Kirchenmusik St. Martin: Die Orgelmatinéen starten mit Geigerin Antonia Dauer und Regionalkantor Franz Günthner

Leutkirch – „Es ist ein tolles Werk und ein großes Stück organistischer Arbeit “, sagt Kirchenmusiker Franz Günthner über Georg Schneiders selten gehörtes Werk „Introduktion und Fuge über den Namen B-A-C-H“. Zum 60. Todestag des Leutkircher Komponisten wird er es zur ersten Orgelmatinée in diesem Jahr am 5. Mai auf der Orgel spielen. Eine liebgewordene Gewohnheit ist es in den letzten Jahren für den Kirchenmusiker und Organisten geworden, sich zu den jährlichen Auftaktkonzerten gerne „heimische Größen“ zu holen. Dieses Mal wird er von der Geigerin Aloisia Dauer begleitet, die international mit namhaften Orchestern unterwegs und auch hierzulande nicht unbekannt ist, da sie seit letztem Jahr an der JMS Geigenunterricht erteilt.

„Ich freue mich sehr auf dieses Konzert“, so Günthner, „weil ich mit ihr eine hochtalentierte Musikerin gewinnen konnte und wir ein wunderbar romantisches Programm zusammengestellt haben.“ Unter dem Motto „Ganz in Sehnsucht eingehüllt“ werden vor allem auch Werke von Josef Rheinberger zu hören sein. Nach dieser ersten Matinée, die für Mitglieder kostenlos ist, werden alle Besucher auf ein Glas Sekt vor der Kirche eingeladen. Allerdings nur bei gutem Wetter.

Zusammen mit dem Förderverein Kirchenmusik St. Martin, der im sechsten Jahr seit seiner Gründung auf soliden finanziellen Beinen steht und inzwischen auf 120 Mitglieder angewachsen ist, wie neulich auf der Jahreshauptversammlung zu hören war, hat der musikalische Leiter wieder ein „schönes und hörenswertes“ Jahresprogramm zusammengestellt. Bei den von Mai bis September stattfindenden Orgelmatinéen zur Marktzeit, die jeweils am ersten Samstag im Monat um 11.15 Uhr in St. Martin zu hören sind, werden wieder prominente Organisten aus aller Welt erwartet. An der Technik habe man nochmals gefeilt, die Übertragungen auf die Leinwand in den Kirchenraum weiter verbessert. Franz Günthner ist besonders stolz, dass er für den 4.8. den Organisten Nicolò Sari gewinnen konnte, der „sonst auf der ganzen Welt gefragt ist und für uns extra aus Venedig anreist“. Neben den Orgelmatinéen werden wie üblich ein Adventskonzert mit allen Chören am 9. Dezember sowie das Silvesterkonzert stattfinden. Hierbei wird das hiesige Ehepaar Matthias Haslach an der Trompete und die Sopranistin Gertrud Hiemer-Haslach den Organisten bei einem „ganz klassischen Konzert“ begleiten.

„Das ist dann auch schon die Überleitung zum Jubiläumsjahr 2019“, so Günthner, „für das die Planungen schon auf vollen Touren laufen.“ 500 Jahre St. Martin sollen auch kirchenmusikalisch gefeiert werden. Der Kammerchor Cantabile wird im Frühjahr ein Kantatenkonzert machen. „Wir selbst werden mit der Kantorei und der Kammerphilharmonie Bodensee-Oberschwaben dann im Herbst eine große Aufführung haben“, so der Regionalkantor. Als „groß dimensioniertes“ Werk hat er sich „The armed man“ von Karl Jenkins ausgesucht. „Es umspannt 500 Jahre Musikgeschichte und passt schon deshalb perfekt.“ Mit Schlagwerk – allein vier Musiker sind dafür nötig – und einer passenden Beleuchtung soll es „zum multimedialen Erlebnis“ werden.

Informationen:Die Orgelmatinéen sind am 5. Mai, 2. Juni, 7. Juli, 4. August und am 8. September jeweils samstags um 11.15 Uhr in St. Martin. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Die Auftaktveranstaltung am 5.5. ist für alle Mitglieder umsonst, zum anschließenden Sektempfang (nur bei schönem Wetter) vor der Kirche sind alle Besucher herzlich eingeladen.  Weitere Infos unter www.leutekirche.de

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