Neuer Rekord: 90 Frauen kommen zum Begegnungstag – Referent Josef Epp begeistert mit Worten und Büchern

Leutkirch  – Einen regelrechten Ansturm hat es nicht nur zum diesjährigen Frauenbegegnungstag der Landfrauenvereinigung des Katholischen Frauenbunds im Bocksaal gegeben, auch Referent Josef Epp wurde nach seinem Referat belagert und musste etliche seiner Bücher mit Widmungen versehen. Hedwig Seidel-Lerch freute sich sehr über den neuen Besucherrekord und begrüßte  90 Frauen aus Leutkirch, Kißlegg, Bad Wurzach und Bayern. Es ging um die Macht der Worte, denn Worte, einmal ausgesprochen, könnten nicht mehr zurückgenommen werden, auch eine „Entschärfung“ sei schwierig. Das Wort ist beim Gegenüber angekommen, positiv oder negativ, so Josef Epp.

 

Als Religionslehrer, alleinerziehender Vater, Klinikseelsorger und Buchautor konnte der Referent aus Bad Grönenbach von vielen Lebens- und auch Todeserfahrungen berichten. Er begegnete dabei den anwesenden Frauen aus Stadt und Land, aus Leutkirch und Umgebung immer auf Augenhöhe und mucksmäuschenstill lauschte man dem ernsten, aber auch teils amüsanten Worten des Referenten. Immer wieder kam er auf die Worte Gottes, auf die Worte in der Bibel zurück. „Die Erde war wüst und leer, da sprach Gott, es werde Licht“, sprach Josef Epp und erklärte, dass vor jedem Licht, vor jeder Ordnung immer das Chaos steht. Tohuwabohu – hebräisch für Unordnung, für Chaos, erläuterte Bad Grönenbacher Lehrer, Chaos sei zwingend, bevor Ordnung einkehren könne.

Mit einem Tee-Sieb verdeutlichte der Autor, dass man seine Worte erst mal filtern sollte, bevor man sie ausspricht. Auch dazu gab es eine amüsante Geschichte. Man solle erst prüfen, ob es wahr, wichtig und gut ist, was man anderen erzählt. Manchmal sei Schweigen die bessere Wahl. Auch die drei wichtigsten Worte Jesu sollten für Christen als Wegweiser gelten: Effata – Öffne Dich: Offen sein für Worte, Wünsche und Bedürfnisse von Mitmenschen, Hinhören und dann: Talita Kum – Steh auf, bewege Dich: Der Aufruf zum Handeln, nachdem man gehört hat, sich und etwas bewegen und letztendlich Jesu Worte der Vergebung der Sünden, was Josef Epp als „Kurskorrektur im Leben“ deutete. Man könne jederzeit in seinem Leben eine kleine Korrektur der Richtung vornehmen, sofern man wolle. Auch kleine Korrekturen ergeben am Ende einen anderen Weg, die 180-Grad-Wende sei kaum eine Lösung, die wenigsten schafften dies.

Nach einer kleinen Kaffeepause mit Austausch hatte Adelheid Rauch-Mangold mit einem Team vom Katholischen Frauenbund Leutkirch einen Wort-Gottesdienst vorbereitet, in dem nochmals die Bedeutung der gesprochenen und auch nicht gesprochenen Worte zur Sprache kam. Sehr besinnlich und eindrücklich für die Anwesenden. Jede Frau durfte sich aus einem Korb ein Blatt mit einem Wort aussuchen oder weitergeben.

Musikalisch begleitete ein kleines Frauenensemble der Gruppe „Amicitia“ mit Gesang, Piano, Violine und Flöte. “Wir sind sehr zufrieden mit dem Besuch dieses Jahr und auch unser Referent Herr Epp war großartig und hat uns vieles mitgeben können”, resümierte Hedwig Seidel-Lerch und bedankte sich bei Josef Epp mit einem kleinen Geschenk.

Vorschau: Der Katholische Frauenbund Leutkirch lädt alle Frauen zum Fasnetsnachmittag am Dienstag, 2. Februar, um 14 Uhr ins Katholische Gemeindehaus ein. Keine Anmeldung erforderlich, das Motto ist „Center Parcs“.

Text und Bilder: Carmen Notz

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Über Carmen Notz (Leutkirch)

Freie Journalistin für die Beilage "Leutkirch hat was" seit 2008 und der online-Zeitung "Wir in Leutkirch" seit Herbst 2013, beides Produkte der Schwäbischen Zeitung, Lokalverlag Leutkirch.