Pieksen tut nicht weh, hilft aber Menschenleben zu retten

Gebrazhofen (gs) – Blutspenden heißt Leben retten. Aus diesem Grund sind am Mittwoch 237 Personen zur Blutspende-Aktion des DRK-Ortsvereins Leutkirch in die Turn- und Festhalle nach Gebrazhofen gekommen. Die Anzahl der Erstspender gestaltete sich gegenüber dem Vorjahr stark rückläufig. Von den Erschienen, mussten 19 Personen aus verschiedenen Gründen eine Absage an der Aktion erteilt werden. Somit konnte der Ortsverein Leutkirch, der vom Partner Gebrazhofen unterstützt wurde, 218 Konserven in die Blutspende-Zentrale nach Ulm senden. Unter den Freiwilligen haben sich beim Frühjahrs-Termin leider nur acht Erstspender befunden – im Vorjahr sind es immerhin 17 gewesen.

„Ich finde schade, dass nur acht Erstspender gekommen sind, da wir stets die Hoffnung haben, dass aus den Erstspendern, Mehrfachspender werden“, bedauerte Floribert Föhr, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Leutkirch, der sich bei allen Teilnehmenden bedankt.Erfreulicherweise kamen zum Termin viele treue Spender, die knappe 100 oder sogar über 100 Blutspenden nachweisen können. Darunter befand sich auch Gabi Gohr aus Leutkirch: „Heute habe ich meinen 98. Blutspende-Termin. Jetzt muss ich mich beeilen, dass ich den Hundertsten auch noch schaffe. Wenn alles klappt, mache ich das bei der Blutspende-Aktion in Seibranz“. Ilka Beckers aus Gebrazhofen spendete am Mittwoch, bereits zum 91. Mal ihren roten Saft. „Ich komme seit vielen Jahren, da man selber ja nie weiß, wie man irgendwann mal drankommt.

Allerdings werde ich aus Altersgründen meine 100. Blutspende nicht mehr hinbekommen. Ich mache jedoch noch solange weiter, wie es geht“. Mehrfachspender dürfen generell bis zu einem Alter von 73 Jahren Blut spenden. Georg Klein aus Leutkirch, der im Gegensatz zu den genannten Damen, zwar erst auf 46. Blutspenden zurückblicken kann erklärte: „Das ist immer wieder eine gute Gelegenheit, Gutes für die Allgemeinheit zu tun. Außerdem freue ich mich jedes Mal in Gebrazhofen auf den leckeren Wurstsalat. Und außerdem tut der Piekser nicht weh“. Für den reibungslosten Ablauf der Veranstaltung sorgten etwa 25 freiwillige Helfer des DRK-Ortsvereins Leutkirch. Mitorgansiert und abgewickelt wurde der Termin von Willi Löchle und seiner Frau Marlies, die sich Beide bereits seit über 20 Jahren für diese gute Sache einsetzen. Insgesamt zehn Mitglieder sowie vier Ärzte der Blutspende-Zentrale in Ulm sorgten sich um das Wohl der Freiwilligen.

Info: Die nächsten Blutspende-Termine in der Region finden am Freitag, 29. März in Kißlegg sowie am Dienstag, 2. April in Aitrach statt.

Bildunterschrift: Der Leutkircher Georg Klein spendet am Mittwoch in der Turn- und Festhalle in Gebrazhofen bereits zum 46. Mal sein Blut. Betreut wird er von Entnahmeschwester Angela Lange von der Blutspende-Zentrale Ulm.

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