Wie die Narrenzunft Nibelgau einst zu eigenen Fasnetsliedern kam – Andy Ruepp hat alle komponiert

Leutkirch – In diesem Jahr ist alles anders als sonst, auch die Fasnet im Nibelgau. Kein Prinzenpaar, kein Hexenruf, kein Narrensprung, aber der attraktive Narrenbaum am Gänsbühl ist gesetzt. Was in dieser Fasnetssaison wieder neu zu Ehren kommt, sind drei Lieder, die vor rund 15 Jahren von Andy Ruepp (Archivbild) für die Narrenzunft Nibelgau komponiert und geschrieben wurden. Darunter eine Nibelgau-Ballade, die ganz aktuell mit Fasnetsbildern unterlegt wurde. Andy Ruepp aus Leutkirch war ab den 90er Jahren als Sänger und Songwriter mit Band und Tonstudio weit über die Region hinaus bekannt. Mit dem Duo „Two for you“ spielte er jahrelang auf dem Grünen-Hexenball im TSG-Vereinsheim und hat im Jahr 2005 einen Grünen-Hexen-Rock komponiert, der einschlug „wie eine Bombe“.

Im Jahr 2006 war das 50-Jährige der NZ Nibelgau und man bat den Allround-Entertainer und Musiker Andy Ruepp um ein Nibelgau-Lied. Inspiriert durch seine Heimat Allgäu entstand eine wunderschöne Ballade über das Fasnetsgeschehen im Nibelgau, mit all ihren Narrengruppen und Bräuchen.

Ein Lied zum Jubiläum

Im Jubiläumsjahr moderierten dann Freddy Holzmüller und Andy Ruepp zusammen die Bälle in der Festhalle und die Ballade kam sogar als CD unter die Leut. Andy Ruepp komponierte gleich noch ein Lied zur Nibelgau-Katz, bzw. passend zum Narrenruf. „Ja wenn dia Katz itt hoorig wär, bei uns im Nibelgau“, ebenfalls in Mundart, wie die anderen zwei Lieder und leicht rockig-flockig. „Es war eine tolle Zeit, an die ich gerne zurück denke“, sagt Andy Ruepp heute, der seit einem Jahr in Koblenz lebt und Geschäftsführer einer Papierfirma ist. Was er beim Komponieren der Ballade nicht ahnte, dass er mal fern der Heimat, dem Nibelgau ist, und es ihn selber betrifft, wie er es geschrieben hat: „Nibelgau, du bleibsch mei Hoimat, egal wieviel Johr au no vergehn, egal wo es mich hinverschlägt, ich werd immer zu dir stehn.“

Zunftmitglied Winfried Schindler (Grüne Hexen), der auch jahrelang die Hallen-Technik gemanagt hat, hat zur Nibelgau-Ballade einen tollen Video-Clip gemacht mit seinen eigenen Bildern vom Fasnetsgeschehen in Leutkirch, vom Narrensprung, von allen Gruppen der Zunft, darunter auch die neuen Jungelfer und das Präsidium.

Foto-Film- und Technik-Fan Schindler hat auch das diesjährige Narrenbaumstellen gefilmt und dazu das Ruepp-Lied von der „Hoorigen Katz“ verarbeitet. Zudem hat er ein Video anstelle des Rathaussturms mit einem Interview mit OB Hans-Jörg Henle erstellt. Lieder mit allen Video-Clips sind im Internet www.narrenzunft-nibelgau.de für jeden zu hören, bzw. zu sehen. Die rund 500 Zunftmitglieder haben die Clips teilweise in den sozialen Medien parat und können sie jederzeit genießen oder weiterschicken, Nibelgau in alle Welt.

Archivfotos von W. Schindler

Narrenbaum am Gänsbühl u.a.  v. C. Notz

Scroll to Top