Frauen-Weltgebetstag: Südseeparadies mit vielen Problemen – Hoffnung durch christlichen Glauben

Leutkirch – Jeden ersten Freitag im März beten Frauen weltweit für ein bestimmtes Land, aus dem Texte und Lieder für die Andacht stammen, diesmal für das Südseeparadies Vanuatu mit 83 Inseln. Ein ökumenisches Frauenteam hat den zahlreichen Besucherinnen in der Dreifaltigkeitskirche mit Bildern, Mediationen, Gebeten und wunderschöner Musik die Inseln mit ihren Menschen, Traditionen, aber auch den Problemen wie Naturkatastrophen, Armut, wenig Zugang zu Bildung und Berufsausbildung sehr eindrücklich nahegebracht. Wenn auch durch das strenge Patriarchat die Rechte der Frauen dort sehr eingeschränkt sind, so hoffen sie als Christen auf Gott und ihren Glauben und dass ihr „Haus des Lebens“ nicht auf Sand gebaut ist.

Pfarrer Rose begrüßte die Anwesenden und sorgte für die Übertragung der Bilder aus dem Inselstaat Vanuatu über Beamer. Es zeigte erfrischende Wassermusik, eine Tradition aus dem Land: Wasserschlagen am Meer mit Trommelklang. Dann gab es ein Willkommenslied auf englisch zur Begrüßung. Christine King am Klavier und vier Sängerinnen umrahmten die Andacht mit Musik aus dem fernen Land, sogar auch mehrstimmig. Eine Bildmeditation sowie Portraits über einzelne Frauen der Inseln und ihre Lebenseinstellung brachten Impulse und regten zum Nachdenken an. Die Frauen aus Vanuatu brauchen viel Hoffnung und Mut, um ihre wenigen Chancen auf Bildung und Beruf nutzen zu können.

Sorgen macht ihnen der Klimawandel, Erdbeben, Tsunamis und andere Naturkatastrophen, die sie oft und immer mehr spüren. Bemerkenswert an Vanuatu: Die Regierung hat jegliches Plastik im Land verboten, eine Hoffnung und ein Vorbild für andere Länder, dass sich doch etwas ändern lässt, wenn man will. Per Beamer durfte man noch zwei Interviews zum Thema hören: Was baut mich auf, was macht Mut, von zwei Leutkircherinnen, die zuvor aufgezeichnet worden waren.

Pfarrerin Ulrike Rose sprach ein Dankeschön aus an alle Vorbeterinnen und an Christine King  und den vier Sängerinnen. Zur Erinnerung wurden kleine Samenpäckchen verteilt. Wunderschön war auch ein bunter Altar mit Tüchern und Kerzen gestaltet, der die Farben Vanuatus zeigte.

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