Umweltkreis sucht Helfer für Amphibienschutz

Leutkirch – Mitte März, bei Nachttemperaturen um fünf Grad Celsius, werden nicht nur die Amphibien aktiv, sondern auch die Ehrenamtlichen des Umweltkreises Leutkirch: Es wird höchste Zeit die Krötenzäune aufzustellen. Dahinter werden in Zehn-Meter-Abständen Eimer eingegraben, in welche die Tiere, wenn sie am Zaun entlang wandern, hineinfallen. Die Amphibien werden von freiwilligen Helfern eingesammelt und über die Straße getragen, wo sie ihre Wanderung fortsetzen können. Da Erdkröten und Frösche nachtaktiv sind, findet das Einsammeln morgens vor 8 Uhr oder abends nach 20 Uhr statt. Jeder Freiwillige entscheidet selbst, wie oft er sich engagieren möchte.

Als Helfer braucht man einen Sammeleimer, Handschuhe, eine Taschenlampe und einen Schreibblock. Warnwesten werden vom Umweltkreis gestellt. Mit der Taschenlampe werden die Tiere grob bestimmt und notiert. So erhält man einen Überblick über den Bestand. Der Umweltkreis betreut Schutzmaßnahmen am Stadtweiher, am Repsweiher und an der Boschenmühle zwischen Wuchzenhofen und Ellmeney. In den vergangenen Jahren setzten sich rund 70 Ehrenamtliche und mehrere Schulklassen für über 4000 Amphibien ein.

In lauen, feuchten Nächten kommt es zu regelrechten Massenwanderungen von bis zu 400 Tieren“ sagt Wibke Wilmanns, die Geschäftsführerin des Umweltkreises. „Es gibt aber auch immer wieder Wintereinbrüche, in denen die Wanderung zum Erliegen kommt. Bei Nachttemperaturen unter fünf Grad kann die abendliche Kontrolle entfallen. Morgens sollte jedoch immer kontrolliert werden.“ Die größeren weiblichen Erdkröten haben oft schon ein Männchen gefunden, das sie auf dem Rücken zum Gewässer tragen, wo die Eier in Laichschnüren befruchtet werden. Frösche und Molche sind in der Minderheit.

Als Dankeschön erhält jeder Helfer, der bei der Kontrolle eingeteilt ist, Freikarten für das Kino Centraltheater.

Der Umweltkreis bittet bis Freitag, 22 Februar um Rückmeldung, Tel. 07561/7302, bitte eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

Text: Umweltkreis Leutkirch

 

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