Pflege rund um die Waldkapelle bereits in der dritten Generation bei Familie Waizenegger

Balterazhofen – Die idyllisch am Waldrand gelegene Waldkapelle der Pfarrei St. Martin wurde schon 1936 auf Wunsch des damaligen Pfarrers Alois Schelling als kleiner Bildstock erbaut. Sie ist seitdem ein beliebtes Ziel und schon Jahrezehntelang kümmerten sich Frauen der Familie Waizenegger vom sogenannten Waldbauerhof in der Nähe um die Pflege, Blumen, Kerzen und Schmuck. Der kleine Bildstock bekam nach dem 2. Weltkrieg 1947 einen Anbau mit Altarraum, Rundfenstern und einen Raum für Sitzbänke. Treibende Kraft war Dekan Karl Kaestle, der auch eine neue Madonnenfigur brachte, der Muttergottes von Fatima nachempfunden. Ein schwerer Sturm zerstörte 1990 das Dach der Waldkapelle und daraufhin wurde sie grundlegend renoviert.

Von Oma Karoline geht der Dienst an Tochter Lucia

„Den Dienst rund um die Kapelle hat zuerst meine Oma Karoline übernommen, da der Opa weitläufig mit Pfarrer Schelling verwandt war. Dann hat dies meine Mutter Lucia bis 2014 gemacht“, erzählt Reinhold Waizenegger vom Waldbauerhof. Seit sechs Jahren sorgt seine Frau Angelika für frische Blumen, neue Kerzen, saisonale Deko und für Sauberkeit rund um die Kapelle, unterstützt durch ihren Mann sowie der achtjährigen Tochter Angelina, die vielleicht in der vierten Generation diesen Dienst übernimmt.

Viele Kerzen im Corona-Jahr

„Dieses Jahr kamen sehr viele Leute und zündeten Kerzen an, viel mehr als sonst“, betont Angelika Waizenegger, die auch immer die Kerzenreste wegräumt. Sie vermutet, dass das schwierige Coronajahr der Grund war, und Menschen diesen ruhigen besinnlichen Ort aufgesucht haben. „Oft sagen die Leute, dass es hier so schön ruhig ist und dass sie gerne herkommen, einfach verweilen oder beten können“, erzählt die Kapellenpflegerin.

Zwei Fotos von früher: Fam. Waizenegger; aktuelle Bilder: C. Notz

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