Noel Rabuffetti für visionäre Master-Arbeit in Architektur ausgezeichnet: ARQUSTICA – sein schwimmendes Konzerthaus im Bodensee

Leutkirch – Im April schloss der junge Leutkircher Noel Rabuffetti sein Architektur-Studium mit einer herausragenden Arbeit und Masterthesis „ARQUSTICA – architecura.aqua.acustica“. Sein Entwurf von einem schwimmenden Konzerthaus im Bodensee samt Restaurant mit Blick auf den See und Konzertsaal unter Wasser wurde mit dem Friedrich-Weinbrenner-Preis prämiert und als beste Arbeit des Semesters ausgezeichnet. Sein außergewöhnliches Werk ist noch bis Ende Juni bei Baunetz Campus zu sehen und kann von jedem bewertet werden. Noel Rabuffetti würde sich freuen, wenn ihn viele aus seiner Heimatregion bei diesem angesehenen Online-Wettbewerb für Architekturstudenten unterstützen, bzw. für seine visionäre Idee stimmen würden.

Schon von Kindheit an konstruierte Noel mit Lego-Bausteinen Gebäude aller Art. Mit diesen dann spielen war weniger von Bedeutung. Seine kreative Ader wurde durch den Besuch der Kunstschule Sauterleute weiter gefördert. Nach dem Abitur am HMG 2012, einem Vorpraktikum bei Architekt Franz Klöpf in Leutkirch sowie einer Interrailreise mit vielen Eindrücken in europäischen Städten war sein Wunsch klar: Architektur-Studium an der HTWG Konstanz mit Bachelor-Abschluss.

Masterstudium in der Fächerstadt

„Erste Berufserfahrung sammelte ich bei Bächlemeid-Architekten am Bodensee. Für mein Masterstudium entschied ich mich für eine Universität. Meine Wahl fiel auf die Uni in Karlsruhe, bekannt als Fächerstadt und für namhafte Architekten wie u.a. Friedrich Weinbrenner und Fritz Haller, welche am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) lehrten“, erzählt Noel Rabuffetti, der schon während dem Masterstudium mit Erfolgen bei diversen Studentenwettbewerben beeindruckte.

Konzerthaus-Diskussion bringt Idee auf den Weg

Die Idee zum Entwurf seiner Masterthesis „ARQUSTICA – architecura.aqua.acustica“, was soviel heißt wie Akustik-Architektur auf dem Wasser, kam dem jungen Leutkircher in Konstanz. Hier gab es während seiner Studienzeit Diskussionen und Bürgerentscheide zu einem neuen Konzerthaus direkt am See, was letztendlich scheiterte. „Das motivierte mich zu einer alternativen Lösung: Das schwimmende und mobile Konzerthaus auf dem Bodensee, das sich länderübergreifend zu Häfen in allen drei angrenzenden Länder „verschieben“ lässt. Besucher erreichen die Wasser-Location mit Booten“, erläutert Noel Rabuffetti sein zukunftsträchtiges Modell.

Zuhörer tauchen ab – zum Konzert unter Wasser

Hauptsitz wäre z.B. die Konstanzer Bucht. Drei große Foyers auf der Plaza über Wasser dienen als Ankommens- und Begegnungsraum. Zentral befindet sich im „Erdgeschoss“ ein Schauplatz für diverse Veranstaltungen wie auch Live-Übertragung der Konzerte für die Allgemeinheit. Herzstück bildet der Konzertsaal unter Wasser, in dem Publikumsränge nach unten zirkulierend treppen und die Gäste um die zentrale Bühne versammeln lässt. Während eines Konzertes tauchen die Zuhörer über abwärts rotierende Rampen in die Welt der Musik, unter Wasser“. Der Wegraum fungiert gleichzeitig als kommunikativer Treffpunkt, u.a. Konversations-Nischen mit Unterwasser-Einblick.

Noel Rabuffetti ist inzwischen ins Berufsleben des Architekten „abgetaucht“. Demnächst wird der junge Ingenieur sein Projekt der Stadt Konstanz übermitteln. Seine These: „Musik hat als Weltsprache das Potential, Menschen zusammen zu bringen, warum nicht auch im und unter Wasser?“ Wichtig ist ihm dabei, dass Kreativität, Erlebnisse und Erkenntnisse der Gesellschaft auch und im Besonderen über die Architektur näher gebracht werden können.

Info zum voting – noch bis 25. Juni 2019 – Mitmachen – Für den Leutkircher  Noel Rabuffetti

Link: http://www.baunetz.de/campus-masters/ARQUSTICA_6487146.html