Talk im Bock mit dem Musiker Ernst Hutter

Leutkirch – Ernst Hutter ist am Montag, 28. November 2022, 19.30 Uhr zu Gast beim Talk im Bock in der Festhalle zum Thema: „Ein Leben zwischen Volksmusik und Jazz – Ein Musiker übt den Spagat zwischen den Stilen“. Der Eintritt ist frei. Seit 2003 ist er der Leiter der „Egerländer Musikanten – Das Original“. Über seine Anfänge in Roggenzell, erste Engagements als Posaunist und Tenorhornist, den Stil-Spagat zwischen Jazz und Volksmusik, Höhepunkte und Brüche seiner Karriere und das Leben mit einer Familienfirma spricht Karl-Anton Maucher mit Ernst Hutter. Die Musik kommt von Just Friends.

Der im Allgäu 1958 geborene musikalische Leiter der „Egerländer Musikanten“ ist in einem sehr musikalischen Elternhaus aufgewachsen. Der Vater als langjähriger Dirigent eines bekannten Blasorchesters in Roggenzell hat dem kleinen Ernst Hutter von Kindesbeinen an die Liebe zur Musik weitergegeben. Mit vier Geschwistern und einer ebenfalls musikbegeisterten Mutter wurde dann auch bei Hausmusik sein Talent weiter gefördert. Dabei erlernte Ernst einige Blasinstrumente wie Trompete und Klarinette, dazu das Akkordeon, später dann seine heutigen Hauptinstrumente Tenorhorn und Posaune.

Stilistisch legte sich Ernst Hutter nicht fest: Seine großen Vorbilder waren so unterschiedliche Musiker wie Ernst Mosch, Jack Teagarden oder James Last. Er begann in Stuttgart bei Prof. Richard Zettler ein klassisches Posaunenstudium, das er 1984 abschloss. Während seines Studiums widmete er sich allen Formen von Musik, begeisterte sich für klassische Klänge genauso wie für Jazz und traditionelle Blasmusik. Allerdings erfuhr Ernst Hutter auch gleich zu Beginn seiner Profilaufbahn, wie schnell Träume platzen können: Bei einem schweren Autounfall erlitt er Verletzungen im Gesicht, die seine Karriere gefährdeten. Mit Durchhaltevermögen, Fleiß und Talent hat er dennoch seine einmal gesteckten Ziele verwirklicht.

Nach einem kurzen Intermezzo als Stadtmusikdirektor in Herrenberg wurde er fast zeitgleich von Ernst Mosch und Prof. Erwin Lehn ins professionelle Bläserleben engagiert.
In den Folgejahren erlebte Ernst Hutter viele Highlights seiner musikalischen Laufbahn: Engagements mit Horst Jankowski in dessen Jazzsextett, viele Studioproduktionen und Konzerte mit Klassik-Jazz-oder Blasmusikensembles. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen der SWR Big Band sowie seine mehr als 14-jährige Zugehörigkeit zu Ernst Mosch und seinen „Original Egerländer Musikanten“. Darüber hinaus gründete er eigene Ensembles wie „Quattrobones“ oder das „Ernst Hutter Quartett“ , spielte in Ensembles wie dem „SWR Allstar Quintett“, dem „Stuttgart Brass Quartett“. Und er gibt sein Wissen als Dozent und Lehrer weiter.

Seit 2003 ist Ernst Hutter neben seinen Engagements in der SWR Bigband alleiniger musikalischer Leiter der „Egerländer Musikanten – Das Original“, die als erfolgreichstes Blasorchester der Welt gelten. Mit seiner Frau Uschi und den drei Söhnen, allesamt auch Musiker, lebt Ernst Hutter im Allgäu. Dass die Söhne in die Fußstapfen des Vaters treten, ist für ihn eine emotional bedeutende Bestätigung seines eigenen Weges und die Fortführung dessen, wie er selbst für die Liebe zur Musik entflammt wurde: Seit 2020 führt er mit ihnen die Familienfirma HutterMusic GmbH in Amtzell.

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