Klima-Streik in Leutkirch: Mehr Erwachsene, weniger Schüler – Forderungen, Musik und ein Riesen-Wespennest

Leutkirch – Am vergangenen Freitag fand zum 2. Mal der Friday for Future Day statt, den Leutkircher Jugendliche, bzw. Schüler organisiert hatten. Vom Bahnhof zog die Demo in Richtung Innenstadt durch die Marktstraße zum Kornhausplatz. Es waren keine 400 Schüler, so wie beim 1. Mal im März, dafür kamen mehr Erwachsene zur Kundgebung. “Make Love, not CO2” oder “Our home is on fire”, “Wald statt Asphalt” u.a. war auf Plakaten zu lesen, die Redner von der Greenpeace-Jugend, bzw. dem Orga-Team, Maja Ege und Luisa Schmidt, vom Jugendgemeinderat, vom KERNIG-Projekt u.a. forderten, dass JETZT etwas geändert werden muss, nicht erst irgendwann, wie z.B. der Kohleausstieg 2038. Viel Beifall, zwischendurch handgemachte Musik.

Michael Gretz wies auf die schwindende Humusdecke hin und dass sich bei der Bewirtschaftung der Böden vieles ändern müsse. Imker Hellmut Hirt aus Herlazhofen brachte ein Riesen-Wespennest auf die Bühne, grau wie ein Felsbrocken, noch ein wenig bewohnt, furchterregend. Er erklärte, dass dies dem heißen Sommer 2018 zu “verdanken” war und hielt ein Plädoyer für den Kreislauf der Natur und was bei Klimaveränderungen und Giften in Luft und Boden geschehen kann. Am Ende der Nahrungskette steht der Mensch.

Redner Julian Aicher sprach sich für alternative, bzw. regenerative Energien aus, wie Sonne, Wind- und Wasserkraft, was mehr oder weniger kostenlos zur Verfügung stehe und Energiebedarf genauso decken kann. “Lond it luck” rief er auf, die Demo sei Unterricht im Freien. Für alle Sprecher gab es viel Applaus.

Die gelungene Veranstaltung bei angenehmen Temperaturen hätte mehr Besucher verdient, bzw. auf den Plan rufen müssen.

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