Jubiläum: 20 Jahre Markttreiben im Glashüttendorf Schmidsfelden am 12. & 13. Mai – Etwa 50 Kunsthandwerker, Attraktionen, Vorführungen uvm

Schmidfelden – Für viele Besucher ist es schon fester Brauch: Der Muttertagsausflug führt nach Schmidsfelden Dort, im historischen Glasmacherdorf nahe Leutkirch, findet traditionell am zweiten Maiwochenende das Markttreiben statt. Auch heuer, bei der 20. Auflage, werden wieder mehr als 50 Künstler und Kunsthandwerker ihre Stände aufbauen und Arbeiten aus Stoff, Holz und Metall, Schmuck, wohlriechende Seifen, Deko-Artikel oder Korbwaren anbieten. Außerdem gibt es Pflanzen und Kräuter und mancherlei Hübsches und Originelles für den Garten. Das Markttreiben in Schmidsfelden ist am Samstag, 12. Mai, ab 10 Uhr und am Sonntag, 13. Mai, ab 11 Uhr jeweils bis 18 Uhr geöffnet. In der Glashütte ist eine Museum eingerichtet, zudem finden hier ganztags Vorführungen statt.

Mittelpunkt des Dorfes ist die mächtige Glashütte. Bis 1898 rauchten hier die Schmelzöfen, dann war sie vorbei, die Zeit der Glasproduktion im Allgäu. Zumindest gut 100 Jahre lang. Mittlerweile wird in Schmidsfelden wieder Glas produziert: Glasmacher Stefan Michaelis fand im Dorf eine neue Heimat und knüpft an den einstigen Erfolg der Glasmacher in der Adelegg an. Im Glasstudio präsentiert er seine Handwerkskunst, im Museum in der Glashütte gibt es Informationen über die Geschichte der Glasmacherei. Während des Markttreibens dürfen Kinder in der Glashütte selbst ein Glasherz oder einen Glasgeist herstellen und Stefan Michaelis bei seiner „heißen Arbeit“ zuschauen. Im Zentrum des Markttreibens stehen traditionell die Aktivitäten der Glasmacherkunst in der historischen Glashütte. Stefan Michaelis und Mitarbeiterin Katharina Hagl führen vor, wie Glasgefäße oder Kugeln hergestellt werden.

Glasperlen von Gabriele Hummel – Kulinarisches

Im Oberhaus kann die Glasperlenherstellung von Gabi Hummel bewundert werden, auch gibt es ihre Kunst zu erwerben. Gegenüber liegt das Gasthaus Remise mit schönem Biergarten.  Zudem gibt es frische Allgäuer Kässpätzle oder Geschnetzeltes bei der Glashütte sowie Kaffee und Kuchen und kühle Getränke.

1678 waren die ersten Glasmacher aus dem Schwarzwald ins Allgäu gekommen: Die Glasmacherfamilie Schmid gründete in der Adelegg mehrere Hütten, zuletzt 1824/25 in Schmidsfelden. Mit der fortschreitenden Industrialisierung kam 1898 für die Glashütte Schmidsfelden das Aus, das Leben im Dorf musste fortan ohne die Glasmacherei weitergehen.

Neues Leben kam vor etwa 20 Jahren ins Dorf: Auf Initiative der Heimatpflege Leutkirch und der Projektgruppe Schmidsfelden wurde Haus für Haus saniert. Nun gibt es hier ein Glasmuseum, das Glasmagazin, aber auch ein Lokal und eine Naturschutzstation. Schmidsfelden hat sich seitdem zum wichtigsten touristischen Anziehungspunkt in Leutkirch entwickelt.

Text: Homepage Heimatpflege Leutkirch

Archivbilder: Carmen Notz

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