Viele Kinder erleben ein amüsantes Krippenspiel in Urlau: Drei Könige gehen auf Dienstreise und suchen neuen König

Heiligabend um 16 Uhr in Urlau: Viele Familien strömen zur Pfarrkirche, wo ein Kindertheaterteam unter Leitung von Hermine Oettinger jedes Jahr ein anderes Krippenspiel aufführt. Zwei Bläser stimmen auf die festliche Stunde ein und alle singen erst einmal „O Du fröhliche“. Vier Kerzen brennen am Adventskranz und die Kinder erklären, für wen diese Kerzen brennen: Für alle, die im Dunkeln sind, die einsam, unsicher und verzweifelt sind.  Die Musikkapelle Urlau begleitet zu einem weiteren Weihnachtslied und dann beginnt „Der Königsstern“ eine Geschichte vom Orient zu erzählen, wo drei Könige die Sterne Jupiter und Saturn in besonderer Konstellation deuten. „Wir müssen eine Dienstreise mit Staatsbesuch machen, sattelt die Kamele“, sind sich die Könige in samtigen Gewändern einig und packen ihre Geschenke für den neugeborenen König im Land der Juden ein. Gold käme immer gut an, ebenso Weihrauch und Myrre, meinen sie und folgen dem Sternenbild.

 

 

Schlaue Hirten und ein Schlitzauge

Josef muss wegen der Volkszählung in die Stadt Davids und will, dass Maria daheim bleibt. Ja kein Stress! Doch Maria will mit: „Gott ist mit uns, wir gehen zusammen“, beschließt die junge Frau, die hochschwanger ist. In Bethlehem angekommen, läuft ohne die schlauen Hirten gar nichts: Sie wissen einen Stall, damit Josef und Maria einen Unterschlupf haben und sie treffen auf die drei Könige, die zu Herodes wollen. „Da war ja ein Schwarzer und ein Schlitzauge dabei“, schmunzeln sie und meinen: „Lieber Schlitzauge, als Schlitzohr – davon hätten sie in Bethlehem genug.“

Die Engel bringen allen das Licht

Die Kirchenbesucher dürfen das amüsante Krippenspiel mit Weihnachtsliedern umrahmen. Viele Kinder gehen nach vorne, um alles genau mitzuverfolgen. Plötzlich wird es ganz hell in der Kirche – viele kleine Engel in Gold und weiß erscheinen und verkünden die große Freude, die frohe Botschaft: „Der Heiland ist heute geboren. Kommt zum Stall, um ihn zu sehen!“ Hirten und Könige machen sich auf den Weg und bringen ihre Geschenke. Die Engelschar zündet kleine Kerzen an und bringt sie einzeln zu den Kirchenbesuchern. Zum Schluss singen alle zusammen ein feierliches „Stille Nacht“. Hermine Oettinger (Gruppenbild 2. von links) dankt allen fürs Kommen, der Musikkapelle und ihrer Helferin Carolin Mayer (rechts). Die Theaterspieler dürfen sich das Gold in der Truhe teilen: Schoko-Münzen für alle!

Text und Bilder: Carmen Notz

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