HMG-Theater: „Die Nashörner“ oder: MACHT macht GLEICH am 15. und 16. Mai im Cubus

Leutkirch – Am 15. und 16. Mai öffnet sich wieder der Vorhang im Cubus zu einem Stück der Mittel- und Oberstufen-Theater-AG des Hans-Multscher-Gymnasiums. Es geht um die Frage: „Soll ich mich anpassen, um möglichst nicht aufzufallen oder mich der Masse fügen?“  Eugène Ionescos „Nashörner“ erzählt von einer Stadt, deren Bewohner sich nacheinander in Nashörner verwandeln. Das Erstaunliche daran: Nach einer kurzen Schrecksekunde, in der die Menschen die Verwandlung wahrnehmen, gehen sie wieder ihren Alltagsgeschäften nach. Als wäre nichts gewesen. Es scheint eine Macht zu geben, die alle gleich macht. Nur eine Figur des Stücks wehrt sich gegen diese Entwicklung. Bis zum Schluss. Karten für „Die Nashörner“ gibt es im HMG-Sekretariat und in der Touristinfo oder Restkarten an der Abendkasse.

Aktueller denn je!

Der französische Dramatiker Ionesco schrieb dieses Stück in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Er prangerte damals das autoritäre Frankreich unter De Gaulle an.
In Deutschland wurde das Drama als eine Parabel auf den Nationalsozialismus gedeutet. Heute sitzen die Gleichmacher anderswo. Die Wiederbelebung autoritärer Systeme weltweit macht die „Nashörner“ aktueller denn je.

„Die Spielerinnen und Spieler proben seit Monaten und haben sich wieder einiges einfallen lassen, um das Werk des sogenannten „Absurden Theaters“ kurz und knackig auf die Bühne zu bringen. Die Zuschauer erwartet ein kurzweiliger Abend von grotesker und absurder Komik, der zum Nachdenken anregen soll“, schwärmt Lehrer Thomas Moser, der die Theater-AG betreut. Die Gruppe arbeite mit absoluter Reduktion und bringe nur ihr Spiel und ihre Charaktere auf die Bühne. Unter hohem Einsatz werde derzeit im letzten Probenmarathon noch die „letzte Schärfe“ eingearbeitet. Regie führen Maria Bertele, Michelle Modery und Thomas Moser. Zur Premiere spielt ab 19 Uhr zum Empfang die Lehrer-Band „Quattro Stagioni“.

Text und Bild (HMG):
Die hoch motivierte Gruppe bei der Probe: Während alle im Büro (hinten v.l.n.r: Angelika Postovoj als Frau Ochs, Michelle Modery als Frau Schmetterling, Lada Petrenko als Daisy, Wanda Ruetz als Wisser) mit sich selbst beschäftigt sind, scheint Hans Behringer (vorne: Lena Schäffeler) der Einzige zu sein, der ins Grübeln kommt.“

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