Im historischen Glasmacherdorf gibt es am Ostermontag für die ersten Besucher ein buntes Programm

Leutkirch (kam) – Im historischen Glasmacherdorf Schmidsfelden – wichtigster touristischer Anziehungspunkt in Leutkirch – geht am Ostermontag, 28. März, die Winterpause zu Ende. In der historischen Glashütte läuft der Ofen ab sofort wieder auf Hochtouren. Und in der Umweltstation gibt es eine beindruckende Ausstellung über die größten Flugkünstler unter den Insekten. Ihr Titel: „Libellen – Diamanten der Lüfte“. In den Wintermonaten war die Dorfgemeinschaft in Schmidsfelden unter sich. Doch wie schon seit vielen Jahren bringen auch in diesem Frühjahr die Besucher des Glasmuseums, des Glasstudios und der Umweltstation ab Ostermontag touristisches Leben in das historische Glasmacherdorf zurück. Die Dorfgemeinsachaft freut sich auf Gäste aus nah und fern. Auftakt der Saison ist traditionell der Ostermontag.

 

Ab 13 Uhr können die Oster-Besucher im Glasperlenstudio Charly Hummel bei der Herstellung seiner Glasperlen zusehen. Nur wenige Glasmacher in Deutschland beherrschen die Technik, die sich Hummel von einem amerikanischen Kollegen abgeschaut hat. Bei 1500 bis 2000 Grad Celsius verarbeitet Hummel am Gasbrenner das Boro-Silikat-Glas und formt sie zu den Murmeln, die im Glasperlenstudio in Schmidsfelden reißenden Absatz finden.

Auch schon eine liebgewordene Tradition ist das Frühlingsliedersingen, zu dem sich Dorfbewohner und Gäste um 14 Uhr am Osterbrunnen treffen. Je nach Wetter werden die fröhlichen Sänger, begleitet Rolf Merkli und seinen Musikanten, nach der Eröffnung ins Glasmagazin umziehen, wenn es draußen zu kalt sein sollte.

Eine beeindruckende Ausstellung hat der Umweltkreis in der Umweltstation vorbereitet. In diesem Jahr geht es um die größten Flugkünstler unter den Insekten, die Libellen. Die Ausstellung von Bastian Kathan (Leutkirch) ist mit Unterstützung des des Natur- und Umweltfonds der Kreissparkasse Ravensburg organisiert worden.

Hier haben die Besucher Gelegenheit einzutauchen in die faszinierende Welt der „Diamanten der Lüfte“ und sich begeistern zu lassen von der unglaublichen Vielfalt an Eigenschaften und der spannenden Lebensweise der Libellen verzaubern. Seit dem Mittelalter begegnet der Mensch den Libellen auf unterschiedlichste Art und Weise, sei es voller Bewunderung oder gar voller Respekt und Misstrauen. Doch wie genau erlebt eigentlich jeder Einzelne diese filigranen Flieger? Da sie oftmals nur beim Vorüberfliegen beachtet werden, sind sie für viele nur eine der unzähligen Tiergruppen des Insektenreiches. Doch es steckt mehr hinter diesen anmutigen Kreaturen, als man auf den ersten Blick vermutet. Die Libellen sind facettenreiche und faszinierende Geschöpfe un d haben eine beachtliche Bedeutung im Ökosystem.

Ab 16 Uhr begrüßt Glasmacher Stefan Michaelis dann die ersten Gäste der neuen Besuchersaison in der Glashütte und lässt die Besucher teilhaben an der Handwerkskunst des Glasmachens. Schon seit einigen Tagen heizt der Glasmacher seinen Ofen. Ab Ostern wird er wieder täglich 70 Kilogramm Glas zu kunst- und stilvollen Einzelstücken verarbeiten: Trinkgläser, Glaskugeln in unterschiedlichen Farben als Zierde für den Garten, die kleine Schmidsfeldener Kunstfigur „Glasius“ – und natürlich auch das spezielle Glas, das Stefan Michaelis zur 1250-Jahr-Feier der Stadt Leutkirch entworfen hat. Michaelis vertreibt seine Glaskunst im Schmidsfeldener Glasladen und im Internet.

Die erste große Veranstaltung nach der Eröffnung wird dann am Muttertagswochenende 7./8. Mai das historische Markttreiben in Schmidsfelden sein. Mehr als 50 Kunsthandwerker bieten dann ihre Waren an und lassen sich auf die Finger schauen. Kinder können zum Kasperltheater gehen, sich einen Mosaik Spiegel anfertigen, oder beim Filzen zuschauen. Auch kann gesehen werden, wie der Töpfer seine Keramikware herstellt, Seile gemacht werden, oder außergewöhnliche Musikinstrumente funktionieren. Uns natürlich gibt es leckeres Essen und feine Getränke aus der Region.

 

Nähere Informationen unter http://www.schmidsfelden.net/events/markttreiben.html

 

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