Durch Ehrenamt über 60.000 Euro gespendet: Viele Frauen stehen mit Leidenschaft hinter Kinderkleider-Basare

Leutkirch – Leutkirch hat die größten Kinder- und Teeny-Kleiderbasare der Region mit rund 20.000 Artikeln im Angebot. Zwei Mal im Jahr, im März und im September, wird er seit Jahrzehnten von engagierten Frauenteams ehrenamtlich organisiert. Auf dem Bild ist sozusagen schon die “zweite und dritte Generation Frauen”, die den Basar mit viel Leidenschaft weitermacht. Was die CDU-Frauen in den 80er Jahren im Katholischen Gemeindehaus in Leutkirch begonnen haben, wo es nur um Fest- und Kommunionkleider ging, wurde 1991 von rund 20 jüngeren Frauen übernommen und nun wiederum an jüngere „weitervererbt“. Nicht nur die Waren sind in den letzten zwei Jahrzehnten von 10.000 auf fast 20.000 hochgeschnellt, die Vielfalt ist größer, von der Baby-Ausstattung bis zu XL-Teeny-Größen für Jungs und Mädels.

Inzwischen sind Spielwaren und Bücher komplett im Untergeschoss in der Festhalle, auf der Bühne die Baby- und Kleinkinderware mit Zubehör. Teenys haben ihren eigenen Raum, getrennt nach Jungs und Mädels. Während dem Verkauf sorgt der Förderverein der Schule am Adenauerplatz für Kaffee und Kuchen.

Seit 1986 findet der Kinderkleiderbasar (KKB) in der Festhalle statt. Stundenlanges Sortieren.

Für Tausende von Artikeln, die in wenigen Annahme-Stunden körbe- und kistenweise hereinkommen, braucht es ein gut funktionierendes Team, jetzt unter der neuer Leitung von Carolin Hösch, Rosi Baur und Andrea Weidner. Alle Kleidungsstücke werden nach Größen sortiert, ebenso Ober- und Unterbekleidung, Schuhe und Jacken, alles fürs Baby samt diverses Zubehör wird auf Tischen übersichtlich „angerichtet“.  Stundenlang werden Kisten geräumt und die Waren aufgebaut, jeweils mit Schildern versehen, damit sich die Käufer gleich zurechtfinden.

„Seit Jahrzehnten ist es so, dass immer wieder neue Frauen ins Team kommen und so die Organisation und der Ablauf Hand in Hand läuft. Jeder weiß, was zu tun ist, jeder Handgriff sitzt“, erzählen Frauen, die von 1991 an immer noch dabei sind und inzwischen teils schon Enkel haben: Brigitte Göser, Cordula Erb, Rita Jeni, Elli Thaler und Elisabeth Gruber. Viele andere im Team arbeiten seit 10 und 15 Jahren mit.

Spenden pro Artikel – 60.000 Euro in 57 Basaren

Seit vielen Jahren läuft die Anmeldung samt Kundennummern mit bis zu 50 Artikeln pro Anbieter über das Internet, dennoch ist vor Ort alles Handarbeit, wie Aufbau, Listen, Preisschilder, Abrechnung, Rückgabe der Restware usw. Etwas weniger als die Hälfte der Waren findet neue Besitzer, daher ist hinterher die Arbeit fast mehr als in der Vorbereitung. Wie bei Profis ist alles in besten Händen. Für zwei Tage ehrenamtliche Arbeit gibt es das Privileg für die KKB-Frauen, in Ruhe Artikel für den eigenen Bedarf gegen Bezahlung auszuwählen.

Pro Artikel werden zehn Prozent einbehalten und der Betrag komplett gespendet, wie es die CDU-Frauen damals eingeführt haben. Insgesamt wurden bei 57 Basaren schon mehr als 60.000 Euro gespendet. Profitiert haben Schulen, Kindergärten, Familien in Notsituationen, Kinderhospiz, die Tafel, Frauenhaus in Ravensburg, der Förderverein für tumor-und leukämiekranke Kinder u.a.

Wichtig: Basar ist nicht nur ökologisch eine gute Sache, um Dinge weiter zu verwenden. Auch chemische Farbstoffe bei der Kleidung sind gut ausgewaschen, warum viele Frauen allgemein Kleider-Basare schätzen, nicht nur für Ihre Kinder.

Für 2019 ist es wieder geschafft – Rückgabe, Abrechnen, Durchatmen und Nachbesprechen – bis 2020 auf ein NEUES!

Bilder von 2019 u.a. Jahre

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