“Immer nah an der Kunst” – Schulkunst-Ausstellung ist noch bis 18. Januar zu sehen

40 Jahre lang hatte Otto Schöllhorn das Fach Kunst an der Werkrealschule (ehemalige Hauptschule) am Adenauerplatz unterrichtet. Seit vielen Jahren plante er, Schülerarbeiten in einer öffentlichen Ausstellung zu präsentieren, im Zusammenwirken dieser Arbeiten einen Zusammenklang von Farben, Formen und Techniken herzustellen, was in einer Galerie wie im Kornhaus besonders wirksam ist. „Ich möchte mit dieser Ausstellung zeigen, auf welches kreative Können und handwerkliches Geschick man bei Schülern der Werkrealschule stößt, wenn man den Schülern Zeit und Möglichkeiten gibt, sich künstlerisch zu betätigen und wie es möglich ist, Begeisterung und Freude an diesem Fach zu wecken“, sagt Kunsterzieher Otto Schöllhorn, zudem Vorsitzender des Leutkircher Kunstvereins. Die Ausstellung wurde  im Kornhaus über zwei Etagen installiert und ist  jeweils zu den Öffnungszeiten zu sehen. Otto Schöllhorn erzählt:

 

„Heute machen wir aber Kunst“ war ein Satz, den er im Laufe eines trockenen Unterrichtsvormittags immer wieder von seinen Schülern zu hören bekam, deren künstlerisches Betätigen eine kreative Abwechslung und Auftanken verbrauchter Energien ermöglichte. „Immer nah an der Kunst“ lautet daher der Titel dieser Ausstellung und bedeutet, dass oftmals große Namen aus der Kunst Anregung boten, dass gerade in den achtziger und neunziger Jahren die amerikanische Pop-Art zur Anregung diente: Rauschenberg, Nevelson, Oldenbourg, Niki de St. Phalle, dann die „Neuen Wilden, in der jüngeren Zeit dann Penck, Haring, Graffiti, Street-Art und der ganze Bereich des modernen Design. Räumliches, plastisches Gestalten erzielt bei den Schülern einen besonderen Reiz: handfestes Umgehen mit Materialien, Papier und Kleister, richtig handwerklich arbeiten, zu erleben, wie aus einer Vorstellung ein räumliches Objekt entsteht. Da wird Begeisterung spürbar in der Auseinandersetzung mit Dingen, denen die Schüler begegnen, mit denen sie gern umgehen, Graffiti, Street-Art, modernes Design auf Snowboards, einer Imbissbude. Aber auch Themen, die die Schüler beschäftigen: Jugendlichkeit, Liebe, Leid.

Den Schülern die Möglichkeit geben, in allen Techniken ihr Können zu zeigen, sei es im Darstellen von Stadtansichten von Leutkirch, im Entwerfen von Designobjekten oder im Ausprobieren grafischer Techniken, im expressiven Malen auf großem Format in Verbindung mit Collageteilen oder im Erstellen von Großobjekten. Was kann man aus Teppichbodenrollen machen, aus großen Kartonstücken aus dem Wertstoffhof? Wie entstehen angebissene Äpfel oder Zerknüllte Coca Cola-Dosen im Großformat? Solche Objekte und der ganze Bereich bildnerischer Techniken können in dieser Ausstellung noch bis 18. Januar 2014 im Kornhaus zu den jeweiligen Öffnungszeiten besichtigt werden. Gegen Ende der Ausstellung können die Arbeiten von den „Künstlern abgeholt werden. Restliche Arbeiten werden dann zugunsten des Fördervereins der GWRS Leutkirch versteigert.

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