Leutkircher Klassik startet mit einem Star-Ensemble: Das Notos Quartett spielt „Musique pour faire plaisir“

Leutkirch – Eines der derzeit angesagtesten Ensembles der Kammermusikszene präsentiert die vhs Leutkirch am 3. Oktober um 19.30 Uhr zum Auftakt der Reihe „Leutkircher Klassik“: Das Notos Quartett spielt Werke für Klavierquartett von Wolfgang Amadeus Mozart, Jean Francaix und Johannes Brahms. Seit seiner Gründung 2007 wurde das Notos Quartett (Sindri Lederer, Violine; Andrea Burger, Viola; Philipp Graham, Cello; Antonia Köster, Klavier) der vhs-Pressemitteilung zufolge mit sechs ersten Preisen sowie zahlreichen Sonderpreisen bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. 2017 wurde ihm der Musikpreis ECHO Klassik verliehen. Aus Protest gegen einen ECHO-Pop-Preisträger, der antisemitisches Gedankengut verbreite hatte, gaben sie diesen Preis zurück.

Sie lösten damit eine Protestbewegung aus, der sich unter anderem der Klavier-Star Igor Levit, der Star-Dirigent Daniel Barenboim und der Rockmusiker Marius Müller-Westernhagen anschlossen. In der Folge verschwand die Marke ECHO komplett aus der Musik-Szene.

Persönliche Integrität und herausragende Musikalität verbinde sich in der Arbeit des Quartetts, das zu den gefragtesten Kammermusik-Ensembles gezählt werden müsse, schreibt der Veranstalter. Das Notos Quartett ist im Rundfunk häufig zu hören und musiziert in den großen Konzertsälen weltweit. In Leutkirch ist das Quartett bereits zum zweiten Mal: 2011 gastierte das damals aufstrebende Ensemble erstmals – nun kommt es zu einem Wiedersehen und Wiederhören.

Das Notos Quartett bietet an diesem Konzertabend große Musik im kleinen Format. Zum Auftakt erklingt Mozarts Klavier-Quartett in Es-Dur KV 493. Es ist eines der nur zwei Klavierquartette, die Mozart (1756 – 1791) in den Jahren 1785/86 geschrieben hat; sie setzten Maßstäbe in einer Gattung, die dem Publikum zu dieser Zeit wenig vertraut war. Im Gegensatz zu dem hermetisch strengen g-Moll-Quartett wirkt das Es-Dur-Werk freundlicher und im Gestus konzertanter, mehr auf die solistischen Qualitäten des Klaviers konzentriert. Der Komponist Jean Françaix (1912 – 1997) wird manchmal als der „jüngere Ravel“, was ihm nicht so recht gefallen wollte: „Man hat mir den Stempel „leichtfertiger Komponist“ aufgedrückt, während ich doch jede Note streng überwache, die aus meiner Feder kommt“, wird er zitiert.

Sein erklärtes Ziel: „Musique pour faire plaisir“ (Musik, die Freude macht) zu komponieren; und genau dies will das Notos Quartett mit dem selten gespielten „Divertissement“ zeigen. Für sein Klavierquartett in A-Dur op 26 hatte Johannes Brahjms (1833 – 1897) zeitlebens eine Vorliebe – es war ein Schlager in der Kammermusik-Szene der Romantik.  Mit rhythmischen, harmonischen und dynamischen Steigerungen, bis ins Kleinste ausgefeilt, übertrifft es das erste Klavierquartett op. 25 an Schönheit und an Ausgewogenheit der Form.

Die Festhalle ist für diesen Abend Corona-gerecht für 99 Besucher vorbereitet, die reichlich Abstand zu einander halten können. Die Konzertgäste werden gebeten, eine Mund-Nasen-Abedeckun zu tragen, bis sie auf ihren nummerierten Plätzen angekommen sind. Karten gibt es online über www.reservix.de und im Direktverkauf bei der Touristinfo Leutkirch.

www.vhs-leutkirch.de

Pressemitteilung Volkshochschule Leutkirch e. V.

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