Landfrauen informieren sich über Jakobs- und Wasserkreuzkraut

Ausnang (gs) – Etwa 35 Frauen (i.V etwa 90) haben sich am Mittwoch, trotz stark winterlicher Verhältnisse auf den Weg zur Winterversammlung des Landfrauenverbandes Württembergisches-Allgäu in das Gasthaus Adler in Ausnang gemacht, um sich bei einem Vortrag über das Jakobskreuz- und Wasserkreuzkraut zu informieren. Gleichzeitig stellte sich der neue Kreisgeschäftsführer des hiesigen Bauernverbandes vor. Begrüßt wurden die Frauen sowie Waldemar Westermayer, Vorsitzender des Bauernverbandes Allgäu-Oberschwaben und Stefan Jäger, von Silvia Ulrich, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Württembergisches Allgäu. Anschließend stellte sich Jurist Jäger aus Mengen, als Nachfolger von Xaver Kempter, als neuer Geschäftsführer des Bauernverbandes Allgäu-Oberschwaben vor.

Er erklärte: „Eine gute Zusammenarbeit, mit den beiden Landfrauenverbänden, die zu uns gehören, ist mir sehr wichtig. Unsere Türen stehen für Sie immer offen“. Unterstützt wird der Jurist, der seit 1. Dezember sein Amt Inne hat, von Agrarreferentin Heike Schwellinger aus Pfullendorf, die die Landfrauen ebenfalls zur gemeinsamen Kommunikation mit den Worten „Ich stehe Ihnen jederzeit zur Verfügung“ aufforderte. Anschließend informierte die Diplom Ingenieurin (Landschaftsplanung) Katrin Ehrhartsmann vom Landschaftserhaltungsverband Ravensburg (LEV) über die Themen „Jakobs- und Wasserkreuzkraut“.

Zunächst erläuterte sie die Merkmale der unterschiedlichen Kreuzkrautarten und die Problematik bei starkem Wasserkreuzkrautvorkommen, denn die gelb blühende Pflanze ist giftig und beeinträchtigt beim Verzehr das Tierwohl. Das Thema führte während ihres Vortrages immer wieder zu den verschiedensten Diskussionen im Saal. Des Weiteren informierte die Referentin über  Bekämpfungs- und Entsorgungsmöglichkeiten sowie über Ergebnisse eigener Regulierungsversuche. „Sowohl die Landwirtschaft als auch der Naturschutz haben ein Interesse daran Wasserkreuzkraut auf den Flächen zu bekämpfen. Die Regulierung ist allerdings eine langwierige Angelegenheit.“, so die Referentin. Zur Bekämpfung von flächigen Wasserkreuzkrautvorkommen empfiehlt der LEV die Ausdunklung der lichtliebenden Pflanzen mittels einem späten ersten Schnitt. „Wichtig sind jedoch auch vorbeugende Maßnahmen, denn in einem dichten Bestand hat es das lichtliebende Kreuzkraut schwer sich zu etablieren.

Solange es sich um Einzelpflanzen handelt, können diese durch Ausstechen bekämpft werden.“ Ehrhartsmann wies außerdem darauf hin, dass die Problematik sachlich angegangen werden sollte. Abschließend berichtete die Referentin über das Ackerblühstreifenprojekt, das im vergangenen Jahr bei vielen Landwirten und auch der Bevölkerung gut angekommen sei. 2019 wird das Projekt fortgesetzt. Sowohl der LEV als auch die Landfrauen hoffen auf eine rege Beteiligung der Landwirte. Weitere Informationen zu diesem erfolgreichen Projekt gibt es unter www.lev-ravensburg.de.

BU Bild 1: Silvia Ulrich, Vorsitzende des Landfrauenverbandes Württembergisches-Allgäu bedankt sich am Mittwoch im Gasthaus Adler in Ausnang bei Stefan Jäger, neuer Kreisgeschäftsführer des Bauernverbandes Württembergisches-Allgäu, im Rahmen der jährlichen Winterversammlung für seine Vorstellung.