"Pfarrer Siegfried Knaus ist den Menschen nahe"

Herbststimmung in der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Gebrazhofen, am Feiertag Mariä Geburt, an dem gemäß der Bauernregel „die Schwalben ziehen furt“: Nach 17 verdienstvollen Jahren verlässt mit Pater Siegfried Knaus „ein immer lebendiger Pfarrer, der den Menschen nahe ist“ das Allgäu, sagte Pfarrer Elmar Schneider als Leiter der Seelsorgeeinheit St. Gallus in seinem Dankeswort .

Wie beliebt der Geistliche ist, belegten eindrucksvoll die mit allen Generationen vollbesetzte Pfarrkirche, die Mitzelebranten und ein „großes Ministerium“ von 25 Jungen und Mädchen. Pfarrer Knaus nahm nicht nur „die erste Sendung des Priesters ernst, die Sakramenten-Spendung“, wie es der stellvertretende Dekan Pater Hubertus in der Predigt formulierte, sondern hatte immer ein Ohr für seine Gemeindemitglieder, bei Wallfahrten, im Kindergarten, bei den Ministranten und auch am Fußballplatz. Derart „den Samen des Glaubens in die Herzen gesetzt“ ist der Prediger überzeugt, „dass in der Zeit der nun folgenden Vakanz dank der vielen engagierten Christen das Gemeindeleben weiter gedeihen wird“.

Dank und Anerkennung erhielt Pater Knaus „für seine Arbeit am Gottesreich“ auch vom Vertreter der Steyler Missionare aus Blönried, Pater Alois Poncelet, der Sekretärin des Pfarrer Hieber Gedächtnisvereins, Angelika Sommer, sowie von Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und Ortsvorsteher Franz Sipple, die den guten Kontakt mit „einem besonderen Seelsorger“ würdigten. „Wir hatten ihn immer gerne bei uns“, so das Fazit vom zweiten Vorsitzenden der Kirchengemeinde, Herbert Scherer, der zudem mit einem Fotobuch der kirchlichen Gruppierungen dankte. Bei allen Rednern wurde auch mit Brigitte Ströhle „die rechte Hand“ des Geistlichen einbezogen, die ebenfalls Gebrazhofen verlassen wird.

„Ich habe mich hier immer sehr wohlgefühlt und ich wünsche Allen ein Wachsen im Glauben und in der Liebe“, so die schlichte Antwort von Pfarrer Knaus, der nun als Hausgeistlicher im Seniorenheim St. Hildegard in Oberdischingen seinen Dienst fortsetzen wird. Für die musikalisch feierliche Gestaltung der heiligen Messe sorgten der Kirchenchor unter Leitung von Wenzel Langenmaier und Organist Manuel Menig, sowie die Erzieherinnen und Buben und Mädchen des Kindergartens, die verbunden mit Gesten herzhaft das Lied “Gott hält die ganze Welt in seiner Hand“ sangen. Zum abschließenden Frühschoppen im Pfarrstadel spielte die Musikkapelle mit Dirigentin Monika Barcsai.

Gedanken von Pfarrer Siegfried Knaus zu seiner Verabschiedung:

Was für mich wichtig war: Die Feier der einzelnen Gottesdienste und Sakramente und dabei die Transparenz der Liturgie aufscheinen zu lassen, sowie den Dialog Gottes mit den Menschen und umgekehrt zu pflegen.

Was mir am meisten Freude bereitet hat: Die Tauffeiern, Erstkommunionen, Firmungen, Trauungen, Jubiläen und der Kirchgang der Vereine zu bestimmten Anlässen.

Was mir viel gegeben hat: Die Begegnungen mit der jungen Generation , angefangen von der Wichtelgruppe, dem Kindergarten und dem Religionsunterricht, bis hin zur Ministranten-betreuung, dem Sportplatzbesuch und der Katholischen Landjugend Bewegung. In Merazhofen hat mich besonders die Befassung mit dem geistlichen Erbe und dem religiösen Erbe meines verehrten Vorgängers Pfarrer Augustinus Hieber inspiriert. Sein Eifer für die Sache Gottes und das Heil der Seelen hat mit imponiert.

Was ich meinen Pfarreimitgliedern mitgeben möchte: Dass sie im christlichen Glauben feststehen, im Gebet verbunden bleiben und im Feiern der Gottesdienste Trost und Solidarität erleben.

Was mir fehlen wird: Die Vielfalt der Seelsorgedienste und Begegnungen.

Wofür ich vor allem danke: Dass ich als Priester, Missionar und Pfarrer wirken durfte.

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