Leutkirch votiert für Schockenhoff

Leutkirch – Ein kaum zu überbietendes Ergebnis haben die CDU und ihr Direktkandidat Andreas Schockenhoff in der Großen Kreisstadt erzielt. Über die Hälfte (50,7 Prozent) aller 16648 wahlberechtigten Leutkircher erteilten damit am Sonntag den Christdemokraten den Regierungsauftrag. Damit gewannen die Schwarzen gegenüber 2009 11,8 Prozentpunkte hinzu. 6,9 Prozentpunkte (54,7) packte Bundestagsabgeordneter Andreas Schockenhoff in der Großen Kreisstadt gegenüber der Wahl vor vier Jahren drauf.

Jeweils rund die zwei Prozentpunkte verlor dagegen die SPD (Erststimme: 2013 16,9, 2009 14,9; Zweitstimme: 2013 15,8, 2009 13,5). Ebenso verloren die Grünen Stimmen (Erststimme: 2013 11,0, 2009 13,9; Zweitstimme: 2013 11,7, 2009 13,3). Nahezu in die Bedeutungslosigkeit stürzte dagegen in Leutkirch die FDP ab (Erststimme: 2013 3,6, 2009 14,7; Zweitstimme: 2013 5,4, 2009 19,3). Einbußen – wenn auch nicht in diesem Ausmaß – verzeichnete auch die Linke (Erststimme: 2013 3,6, 2009 6,3; Zweitstimme: 2013 4,3, 2009 6,8). Keine Rolle spielten sowohl die Piraten als auch die AfD.

Diepoldshofen liefert Spitzenwert

Eine große Rolle spielt dagegen die CDU in Diepoldshofen: Mit 64,3 Prozent lieferten dort die Bürger das mit Abstand höchste Zweitstimmenergebnis in der Großen Kreisstadt ab. Auch Schockenhoff profitierte von den Diepoldshofenern mit einem Topwert: 66,8 Prozent der Wahlberechtigten votierten für den alten und neuen Bundestagsabgeordneten. Die SPD erreichte dagegen ihr Leutkircher Zweitstimmen-Spitzenergebnis im Wahlbezirk Carl-Joseph-Heim mit 22,4 Prozent. Dicht gefolgt von St. Josef (22,3). Hannes Munzinger sicherte sich in den Wahlbezirken St. Hedwig (23,2), St. Josef (22,6) sowie Carl-Joseph-Heim (21,7) die besten Resultate in Sachen Erststimme. Erwartungsgemäß der schwächste SPD-Wert bei den Zweitstimmen kam in Diepoldshofen zustande (7,1).

Die Grünen fuhren dagegen das schwächste Resultat in St. Nikolaus ein (5,7). Dagegen drückten die Briefwähler dieser Partei mit 20,2 Prozent an Zweitstimmen ihr Vertrauen aus. Das beste Ergebnis für Agnieszka Brugger lieferten die Leutkircher mit 14,5 Prozent der Erststimmen in St. Josef ab.

Bemerkenswert stellte sich das Ergebnis der FDP dar. Zwar lag der Spitzenwert der Erststimmen für Ralf Sauer mit 6,6 Prozent in Gebrazhofen fast so hoch wie jener der Zweitstimmen in der Adenauerschule (6,7). Bis auf zwei Ausnahmen lagen jedoch die Werte für die Erststimme – teilweise sogar deutlich – unter jenen für die zweite. Dies stellt eine bittere Pille dar, die der Leutkircher Sauer zu schlucken hat.

Leutkirchs stärkste „Linke-Fraktion“ ist in St. Hedwig zur Wahlurne geschritten. 6,9 Prozent der dortigen Wahlberechtigten setzten ihr Kreuz bei der Zweistimme der Linken. Dagegen findet dies Partei in Winterstetten (2,7) kaum statt.

Wenngleich auch Michael Konieczny gegenüber 2009 für die Linke stimmen verloren hat, so stärkten ihm vor allem die Wähler in St. Nikolaus (6,5) den Rücken. In Wuchzenhofen ist der Leutkircher mit lediglich 2,1 Prozent der Erststimmen so gut wie gar kein Thema.

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