Wasserbüffelherde ist wieder hinter dem Stadtweiher – Wielazhofer Büffelgemeinschaft hat Betreuung

Leutkirch/Wielazhofen – Im Naturschutzgebiet Moosmühle, östlich des Stadtweihers „pflegt“ seit Juni 2020 eine Herde Wasserbüffel die sumpfige Landschaft. 16 Hektar umfasst ihre “Sommer-Weide” hinter dem Stadtweiher, ein Hochwasserschutzgebiet, wo ringsherum ein Elektrozaun angebracht ist. Spaziergänger können die Wasserbüffel vom Damm aus gut sehen. Die Stadt plant hier noch einen Aussichtsstand. Jede/r  der 15 Tiere hat einen Namen. Bei der Namensvergabe richtet sich der Anfangsbuchstabe immer nach dem Namen des Muttertieres. Die Wielazhofer „Büffel-Community”, das sind (von links im Bild) Matthias Brauchle, Stefan Rottmar mit Sohn Karl-Anton, sowie Hermann Boscher, Timo Schorer und Anton Spieß.

Zwei Tage vor dem ersten Schnee im Dezember haben die Landwirte in Eigenleistung einen Unterstand, ein offener Stall mit Auslauffläche fertiggestellt, mit finanzieller Unterstützung der Heinz-Sielmann-Stiftung und der Stadt Leutkirch, die auch das Wasserbüffelprojekt sehr unterstützt. Kürzlich wurde der Wanderweg in Richtung Unterstand etwas verbreitert. Hier lädt eine Sitzbank zum Verweilen mit schöner Bergsicht ein.

Drei Jungtiere kamen auf der Wiese zur Welt

Über die Wintermonate blieb die Herde im Stall und wurde mit Heu versorgt. Erst in der letzten Aprilwoche durften die Tiere erstmals auf die Weide unterhalb vom Stall, wo dann genug Futter war. “Die meiste Zeit über bleibt die Herde eng beisammen. Drei Jungtiere erblickten letzten Herbst das Licht der Welt, bzw. des Allgäus. Damals hatten wir noch keinen Unterstand und so wurden sie einfach auf der Wiese geboren.”, erzählt Matthias Brauchle.

Wer Richtung Balterazhofer Höhe geht, findet eine Infotafel und kann den Wanderweg hin zum Stall gehen, dort hat die Wasserbüffel-Gemeinschaft jetzt einen Briefkasten “Büffelpost” am Tor zum Unterstand angebracht. Die Herde stammt aus Bilafingen am Bodensee, auch von der Sielmann Stiftung.

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