Leutkircher Klassik: Cornelia Weiß und Roland Glassl kommen zum musikalischen „Heimspiel“ nach Leutkirch

Leutkirch – Kammermusik für Bratsche und Klavier erklingt beim Gastspiel von Roland Glassl (Viola) und der Pianistin Cornelia Weiß am Sonntag, 3. Februar, um 17.00 Uhr in der Reihe „Leutkircher Klassik“. Es erklingen Werke von Johann Nepomuk Hummel, Max Reger, Robert Schumann und Efrem Zimbalist. Für das Musiker-Paar ist das Konzert in Leutkirch so etwas wie ein musikalisches „Heimspiel“. Roland Glassl, Viola-Professor in München, ist seit 2004 Dozent bei der Sommerakademie Leutkirch und seit einigen Jahren Künstlerischer Leiter der Meisterkurse. Cornelia Weiß unterrichtet bei der Sommerakademie als Klavierbegleiterin die Bratschenklasse.

Als Kammermusikerin und Liedpianistin gastiert Cornelia Weiß regelmäßig bei verschiedenen Konzertreihen und Festivals. Bereits während ihrer Schulzeit hatte sie Unterricht bei Prof. Erich Appel genommen, bevor sie nach dem Abitur ihr Studium an der Musikhochschule Mannheim bei Prof. Michael Hauber begann und an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Alfredo Perl fortsetzte. Dort schloss sie ihr solistisches Masterstudium mit Auszeichnung ab. Schon früh entdeckte die Pianistin ihre besondere Leidenschaft für Kammermusik und Lied und arbeitete mit vielen namhaften Musikern sowie dem Mandelring Quartett und dem Auryn Quartett zusammen. Cornelia Weiß ist seit 2012 als Lehrbeauftragte für Liedgestaltung und Korrepetition an der Hochschule für Musik Detmold und als Korrepetitorin bei internationalen Meisterkursen und Wettbewerben tätig. Darüber hinaus betreut sie eine Klavierklasse in Kronberg im Taunus.

Roland Glassl hat sich als Solist und Kammermusiker einen Namen gemacht, der weit über die Landesgrenzen hinausreicht. Sowohl zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben (1. Preis „Lionel Tertis International Viola Competition“ – als erster Deutscher überhaupt -, bei dem ihm zusätzlich auch der „Peter Schidlof Prize“ für den Finalisten mit dem schönsten Ton verliehen wurde, 1. Preis beim „Washington International Competition for Strings“, Gewinner des 1. Internationalen Viola Wettbewerbes in Wien, 1. Preis beim Viola-Wettbewerb der Deutschen Viola-Gesellschaft in Celle), wie auch seine 16-jährige Quartetttätigkeit im Mandelring Quartett haben ihn weltweit auf viele große Bühnen und zu internationalen Festivals gebracht. Als Solist arbeitete er unter anderem mit Dirigenten wie Sir Colin Davis, Hermann Bäumer, Howard Griffiths und Hans Richter zusammen und trat mit zahlreichen großen Orchestern auf. Unter seinen Kammermusikpartnern sind international renommierte Klassik-Stars wie Julia Fischer, Michael Sanderling und Hariolf Schlichtig. Von 2004 bis 2018 war Glassl in der Nachfolge von Tabea Zimmermann Professor für Viola an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 2018 übernahm er die Stelle von Prof. Hariolf Schlichtig an der Hochschule für Musik und Theater München und kehrte damit zu seinen bayrischen Wurzeln zurück.

Der in Ingolstadt geborene Musiker stammt aus einer Geigenbauerfamilie und spielt auf einem Instrument seines Vaters, 2002 gebaut. Von 1992 bis 1996 studierte er an der Musikhochschule München. Schon während des Studiums hat ihn die Klangvielfalt der Viola fasziniert, und so hat er entschieden, sich ganz der Bratsche zu widmen. Wesentlich geprägt wurde sein Spiel durch das Studium bei Atar Arad an der Indiana University in Bloomington/USA. Nach Abschluss des Studiums entschloss sich Roland Glassl, zurück nach Deutschland zu kommen. Neben der intensiven Konzerttätigkeit im Mandelring Quartett (1999-2015) spielt er auch zahlreiche Konzerte im Trio Charolca, einer Besetzung mit Harfe, Flöte und Bratsche.

Karten für den Konzertabend in der Festhalle Leutkirch gibt es bei der Touristinfo Leutkirch (Tel. 07561/87154) oder online unter www.reservix.de. Die Abendkasse ist ab 16.00 Uhr geöffnet.

Programm

Johann Nepomuk Hummel 1778 – 1837: Sonate für Viola und Klavier, op. 5 Nr. 3 in Es-Dur, Max Reger (1873 – 1916): Sonate für Viola und Klavier, op. 107 in B-Dur, Robert Schumann (1810 – 1856): Sonate für Viola und Klavier, op. 105 in a-Moll, Efrem Zimbalist (1889 – 1985): Sarasateana für Viola und Klavier.

Volkshochschule Leutkirch e. V. – Pressemitteilung