Konzert mit Vogler-Quartett

Urlau – Christian Segmehl möchte 2020 noch mehr Musik und Kultur ins Allgäu bringen. Er nutzt seine Kontakte zu international bekannten Ensembles, die mit ihm zusammen auftreten. Los geht es am 12. März mit dem Vogler Quartett, einem Streichquartett. Am 4. Juni folgen die Sängerin Sarah Maria Sun und Paul Rivinus am Klavier, der weltweit als Solist gefragte Schlagzeuger Johannes Fischer tritt am 12. September auf. Den Abschluss machen am 14. November Martin Spangenberg (Klarinette) und Katharina Kegler (Klavier). Bei den ersten drei Konzerten wird auch Segmehl selbst mit dem Saxofon mitwirken.

„Ich habe Spaß am Organisieren und möchte der Region etwas zurückgeben“, erklärt der Leutkircher Saxofonist seine Motivation. Den Gedanken, eine eigene Konzertreihe zu gründen, habe er schon lange. Nun sei der richtige Zeitpunkt. Der Auslöser war die neue Genussmanufaktur in Urlau, beziehungsweise konkreter der dortige Weiße Saal, der für Segmehl eine perfekte Location ist. Um so in einem relativ kleinen Rahmen seine eigene Begeisterung für die Musik mit den Konzertbesuchern zu teilen. Etwa 60 Zuhörer hätten dort Platz. Im zweiten Veranstaltungsraum, der historischen Glashütte Schmidsfelden seien es etwa 120 verfügbare Plätze. Für 2020 sind je zwei Konzerte in Urlau und Schmidsfelden geplant

Das Besondere dabei: Bei den Musikern, die Segmehl für sein Projekt begeistern konnte, handele es sich um Künstler, die „in der allerhöchsten Liga“ spielen, in den großen Konzerthäusern der Welt zuhause sind. Zum Glück für die Region sind es gleichzeitig aber auch Bekannte von Segmehl.

Die Sängerin Sarah Maria Sun, die am 4. Juni nach Schmidsfelden kommt, trete zum Beispiel am Tag davor noch in der Oper in Paris auf. In so kleinem Rahmen wie der Genussmanufaktur und der Glashütte spielen solche Musiker eigentlich gar nicht, erklärt Segmehl. Und während die Karten für die Konzerte hier jeweils 35 Euro kosten, würden die Zuhörer in den großen Städten ansonsten bis zu 150 Euro bezahlen, um solche Musiker live zu erleben.

Segmehl betont im Gespräch, dass die Preise so kalkuliert seien, dass es „null auf null“ aufgehe. „Ich bin keine Konzertagentur“, so Segmehl. Auch die Musiker würden aus „Idealismus“ mitmachen, weil sie so von der Idee angetan seien. Nur weil sie nicht auf ihre üblichen Gagen bestehen, sei es möglich, solche Konzerte in so einem kleinen Rahmen zu veranstalten.

Mehr Informationen unter www.AllgaeuKonzerte.de.

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