„Jesus war tot und ist real auferstanden“ – Vortrag lüftet das Geheimnis des Volto Santo mit dem Antlitz Jesu

Leutkirch – Viel Zuspruch hat der Vortrag von Schwester Petra-Maria Steiner im Saal des Regina Pacis gefunden, viele waren gespannt auf Bilder und Erzählungen um das Mysterium der einzigartigen Relique der Christenheit: Das Volto Santo, das seit dem 16. Jahrhundert in Manoppello bei Turin aufbewahrt wird, soll das Gesicht Jesu im Augenblick der Auferstehung zeigen, ein Tuch, das direkt auf dessen Gesicht gelegen haben soll. Mit schönen Landschaftsbildern von Manopello mit Olivenhainen und seinem Kapuzinerkonvent, in dessen Kirche das Tuch über dem Tabernakel öffentlich ausgehängt ist, führte Sr. Steiner ins Thema ein, erzählte von Pater Domenico (+ 1978), der als Entdecker, bzw. erster Apostel des Volto Santo gilt und zur gleichen Zeit wie Pater Pio gelebt hat. Schon dieser sagte über das Volto Santo: „Es ist das größte Wunder, das wir haben.“

Domenico, ein des öfteren strafversetzter Kapuziner, erkannte beim Beten in der Kirche als erster die Bedeutung des Gesichtes, dass es der auferstandene Christus sein muss. Er verehrte das Bild sehr und schrieb darüber. Nach seinem Tod 1978 wurden Publikationen veröffentlicht und auch ins Deutsche übersetzt.

Jesus blickt einen an

Sehr überzeugend waren die gezeigten Bilder des so lebendig wirkenden Gesichts auf dem Volto Santo in verschiedenen Lichtstimmungen, wenn morgens die ersten Sonnenstrahlen durch die große Kirchentüre einfallen, wenn man zum Bild aufschaut oder auch durchschaut, denn der Stoff ist um ein vielfaches dünner, als ein Haar. Es handelt sich um ein Tuch aus Meeresbyssus, eine Art transparentes Spinnengewebe, auf dem ein durch Verletzungen geschundenes Gesicht zu sehen ist, obwohl der feine Stoff nachweislich keine Farbe in sich trägt.

Viele Übereinstimmungen

Schier unglaublich waren auch die Bilder mit dem bekannten Gesichtsausschnitt des Turiner Grabtuchs, die über das Gesicht des Volto Santos geschoben wurden und exakt die gleichen Gesichtszüge und Hämatome aufwiesen. Das Besondere: Beim Volto Santo sind diese Wunden offenbar am Heilen, die Augen ganz klar geöffnet, die Pupillen verschieden groß, der Mund leicht offen, die Zähne sichtbar, was beim vierfach gefalteten Corpurale (Ganzkörpertuch) aus Turin nicht der Fall ist. Auch das sogenannte Bluttuch, das dem Grab beigelegt auf dem Gesicht war, zeigte die gleichen Gesichtszüge.

Eine Nadel hätte man fallen hören, gespannte Stille, fast Ehrfurcht lag im Raum, beim immer wieder kehrenden Anblick in das Gesicht von Jesus mit den sanften Augen, dem zarten Lächeln. Dazu gab es die Stelle aus der Bibel, wo es heißt, das Gesichtstuch lag extra und zusammengelegt neben dem Grab. Der Weg dieses Tuches führte von Jerusalem über die Türkei nach Rom in den Petersdom, wo es bis 1200 n. Chr. war. Sr. Steiner zeigte das Gesicht des Volto Santo auf Münzen aus Konstantinopel, auf Mosaiken und etliche Ikonen, die genau dieses Bild vom Antlitz Jesus schon lange vor dem 18. Jahrhundert zeigen.

Jesus ist mitten unter uns

Dass Jesus wirklich tot war, sei keine Frage, aufgrund der Kreuzigung, dem enormen Blutverlust und das Merkmal der Strangulation (Schatten unter der Unterlippe), betonte die überzeugte Ordensschwester der Vitacommunis Waiblingen, die im Sommer Pilgern das Volto Santo in Manoppello erklärt. Dass Jesus auch wirklich auferstanden ist, sei mit dem Volto Santo und all seinen Besonderheiten bewiesen und letztendlich ist die Auferstehung der Kern des christlichen Glaubens, ohne den sich das Christentum wohl kaum verbreitet hätte. „Er ist mitten unter uns, er ist unser Erlöser“, mit diesem „Glaubensbekenntnis“ der Sr. Petra-Maria und dem Segen von Pater Hubertus endete ein Abend, der noch viel Gesprächsstoff bei den Anwesenden ergab.

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