Slowenische und deutsche Jugendliche gemeinsam auf den Spuren von Verfolgung und Widerstand

Im Rahmen eines geförderten Austauschprogramms der Stiftung evz Erinnerung, Verantwortung und Zukunft besuchten 13 junge Slowenen, Schülerinnen und Schüler des Bischöflichen Katholischen Gymnasiums in Vipava, einer Stadt etwa so groß wie Leutkirch südlich von Ljubljana die Geschwister-Scholl-Schule. Sie arbeiteten bei den Projekttagen der Zweijährigen Berufsfachschule an den Themen Diskriminierung und Ausgrenzung. Besonderes Augenmerk wurde auf mögliches Widerstandsverhalten gelegt, ein Thema, dem sich die Geschwister-Scholl-Schule durch ihre Namensgeber in besonderer Weise verpflichtet fühlt. Die Jugendlichen und ihre deutschen Austauschpartner untersuchten aber nicht nur das Thema Diskriminierung im Nationalsozialismus, sondern auch im Alltag, z.B. durch Mobbing und Rassismus.

 

Historische Bezüge konnten die Jugendlichen bei einer Stadtführung zu den „Orten des Erinnerns“ und den „Stolpersteinen“ in Leutkirch erfahren. Bei Exkursionen nach Ulm und München wurden Stationen im Wirken der Geschwister Scholl, in Ulm in der Martin-Luther-Kirche, in München in der DenkStätte der „Weißen Rose“ an der Ludwig-Maximilian-Universität besucht. Die Wanderausstellung der Weiße-Rose-Stiftung ist übrigens die erste zum Thema Widerstand im Dritten Reich, die aktuell in Israel gezeigt wird. Nun freuen sich die Jugendlichen mit ihren Lehrerinnen Sandra Frommeyer und Isolde Liebscher auf den Besuch in Vipava im März, der ebenfalls vom Jugendförderprogramm der evz, EUROPEANS FOR PEACE, unterstützt wird.

 

Text: Isolde Liebscher, Bild: Heinz Brünz

Bildunterschrift: Gruppenfoto der Austauschschüler mit Lehrerinnen

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  • GSS Slowenen Gruppenfoto 2