Friedenslicht aus Bethlehem wird von der Pfarrkirche St. Martin aus verteilt

Leutkirch – „Ich wollte es selbst holen, in Wangen, aber dann kam ein Herr vom Regina Pacis und meinte, er hätte das Licht schon aus Memmingen bekommen“, sagt Pastoral-referent Benjamin Sigg, „da konnte ich mir die Fahrt sparen.“ Die Rede ist vom Friedenslicht, das seit 1986 jährlich in den Wochen vor Weihnachten von einem Kind in der Geburtsgrotte von Bethlehem entzündet wird. Von dort aus reist es im Flieger nach Wien und kommt dann mit Zügen und Bussen durch den ganzen Kontinent. Die Idee vom weitergetragenen Symbol des Friedens stammt ursprünglich von den Pfadfindern. Vergangenen Montag ist das Licht auch im Bundestag angekommen und dort von der Vizepräsidentin Claudia Roth in Empfang genommen worden.

„Es war gar nicht so leicht herauszufinden, wo sich das Licht gerade befindet“, so Sigg. Jetzt ist es also in Leutkirch angekommen und kurz bevor es am Samstagabend beim Jugendgottesdienst an alle Besucher verteilt wird, haben es die KJG-Gruppen mit ihren Leitern, dem Pastoralreferenten und ein paar Friedenslichtbegleitern zu bedürftigen Menschen getragen. Zu den Altenheimen wurden die Lichter gebracht, zu St. Katharina und auch zu einzelnen Kranken oder gerade verwitweten Personen. Im Seniorenzentrum Carl-Joseph wurde das Licht regelrecht erwartet und sogar das Rosenkranzgebet unterbrochen, um Kinder und Kerze in Empfang zu nehmen.  „Das ist einfach ein schönes Zeichen im Advent“, so Sigg, „und die Kinder lernen so, dass man auch ohne Geld Freude schenken und ein bisschen Licht an Orte bringen kann, wo es vielleicht gerade nicht so hell ist.“ Wer das Friedenslicht teilen möchte, um es mit nach Hause zu nehmen, kann dies nach dem Jugendgottesdienst am heutigen Samstag tun – entweder mit eigenen Kerzen oder mit einer Friedenslichtkerze, die es vor Ort zu kaufen gibt.

Informationen: Der Jugendgottesdienst ist heute um 19 Uhr. Dabei wird auch Denis Hemer, der künftige, neue Jugendreferent der Kirchengemeinde St. Martin vorgestellt.