Württembergische Landesbühne Esslingen zeigt „Das Tagebuch der Anne Frank“

Leutkirch – Das Tagebuch der Anne Frank gilt als ein historisches Dokument aus der Zeit des Holocaust, die Autorin Anne Frank als Symbolfigur gegen die Menschenfeindlichkeit des Unrechtsregimes in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Württembergische Landesbühne Esslingen zeigt am Sonntag, 10. Februar, um 19.30 Uhr in der Festhalle Leutkirch Anne Franks Geschichte in einer Koproduktion mit der Jungen WLB als großes Ensemblestück. Abendkasse und Theaterbar haben ab 18.30 Uhr geöffnet. Eine Einführung in den Stoff und in die Inszenierung gibt es um 19.00 Uhr im Lohboden (Kleiner Saal) der Festhalle. Karten für diesen Theaterabend gibt es bei der Touristinfo Leutkirch und online beim Ticketdienstleister Reservix.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten war die vormals angesehene Unternehmer-Familie  Frank in Frankfurt am Main  vom gesellschaftlichen Leben und allen öffentlichen Einrichtungen ausgeschlossen. Die Franks, aufgeklärte „Reform-Juden“,  hatten zuvor als vielseitig interessierte Bildungsbürger im engen Kontakt mit katholischen und protestantischen Freunden ein großbürgerliches Leben geführt – und waren nun urplötzlich gesellschaftlich geächtet. Die Familie emigrierte in die Niederlande, wo der Vater ein neues Unternehmen aufbaute. Doch nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in die Niederlande kann Familie Frank auch im holländischen Exil  dem Verfolgungsdruck nicht mehr standhalten. Zwei Jahre wohnen die Franks auf engstem Raum mit Familie van Pels und dem Zahnarzt Fritz Pfeffer. Die Untergetauchten haben nur das Nötigste zur Verfügung, einzig ihre Helferinnen und Helfer und ein Radio verbinden sie mit der Außenwelt.

In dieser verzweifelten Situation schreibt Tochter Anne ihr Tagebuch. Sie hat es zu ihrem 13. Geburtstag geschenkt bekommen. Seite für Seite beschreibt sie darin den zermürbenden Alltag auf Zehenspitzen und berichtet von der stets präsenten Angst vor dem Entdecktwerden, von Hunger und Krankheit. Sie schreibt aber auch über die Schwierigkeiten mit ihren Eltern und ihre aufkeimenden Gefühle für Peter van Pels. Sehnsüchte und Gedanken einer normalen jungen Frau mischen sich mit beeindruckenden Reflexionen über die Ohnmacht der Juden in einem Unrechtssystem, das den Rassismus zur nationalen Doktrin und die Auslöschung der Juden zum Ziel erklärt hat.  Kurz vor Kriegsende wird Familie Franks Versteck entdeckt.

75 Jahre nach ihrem ersten Tagebucheintrag bringt das Landestheater aus Esslingen den bewegenden Stoff auf die Bühne. Karten (11 bis 22 Euro) sind im Vorverkauf in der Touristinfo Leutkirch und an der Abendkasse erhältlich, ebenso unter www.reservix.de.

„Demokratie leben!“ bezahlt Schüler-Tickets

Schulklassen aus allen Schularten können sich geschlossen oder als kleinere Gruppen zu diesem Theaterabend anmelden. Die Schüler/innen erhalten auf Vorbestellung Gratis-Tickets. Der Eintrittspreis von EUR 8,- je Ticket wird von der Aktion „Demokratie leben!“ übernommen. Schulklassen oder kleinere Schülergruppen, die an der Theatervorstellung teilnehmen und die Förderung durch „Demokratie leben!“ annehmen möchten, richten Ihre Kartenbestellung an die Leiterin der Koordinierungs- und Fachstelle „Leutkircher Partnerschaft für Demokratie“, Maria Hoenig (Tel. 0151/750 627 91, E-Mail: maria.hoenig@stiftung-st.-anna.de).

Anmeldeschluss ist Mittwoch, 6. Februar 2019.

Nähere Informationen bei der vhs Leutkirch unter Tel. 07561 87188

Volkshochschule Leutkirch e. V. Pressemitteilung

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