Jahreshauptversammlung Hieber-Gedächtnisverein: Neuer Dokumentarfilm ist fertig, Kreuzwegeinweihung und Pfarrhaus-Café in Merazhofen geplant

Merazhofen – Nach dem Festgottesdienst zum 50. Todestag von Pfarrer Hieber am 4. Januar (siehe Artikel) hat der Pfarrer-Hieber-Gedächtnisverein wie jedes Jahr seine Jahreshauptversammlung im Pfarrstadel abgehalten. Rund 200 Mitglieder der inzwischen fast 800 waren anwesend und wurden vom Vorsitzenden Armin Fehr begrüßt. Der Vorsitzende Dekan Kurt Benedikt Susak war durch ein Schneechaos in Davos verhindert, er verfasste per Mail seinen Jahresrückblick, der vorgelesen wurde. Unter den Gästen waren vier Seelsorger sowie der Großneffe von Pfarrer Augustinus Hieber, August Ströbele mit Frau aus Straßdorf, dem Geburtsort Hiebers. Zwei wichtige Dinge geschahen 2017: In unzähligen ehrenamtlichen Stunden hat die Vorstandschaft und auch besonders die Geschäftsstellenleiterin Angelika Sommer sowie einige Darsteller aus Merazhofen und der Region dazu beigetragen, dass eine 90-minütige Filmdokumentation über das Leben und Wirken des legendären Pfarrers Augustinus Hieber (1886 – 1968) entstehen konnte.

Der Film wurde nach der Versammlung erstmals den Mitgliedern vorgeführt, ab 7. Januar wird er im K-TV mehrmals ausgestrahlt, sieh unten. Im Film kommen mehrere Zeitzeugen zu Wort und es wird über wundersame Heilungen berichtet, wo Ärzte die Personen bereits aufgegeben hatten. Auch Pfarrer Siegfried Knauss berichtet, ebenso Maria Brigel (Bestatterin),  Familie Throner sowie Heimatfotograf Dominikus Miller aus Toberazhofen, der zudem etliche Fotografien zum Film beisteuerte. Als besonderes “Erlebnis mit Nachhaltigkeit” wird im Film die Wallfahrt nach Rom und St. Giovanni di Rotondo zu Padre Pio genannt, die Gläubige mit Pfarrer Hieber 1956 unternahmen, insbesondere die Begegnung von Pfarrer Hieber mit Pater Pio. Dekan Susak kommentiert im Film immer wieder die Bedeutung der Geschehnisse um Hieber. Ein Dankeschön ging an die Firma Knittel aus Friesenhofen für die schöne Gestaltung des Films.

Die unendliche Geschichte vom Kreuzwegbau

Projekt Kreuzweg: Die „unendliche Geschichte“ fand ein Ende. Die Spendenzusage von rund 100.000 Euro wurde zurückgezogen, die Bilder stehen nicht mehr zur Verfügung und so hat der Verein nun selber einen Kreuzweg erworben. Die 14 Stationen werden im Frühjahr am Weg auf den Hügel (Glaipfen) hinter Merazhofen aufgestellt, die Einweihung ist für Juni geplant.

Kassenprüfer Konrad Schöllhorn berichtete von einem guten Kassenstand, obwohl die Film- und Kreuzwegausgaben sehr zu Buche schlugen. Rund 20.000 Kerzen, umgerechnet 400 pro Woche wurden verkauft, was erahnen lässt, wieviele Gläubige und Pilger nach Merazhofen kommen und am Grab Kerzen aufstellen. Dank ging an die Familie Schöllhorn, die sich um den Kerzenverkauf in Merazhofen kümmert. Die gesamte Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Ein Cafe im sanierten Pfarrhaus

Dritter wichtiger Punkt und Ausblick auf 2018 war die Nutzung des nun frisch sanierten Pfarrhauses in Merazhofen, in dem Pfarrer Hieber 40 Jahre wohnte. Hier wird der Kirchengemeinderat Räume belegen, ebenso der Pfarrer-Hieberverein mit Geschäftsstelle und Museumsraum. Neu wird ein Pfarrhaus-Cafe sein, das Melanie und Christian Marka ab Herbst betreiben möchten. Mittels Beamershow stellten sie das Projekt und ihre Motivation vor. Die Markas hatten bereits einige Jahre im alten Pfarrhaus in Miete gewohnt, bevor sie gebaut haben und sind dem Pfarrhaus noch sehr verbunden. Mit einem Pfarrhaus-Cafe wird für die Bürger in Merazhofen und ebenso für die Pilger eine Einkehrmöglichkeit geschaffen. Es soll ein Haus der Begegnung werden. Mit dem Kreuzweg und dem Cafe bekomme Merazhofen einen „kulturellen Mehrwert“, hieß es in der Versammlung.

Es fanden bereits zwei Info-Veranstaltungen für die Bürger statt, um Ideen, Organisation und Arbeiten fürs Pfarrhaus gemeinsam zu erarbeiten und zu besprechen. Eine weitere Veranstaltung ist für den 21. Januar, von 13 bis 17 Uhr im Pfarrhaus geplant. In neuen Händen ist auch die Bewirtung des Pfarrstadels bei Veranstaltungen ab 2018. Konrad und Rosmarie Schöllhorn hörten nach gut 20 Jahren auf und gaben die Aufgabe in jüngere Hände: An ihren Sohn Christian mit Frau Yvonne und an Melanie und Christian Marka. Für ihren Einstand an der Hauptversammlung des Gedächtnisvereins gab es viel Beifall.

Text und Bilder von der HV und Filmausschnitte: Carmen Notz

Infokasten:
Der Dokufilm über Leben und Wirken von Pfarrer Augustinus Hieber wird wie folgt im K-TV erstmals ausgestrahlt: Am 7. Jan., um 21 Uhr, 8. Jan. um 11 Uhr, 9. Jan. um 18 Uhr, am 11. Jan. um 22.30 Uhr und am 12. Jan. um 17 Uhr – jeweils Teil 1. Der 2. Teil des Films kommt von 14. bis 19. Januar. Die Film-DVD ist auch über den Verein zu bekommen.

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