Fasnet ist „Ihr Ding“: Die Musiker der Allgaier Long Dongs sorgen für „mächtig Stimmung“ bei Bällen und Umzügen

Leutkirch – Die Gründung der Allgaier Long Dongs geht auf die Fasnet 1999 zurück. Die jüngeren Musiker der Kapellen Willerazhofen, Reichenhofen und Engerazhofen hatten die Idee und Lust, als Fasnets-Band fetzige Musik zu machen. Bei der ersten Probe entstand zu später Stunde der Name Long Dongs, was angeblich keine Bedeutung hat. Manfred Schuhmacher aus Willerazhofen übernahm die musikalische Leitung der jungen Gruppe bis 2009. „Wir hatten zunächst kein richtiges Häs, man zog mit Lodenmantel und einem Filzhut mit Reisigzweigen los“, erinnert sich Florian Sauter, der als einziges Gründungsmitglied noch aktiv dabei ist und „Unser erster Fasnetsumzug war in Aichstetten, zwei Tage nach der ersten Probe, mit 15 Musikern“.

Bald kannte man die neue junge Fasnetsmusik als Allgaier Long Dongs und erkannte sie an ihrem markanten grasgrünen Häs mit gelbem Hemd und lila Shirt. Die Musiker engagieren sich in der Region, spielen auf Umzügen wie in Aitrach, Aichstetten und Tannheim, in Memmingen und Bad Wurzach, Gebrazhofen und Ratzenried. Auch beim Großen Narrensprung in Leutkirch sind die Long Dongs mit nicht mehr wegzudenken.

Guggenmusik vom Feinsten

Auf Fasnetsbällen sorgen sie zu später Stunde für mächtig Stimmung mit ihrer Guggenmusik und Liedern zum Mitsingen. Da bleibt kaum jemand sitzen, da muss man mitjucken und klatschen. Als Dirigenten fungierten ab 2009 Werner Mangler, Roland Gaile, Hans-Peter Gaile und bis heute ist es Oliver Herz.

Ihr Fasnetsruf heißt Huah – Zieha und kann als Urschrei, bzw. als Aufruf zum Trinken gedeutet werden. Die Long Dongs hatten in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer regen Zuwachs und inzwischen kommen die Musiker aus weiteren Kapellen wie Diepoldshofen, Heggelbach, Schloß Zeil, Herlazhofen, Gebrazhofen, Ziegelbach und Seibranz. Das Repertoire wird ständig aktualisiert und erweitert. Die Besetzung mit Trompeten, Posaunen, Tuben, Trommeln und einigen Schlagzeugwagen kommt inzwischen auf 35 Mann. Dagmar Roggors war viele Jahre als „Longdine“ dabei.

Besondere Höhepunkte waren Auftritte in Oberstdorf. „Wir haben den Gästen und den deutschen Springern beim Skifliegen an der Heini-Klopfer-Flugschanze mit Guggenmusik eingeheizt und die Wettkämpfer angefeuert“, schwärmt Florian Sauter aus Willerazhofen.

Foto vom Narrensprung in Leutkirch 2018

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Über Carmen Notz

Freie Journalistin für die Beilage "Leutkirch hat was" seit 2008 und der online-Zeitung "Wir in Leutkirch" seit Herbst 2013, beides Produkte der Schwäbischen Zeitung, Lokalverlag Leutkirch.