Guardini-Messe mit gregorianischen Chorälen in der Pfarrkirche Urlau

Urlau – Der Abendgottesdienst mit Texten und Gebeten von Romano Guardini (Priester, Religionsphilosoph und Theologe, 1885-1968) ist auf große Resonanz gestoßen. Pfarrer Marc Grießer hatte Bernhard Theinert von der Schola Cantorum Lorchensis für die musikalische Umrahmung eingeladen. Die ideale Akustik im Chorraum brachte die zahlreichen gregoriansichen Gesänge auf lateinisch besonders schön zur Geltung. In den ausgelegten Blättern konnte man die deutsche Übersetzung mitverfolgen.

„Dem Wesentlichen auf die Spur kommen, dem Glauben näher kommen, in Zuversicht und Vertrauen auf Jesus schauen und bauen, Psalmen singen und verinnerlichen“, war nicht nur Guardinis Leidenschaft, das kam auch gut in der Messe mit dessen Gedanken und Gebeten an. In seiner Predigt ging Pfarrer Grießer auf die Schwächen und Verletzlichkeiten der Menschen ein, die auch Jesus bei seiner Menschwerdung ertragen hat. Er hat überzeugen und argumentieren müssen und bis heute muss man Menschen für den christlichen Glauben dadurch gewinnen. Jeder habe seine Wahrheit, sei unvollkommen, aber darin liege auch Verheißung.

Mit Geduld und Gottvertrauen könne sich die eine Wahrheit durchsetzen und stark werden, denn Christus sei die Wahrheit.
Die Fürbitten waren für Menschen, die sich verloren und einsam fühlen, und für die Einheit der Kirche in dieser zerrissenen Zeit. Zum Schluss erklang eine marianische Antiphon und man sprach das Gebet für die Seligsprechung von Romano Guardini, der sein Leben und Wirken überwiegend in Deutschland verbrachte und sogar ganz in der Nähe, in Mooshausen bei Aitrach von 1943-45 im Exil lebte.

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