Kino-Feeling beim Konzert der Jugendkapelle Leutkirch-Achtal – Viel Beifall für das Vorstufenorchester

Reichenhofen – Abgedunkelter Saal, Popcorn-Duft in der Luft, Filmrollen und Luftballons als Deko – so empfing die Jugendkapelle (Juka) Leutkirch-Achtal samt Vorstufenorchester das Publikum am Sonntagabend im Pfarrstadel Reichenhofen. Ganz still wurde es zum ersten Juka-Filmtrailer, der mit viel Engagement von Juka-Dirigentin Anja Scheftschik und ihren rund 30 Jungmusikanten zwischen 14 und 24 Jahren gedreht wurde. Schöne Momente mit viel Herz, aber auch Gänsehaut-Feeling bei leicht gruseligen Bildern und Musik, die auf das Filmmusik-Konzert einstimmen sollten. Zunächst betrat das Vorstufenorchester mit rund 20 Jungs und Mädels zwischen 7 und 13 Jahren unter Leitung von Mathias Miller die Bühne. Zahlreiche Instrumente waren vertreten, darunter Tuba und Waldhorn.

Das junge Orchester zeigte ein harmonisches Zusammenspiel und recht gutes Können. Mit militärisch-anmutenden Trommeln präsentierten sie zum Auftakt „The sword of Lancelot“. Pia Geser überraschte als Solistin an der Flöte beim „Little Girl from Trinidad“. Alle vier Stücke bekamen viel Beifall und man konnte in zahlreiche strahlende Gesichter auf dem Podium blicken.

Musikalische Jugend der Teilgemeinden

Seit rund 15 Jahren gibt es die Juka Leutkirch-Achtal mit Kindern und Jugendlichen aus den Dörfern entlang der Ach, von Niederhofen über Unterzeil nach Reichenhofen und Diepoldshofen, ebenso aus Tautenhofen und Willerazhofen. Dirigentin Anja Scheftschik aus Alttann hat seit drei Jahren die Leitung und das Erbe der Dirigenten Thomas Wolf und Luis Lau weiter ausgebaut. „Als ich das Thema Filmmusik für unser Jahreskonzert vorschlug, waren alle hellauf begeistert“, erzählt sie den Gästen im Saal.

Vom Jurassic-Park zum Klima-Thriller

Nach dem mit Spannung erwarteten Film-Trailer der Juka ging es mit „King Arthur“ gleich imposant und royal-klangvoll ins musikalische Kino. Man konnte die Augen schließen und sich den Film gut vorstellen. „Was ist der Unterschied von Center Parcs zum Jurassic-Parc“, fragte die Dirigentin. Im CP gebe es keine Dinosaurier und schon hörte man diese Urtiere mit recht schaurig-schönen Melodien antraben. Vanessa Frey gab ihr Debüt als Solistin an der Trompete.

Mancher liest lieber das Buch, als den Film anzuschauen. Die Juka bot bei „The Hobbit“ beides: Kurze Lesungen wechselten mit mystisch-geheimnisvollen Klängen und begleitete den Zwerg auf seiner besonderen Reise. Meilensteine der Kinogeschichte präsentierte das junge Orchester mit viel Schwung, ein Medly von Filmen wie Madagaskar bis zu den Freibeutern der Karibik. Den ganzen Klangkörper der Juka durfte man beim Klima-Thriller „The Day after Tomorrow“ erleben und schließlich mit der Starwars-Mannschaft selber ins Universum abdriften oder im siebten Himmel der konzertanten Blasmusik aufwachen.

Quirin Roggors führte durchs Programm, erzählte Neues über die junge Kapelle und ihre Auftritte und lud zum traditionellen Weihnachtskonzert in der Kirche Schloß Zeil am 25. Dezember ein. Im vollbesetzten Pfarrstadel waren neben zahlreichen Angehörigen und Geschwisterkindern auch Dirigenten der Juka-Mutterkapellen, Stadtmusikdirektor Wolfgang Halder und Ortsvorsteherin Renate Falter.

Text und Bilder: Carmen Notz

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