Schreinergesellen erhalten viel Lob und Anerkennung

Leutkirch (gs) – Die besten drei Gesellenstücke aus dem Sonderwettbewerb für Formgebung auf Kreisebene stehen fest. Preisgegeben wurden diese am Sonntag im Obergeschoss des Rathauses von der Schreinerei- Innung Ravensburg. Teilgenommen an der Veranstaltung haben insgesamt sieben Gesellen aus der Region. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Michael Bucher, Obermeister der Schreinerei-Innung Ravensburg mit dem aussagefähigen Kunstzitat von Walter Gropius (Gründer des Bauhauses) „Wir alle müssen zum Handwerk zurück“. In seinem Grußwort machte der Obermeister mehrfach klar, wie wichtig das Handwerk ist: „Der Schreiner hat Zukunft und nicht die Industrie“. Gleichzeitig lobte er die sieben anwesenden Gesellen für ihre Kreativität und ihre handwerklichen Fähigkeiten. „Ihr habt jetzt den Gesellenbrief. In Euch steckt aber wesentlich mehr. Ihr seid was ganz Besonderes und habt Talent zum Handwerk. Ihr habt mit euren Produkten, die ihr anhand unterschiedlicher Lösungen und Gedankengängen hergestellt habt, wahre Unikate geschaffen“, so Bucher.

Bürgermeisterin Christina Schnitzer gratulierte den frisch gebackenen Gesellen zum erfolgreichen Abschluss und erklärte: „Es ist beeindruckend, was das alte Handwerk schon immer konnte“. Außerdem sei es absolut wichtig, dass es nicht nur tolle Planer, Architekten und Ingenieure gäbe, sondern auch Personen, die in der Lage seien das Ganze umzusetzen. Großes Lob gab es auch von Landesinnungsmeister Anton Gindele. Er erklärte: „Mit diesen Arbeiten habt ihr ein solides Fundament für eure berufliche Karriere gelegt. Eure Leistungsstärke zeigt sich in diesen Stücken“. Gleichzeitig forderte er die Handwerksbetriebe auf, auch in Zukunft hinsichtlich der Ausbildungen nicht locker zu lassen, auch wenn es oftmals nicht einfach sei. Andreas Mittelberg, Mitglied im Vorstand der Kreissparkasse Ravensburg meinte: „Wir freuen uns als Sparkasse sehr, dass wir das Handwerk unterstützen dürfen. Machen sie etwas Bleibendes, denn, das was sie machen stellt etwas dar, was auch am nächsten Morgen noch da ist“. Gegen Ende der Veranstaltung stand die Preisverleihung auf dem Programm.

So sicherte sich Leopold Frei aus Kißlegg den Anerkennungspreis und somit die Möglichkeit zur Teilnahme beim Wettbewerb auf Bundesebene im Frühjahr 2020 in München. Eine Belobigung für Platz zwei erhielt Qurin Hofmann aus Opfenbach. Den dritten Platz und somit ebenfalls eine Belobigung gab es für Simon Krumm aus Ravensburg. Obendrein erhielten die drei Besten ein Preisgeld sowie die Gelegenheit ihre Werke im November beim Landeswettbewerb in Stuttgart ausstellen zu dürfen. Verlierer gab es keine. Die weiteren fünf Teilnehmer erhielten als Nachweis für ihre Kreativität sowie für ihre handwerklichen Fähigkeiten ebenfalls eine Urkunde. Sämtliche Gesellen durften sich zusätzlich noch über Kinogutscheine freuen. Für den musikalischen Rahmen während der Preisverleihung sorgten Matthias Maucher und Raphael Rommel aus Kißlegg. Wer wollte konnte die Unikate im Rahmen des Gallusmarkt-Sonntages bis 17 Uhr bestaunen.

Die Teilnehmer und ihre Ausbildungsbetriebe

Qurin Hofmann aus Opfenbach, Ausbildungsbetrieb Georg Ohlinger, Wangen, Simon Krumm aus Ravensburg, Ausbildungsbetrieb Kaiser, Horgenzell, Leopold Frei aus Kißlegg, Ausbildungsbetrieb Anton Frei, Kißlegg, Elias Butzengeiger aus Hoßkirch, Ausbildungsbetrieb Peter Müller, Aulendorf, Benjamin Sassen aus Aitrach, Ausbildungsbetrieb David, Leutkirch, Katharina Ettmüller aus Immenried, Ausbildungsbetrieb Anton Frei, Kißlegg und Karline Brauer aus Illmensee-Ruschweiler, Ausbildungsbetrieb Gindel, Horgenzell.

Bildunterschrift: Die besten Gesellenstücke, samt deren Machern stehen fest.

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