise hin oder her. Wir hatten mal in unserer Familie einen schweren Unfall. Daraufhin habe ich beschlossen, regelmäßig zum Blutspenden zu gehen“. Jonas Reutlinger aus Leutkirch und zum 16 Mal mit dabei, meinte: „Sollte ich jemals in die Situation kommen, selber Blut zu benötigen, bin ich auch froh, wenn ich welches bekomme“. Helfen wollte auch der 20fache Blutspender Konrad Schwenk aus Rohrdorf. Er sagte: „Ich gehe davon aus, dass das DRK in Zeiten von Corona noch mehr Blutspenden benötigt wie sonst. Vermutlich alleine schon für die Krankenhausversorgung“.

Ältere Blutspender seien laut DRK-Bereitschaftsleiterin Claudia Gasafi oftmals ferngeblieben: „Unsere älteren Spenden sind wegen der Auflagen vielfach weggeblieben. Ich bin mir jedoch sicher, dass die wieder regelmäßig kommen, wenn irgendwann mal wieder Normalität angesagt ist“, vermutet Gasafi, die sich mit dem Blutspende-Ergebnis sehr zufrieden zeigte. Floribert Föhr, stellevertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Leutkirch erklärte: „Nachdem die Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen immer weiter voranschreitet, gehen die Ärzte und Krankenhäuser über, zurückgestellte Operationen aufzunehmen, das heißt die Behandlungsfrequenz und Operationstätigkeit wird wieder hochgefahren.

Die Folge ist, dass eine extreme und schnelle Bedarfssteigerung an Blutpräparaten stattfindet. Blutpräparate sind nur kurzfristig haltbar, deshalb konnten während des Shutdowns auch keine langfristigen Vorräte angelegt werden.

Bildunterschrift: In Zeiten von Corona kann nur noch in kleinen Gruppen Blut gespendet werden. Das A und O dabei ist, die absolute Pflicht einen Mund-Nasenschutz zu tragen.

Scroll to Top