Tolle Stimmen machen Stimmung beim Kulturherbst – Willi Butscher vom Männerchor moderiert amüsant

Tautenhofen – Die dritte Veranstaltung im Tautenhofer Kulturherbst ist ein wahrhaft stimmungsvoller Abend gewesen, denn viele schöne Stimmen erfreuten die zahlreichen Besucher und sorgten für gute Unterhaltung. Ein besonderes Schmankerl war Willy Butscher alias „WillyBu“ vom Männerchor Seibranz, der auf „guad schwäbisch“ sehr humorvoll moderierte und wie der Solokünstler Kaan Kara das Publikum zum Lachen brachte. „Das ist unser Tag“ – sangen die Soulsisters Judith und Ruth Angele und war bezeichnend für diesen Abend, den die Zwillinge aus Starkenhofen, der Männerchor Seibranz und Kaan Kara aus Bad Wurzach erstmals gemeinsam vorbereitet hatten. Das Leben ist kurz, darum sollte man „ganz Mensch“ sein, war eine Botschaft, die Kaan am Piano darbrachte, unterstützt von den Soulsisters und vier junge Tänzerinnen aus Reichenhofen, die viele Lieder mit passenden Kostümen und Choreografien begleiteten.

Ruth und Judith arrangieren und komponieren die meisten Lieder selber und sind seit gut einem Jahrzehnt in der Region bei vielerlei Anlässen zu hören. Die beiden sind ein Ohren- und Augenschmaus, fein harmonierende Stimmen, mal beschwingt, mal gefühlvoll. Sie können fast alles – auch Pop, Gospel und Musical. Besonders eindrucksvoll, mit (fast zuviel) Nebelschwaden, war eine kleine Show aus dem „Tanz der Vampire“ mit Kaan Kara.

Von Hannover nach Seibranz

T a u t a h o f a – betonte WilliyBu, bis hierher seien die Mannen des Chores hergereist und endlich mal aus ihrem Dorf Seibranz herausgekommen. Ihr Dirigent war 30 Jahre lang ein namhafter Musiker in Hannover und sei nun im Ruhestand extra ins Allgäu gezogen, um den Seibranzer Männerchor zu dirigieren. Der gebürtige Seibranzer Erich Minsch holte tatsächlich aus der 25-köpfigen Schar junger und junggebliebener Chorsängern das Beste heraus.

Frisch-fröhliche Lieder, darunter altes deutsches Liedgut (Es löscht das Meer die Sonne aus) sowie aktuelle Titel von den Dorfrockern und „wenn sich alles um die Madel dreht“ wurden flott, harmonisch mit guten Akzenten dargebracht. Viel Applaus bekamen die fast 80 Stakkato-Lalalala bei einem Volkslied, ebenso das deutsch-italienische Eifersuchtsdrama „Nix Amore“ mit selbstgedichteten Versen. Und wer im Männerchor mitsingen mag, sei willkommen, denn singen mache den Kopf frei, hieß es.

Monika Heinz vom Förderverein sagt Dankeschön

Kaan Kara, ein Sänger und Instrumentalist mit türkischen Wurzeln machte sich zwei Mal auf den Weg durchs Publikum, um zu erfahren, wer überhaupt hier im Saal ist und woher die Leute kommen. Die Runde fiel nicht besonders informativ aus, denn die meisten kamen „halt von „dahoim“. WillyBu kündigte das große Finale an, im schönen Saal dieser besonderen Gemeinde mit zwei Autobahnanschlüssen und der runden Galluskapelle oben auf dem Berg. Die Soulsisters begleiteten vierhändig am Piano und die Männer sangen „auf das Leben, auf die Frauen und dass wir sie verstehen“. Beifallsstürme forderten eine Zugabe, die sie völlig unvorbereitet traf.

Monika Heinz vom Förderverein Kultur- und GemeindeTreff Tautenhofen-Heggelbach und der Filialgemeinde Tautenhofen bedankte sich bei allen Akteuren für ihr Engagement. Der Erlös komme der Renovierung der Silversterkapelle in Tautenhofen zugute.

Infos: Die nächste Kulturherbst-Veranstaltung in Tautenhofen ist am Samstag, 6. Oktober, um 20 Uhr, ein Abend mit der Königlich-priviligierten Waschhausvereinigung, Karten im VVK bei der Touristinfo. Der Seibranzer Männerchor lädt am 13. Oktober, um 20 Uhr zum Weinfest in die Festhalle Seibranz.

Text und Bilder: Carmen Notz

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