„Essen verbindet“ – Schwäbische Kultur trifft auf zahlreiche Nationen

Leutkirch (gs) – Etwa 120 Flüchtlinge sind am Mittwochabend einer Einladung der Agentur Inallermunde gefolgt und haben im Dorfgasthaus Hirsch, bei typisch Allgäuer Spezialitäten und Alphornklängen einen gemeinsamen Abend verbracht. Begonnen hatte der Abend zunächst mit einem kleinen alkoholfreien Umtrunk am offenen Feuer, bevor die Organisatoren ihre Gäste in den Stadl des Hauses zu einem leckeren Buffet einluden. Unter den Besuchern hatten sich zahlreiche Familien aber auch viele Einzelpersonen, sämtlicher Nationen, die in Leutkirch untergebracht sind, befunden.

 

Wer zu einem Fest eingeladen wird, der bringt natürlich auch Geschenke mit. So hatten einige Flüchtlingskinder die größte Freude am Verteilen von selbstgebackenen kleinen Leckereien. Neben typisch schwäbischen Speisen, wie Kässpätzle oder Maultaschen mit Kartoffelsalat waren  beim Buffet auch einige afrikanische Speisen zu finden. Diese wurden durch drei junge Männer aus Gambia und unter der Leitung von Aladin Saidykhan gekocht, der sich bei den Gastgebern im Namen aller Flüchtlinge für die Einladung bedankte. Vor und nach dem Essen versorgte das Leutkircher Alphorntrio die Gäste mit Klängen aus ihren langen Rohren, bevor sich afrikanische Trommler zu ihnen gesellten. Eine eigenartige Mischung, die besonders bei den Kindern große Augen auslösten. „Wir wollen mit euch einen schönen Abend verbringen und sind der Meinung, dass Essen einfach verbindet“, sagte Inallermunde-Geschäftsführer Christian Skrodzki. Gleichzeitig bedankte sich Skrodzki beim Helferkreis für Asyl für deren großes Engagement.

Selbstverständlich hatten die Organisatoren auch an die kleinen Gäste gedacht. So erhielt jedes Kind ein kleines Geschenk. Priska Wunden vom Helferkreis Asyl zeigte sich sichtlich erfreut über das gemeinsame Essen und sagte: „Ich finde  das ist eine nette Idee. Wir versuchen einfach zu zeigen, dass diese Menschen bei uns willkommen sind.“ Weitere Veranstaltungen zum gegenseitigen Kennenlernen seien angedacht. So möchte das Inallermunde-Team, laut Skrodzki ab Februar, einmal im Monat und unter dem Motto: „Essen ohne Grenzen“, Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, gemeinsam mit Leutkircher Familien an einen Tisch bringen.

Bildunterschrift:

Integration geht durch den Magen: Leutkircher Flüchtlinge erleben im Historischen Dorfgasthof Hirsch einen typisch schwäbischen Abend.

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