Nick Woodland und seine Band begeistern im Bocksaal

Leutkirch – Da steht er, fast unbeweglich, mit schwarzem Zylinder und raunt seinen Song ins Mikro während seine Finger mühelos über den Gitarrenhals sausen. Nick Woodland ist ein Unikum, seine Band folgt ihm blind und seinem Ruf als „lässigster, bester und vielseitigster Rhythm’n Blues-Gitarrist“, wie vorab zu lesen und zu hören war, wird er mehr als gerecht. Cool ist er mit seinen 67 Jahren, trotz beiger Strickjacke, schnell ist er und singen kann der in München lebende Brite auch. Die Zuhörer im gut gefüllten Bocksaal genießen den Abend und kommen mit der Nick Woodland Band voll auf ihre Kosten. „Ich habe damals als er in Ravensburg aufgetreten ist, erfahren, dass er in München lebt. Da habe ich mir gedacht, dann bekomme ich ihn bestimmt auch hierher“, sagt Larifari-Chef Ralf Manthei. Jetzt spielen sie bereits zum dritten Mal hier und „dass es hier immer wieder Spaß macht“, glaubt man Woodland aufs Wort.

Der Gitarrist, der mit Größen wie Donna Summer, Marius Müller-Westernhagen, Georg Ringsgwandl und The Clash gespielt hat, braucht nicht viele Worte, lädt mal zu einem „chanson en francais pour vous“ ein und überzeugt ansonsten mit seinem britischen Humor. „Das nächste Lied von der neuen CD ist leider nicht von mir – dafür aber umso schöner.“ Mal ein „Yeah“ und ein „Yipp“ und ein „Seid Ihr bereit? Auch für vier Strophen?“ Am Ende eine Zugabe und viel Applaus, auch für Tom Peschel (Bass), Klaus Reichardt (Keyboard) und Manfred Mildenberger (Schlagzeug). Mehr Show brauchen geniale Musiker wirklich nicht.