Duftende Kreativität: Birgit Menig und Ursula Schneider gestalten Fronleichnams-Blumenteppich

Leutkirch – Das verspätete Frühjahr hat es den zwei neuen Blumenteppich-Zuständigen nicht leicht gemacht. Blütenblätter wie die von der Pfingstrose gab es noch nicht viele, während andere bereits verblüht waren. Doch Birgit Menig und Ursula Schneider, die diese kreative und duftende Aufgabe zum Fronleichnamsfest nun erstmals übernommen haben, konnten letztendlich viele verschieden farbige Blüten sammeln und bekamen auch einiges gespendet. Aus lilafarbenem Flieder entstand in der Mitte ein Kreuz, fluffig gelegt in unterschiedlichen Farbtönen, umrahmt von frischen hellgrünen Tannenspitzen. Weitere Hingucker sind die Sonne mit gelben Tulpenblüten und das breite Band mit goldenen Sonnenblumen auf getrocknetem Gras.

Dafür wurde extra noch der Rasen zu Hause gemäht, ein Strauß mit Sonnenblumen spendete das Blumengeschäft Mayrhofer. Auch Nachbarn und Freunde brachten Blütenblätter und so konnte mit Hornveilchen, Akeleien, Hortensien und Rhododendron eine bunte Vielfalt eingebracht werden. Auch Margeriten, Gerbera sowie Rosenblätter dürfen beim Blumenteppich nicht fehlen.

„Genau planen konnten wir das Bild nicht, weil wir dann beim Legen schauen mussten, was es an Material gibt und wie weit uns die verschiedenen Blüten reichen“, erklärt Ursula Schneider, die als gelernte Dekorateurin ganz spontan Ideen einbrachte. Birgit Menig ist seit langem in der Pfarrei engagiert, bei Familiengottesdiensten, sowie als Kommunionhelferin und so fanden sich die beiden Frauen als Nachfolge von Anita Gretz, die 20 Jahre Blumenteppiche für St. Martin gelegt hat.

Jahresmotto: Mut tut gut

Natürlich fand auch das Jahresmotto „Mut tut gut“ einen Platz und wurde mit weißen Blüten gelegt und dann die Umrandung mit Gras und Farnen abgeschlossen. Mit Blütensammeln und Legen waren die kreativen Frauen rund 15 Stunden ehrenamtlich im Einsatz, inklusive einigen Yoga-Übungen, um das duftende Material auf der 3 mal 3 Meter großen Platte an seinen Platz zu bringen. Am Schluss wurde alles mit Wasser und ein bisschen Haarspray besprüht, damit der Blumenteppich möglichst lange hält, zumindest bis kommenden Sonntag.

Wenn die Witterung es erlaubt, wird der Fronleichnamsteppich immer am Kornhausplatz gelegt, wo auch der Festgottesdienst mit anschließender Prozession stattfindet. Durch die Corona-Maßnahmen war dies nicht möglich. Doch immerhin spielten einige Bläser der Stadtkapelle früh morgens die sogenannte Tagwacht vor dem Pfarrhaus am Marienplatz, was in der ganzen Stadt zu hören war.

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