Pater Volker Bodenmüller feiert 50 Jahre Primiz in Emerlanden – 47 Jahre in Afrika – Schule und Kirche gebaut

Emerlanden – Am vergangenen Sonntag wurde in der Kapelle in Emerlanden der Pfarrgemeinde Hinznang-Winterstetten, das alljährliche St. Mang-Fest gefeiert. 2018 kam ein besonderes Jubiläum dazu: Pater Volker, bzw. Anton Bodenmüller aus Winterstetten feierte 50 Jahre Primiz auf den Tag genau am 9. September und es war seinen Angaben nach genau so schönes sonniges Wetter damals. Der Kirchenchor unter Leitung von Brigitte Bietsch umrahmte den Gottesdienst mit schönen Gesängen, Anna König, eine Großnichte, spielte die Trompete. Viele Besucher der umliegenden Dörfer waren gekommen sowie die fünf Geschwister Bodenmüller und ihre Familien samt Enkel und nicht alle fanden Platz in der kleinen Kapelle St. Magnus.

 

In den 50 Jahren seines Wirkens haben sie Pater Volker, ein Benediktinermönch des Klosters St. Ottilien bei München, nicht oft zu sehen bekommen. 47 Jahre lang war er im afrikanischen Land Tansania tätig, wo er nicht nur in christlicher Mission war, sondern auch tatkräftig etliches bewirkt und aufgebaut hat. „Wenn ich nicht ins Kloster wäre, hätte ich Architektur studiert“, gibt Anton Bodenmüller zu, der jetzt mit 76 Jahren endgültig in sein Heimatkloster nach St. Ottilien zurückgekehrt ist.

Krankenstation und Kirche gebaut

In der Region um Mlangali in Tansania hat er in den 70-er Jahren angefangen, den Menschen ein besseres und sicheres Leben zu ermöglichen. Wasserleitungs- und Brunnenbau waren die wichtigsten Aufgaben, ebenso eine Krankenstation, eine Schule sowie den Menschen mehr Knowhow in Handwerk und Landwirtschaft zu vermitteln. Von 1978 bis 1980 hat der Bauernsohn aus Winterstetten mit Hang zur Architektur sogar eine Kirche in Mlangali mitgeplant und -gebaut, die einen ganz besonderen Stil hat. Mit Fenstern bis zum Boden, um auch mit der Natur draußen verbunden zu sein. Der Altar ist nahe an den Bänken für die Kirchenbesucher – Gott nahe und den Menschen, ganz nach dem Motto des rührigen Klosterbruders aus dem Allgäu. Auch hier hat er, u.a. bei seinen Heimatbesuchen  viele Spenden für seine Projekte gesammelt.

Als Baba Volker bekannt
Die Menschen in Tansania waren ihm sehr dankbar, er war weit herum als „Baba Volker“ bekannt und er hat es verstanden, die Lehre Christi den Menschen verständlich nahe zu bringen. Mit einer zweimonatigen Reise durch seine afrikanischen Gemeinden hat er sein fünfzigstes Priesterjubiläum mit Messen und viel Gesang gefeiert und sich verabschiedet.

Sein Mitbruder Eugen in St. Ottlilien, der selber 17 Jahre in Mission in Südafrika war, betonte in seiner Predigt in Emerlanden, dass Pater Volker bei allem, was er tat, die Menschen miteinbezogen und nicht über sie bestimmt habe. Sein Leitsatz lautete: Gott und den Menschen nahe sein. Er sei auch bedacht darauf gewesen, Spenden nur gegen Eigenleistung und Mithilfe zu verteilen, außer es handelte sich um Arme oder Kranke.

Nach der Messe feierten die Familien Bodenmüller, Freunde und Bekannte im schönen Biergarten des Gasthauses Säge in Emerlanden bei bester Verpflegung.

Bilder : 50 Jahre Primiz von Pater Volker (Mitte) und der Kirchenchor Hinznang-Winterstetten in Kapelle Emerlanden. Links ist Mitbruder Eugen. Familienbild, Kapelle St. Mang, Biergarten Emerlanden Säge usw.

Text/Fotos: Carmen Notz

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